Sprengel Ostfriesland-Ems, KK Aurich | Patrozinium: kein mittelalterliches Patrozinium bekannt1 | KO: Ostfriesische KO von 1716

Orts- und Kirchengeschichte

Urkundlich ist der Ort erstmals 1420 als Myddelszen belegt.2 Die beiden Middelser Ortsteile Westerloog und Osterloog gehörten vermutlich zur ostfriesischen Landesgemeinde Harlingerland (1237: terram Herlingie), vielleicht zum Auricherland (1379: terre […] Averice).3 Das Auricherland kam 1431 an die Familie Cirksena, die Ks. Friedrich III. († 1493) im Jahr 1464 zu Reichsgrafen von Ostfriesland erhob (Reichsfürsten seit 1654/62). Ab 1600 war auch das Harlingerland Teil der Gft. Ostfriesland. In der zweiten Hälfte des 15. Jh. bildete sich die Ämterstruktur der Gft. Ostfriesland heraus, Middels zählte zum Amt Aurich.4 Der Übergang unter preußische Herrschaft im Jahr 1744 ließ die Ämterstruktur in Ostfriesland unverändert. In den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jh. erlebte Ostfriesland mehrere Herrschaftswechsel: Ab 1807 zählte Middels zum Kgr. Holland, ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich (Département Ems-Oriental, Arrondissement Aurich, Kanton Aurich), ab 1813 wieder zum Kgr. Preußen und ab 1815 zum Kgr. Hannover. Mit der Annexion Hannovers 1866 kehrte Ostfriesland erneut zurück unter preußische Herrschaft. Bei Einführung der Kreisverfassung 1885 kam Middels zum Kr. Aurich. 1939 schlossen sich Osterloog, Westerloog und Ogenbargen zur Gemeinde Middels zusammen, 1972 wurde Middels in die Stadt Aurich eingemeindet. Von 1900 bis 1969 besaß Middels einen Bahnhof (Westerloog, Kleinbahn „Jan Klein“, Leer–Aurich–Wittmund). Zur Sozialstruktur des Kirchspiels schrieb der Ortspastor 1961: „Die Gemeinde besteht zum größten Teil aus Landwirten – einigen größeren Bauern, vorwiegend mittleren und kleineren Landwirten – ferner aus Handwerkern und Arbeitern.“5 Im Jahr 1823 lebten fast 450 Menschen in Middels-Westerloog, Middels-Osterloog und Ogenbargen; 1925 knapp 1.170, 1946 gut 1.710 und 2021 etwa 1.245.

Kirche, Ansicht von Südosten, vor 1985

Kirche, Ansicht von Südosten, vor 1985

Bei archäologischen Untersuchungen konnte Anfang der 1970er Jahre nachgewiesen werden, dass die Middelser Kirche auf einem frühmittelalterlichen Gräberfeld des 8./9. Jh. steht, dessen jüngste Gräber bereits als christliche Bestattungen anzusehen sind (West-Ost-Ausrichtung, keine Grabbeigaben).6 Die Grabungen lieferten überdies Belege für zwei hölzerne Vorgängerkirchen: Der Bau der älteren ließ sich auf das 10. Jh. datieren. Es handelt sich damit um die älteste sicher nachweisbare Kirche in Ostfriesland.7 Die jüngere Holzkirche wurde erbaut, nachdem die erste im 11. Jh. abgebrannt war. Die in großen Teilen bis heute erhaltene Granitsteinkirche wurde im frühen 13. Jh. errichtet. Ein Patrozinium ist nicht überliefert. Der Name eines Geistlichen ist erst aus dem frühen 16. Jh. bekannt: Die 1502 gegossene Glocke nannte „her Geerd“ als Pfarrer von Middels (die Glocke barst 1744).8
Die Reformation breitete sich in Ostfriesland mindestens unter Duldung des Landesherrn Gf. Edzard I. († 1528) aus, aber ohne seine Lenkung.9 So entwickelte sich ein Nebeneinander verschiedener prot. Richtungen. Gf. Enno II. († 1540) versuchte, die ostfriesische Kirche eher luth. zu gestalten, Gfn. Anna († 1575) bemühte sich, ihr eine eher ref. Form zu geben. Die gemeinsame Regierungszeit ihrer Söhne, des ref. Gf. Johann II. († 1591) und des luth. Gf. Edzard II. († 1599), war vom Ringen um jeweils alleinige Herrschaft geprägt und verfestigte das Nebeneinander ref. und luth. Gemeinden. Die Konkordate von 1599, geschlossen zwischen den Landständen und dem Landesherrn, schrieben den Konfessionsstand der einzelnen ostfriesischen Gemeinden genauso fest, wie das Gemeindewahlrecht bei den Pfarrstellenbesetzungen. 1631 erarbeitete GSup. Michael Walther († 1662) eine neue KO für die luth. Gemeinden, deren zweite Auflage von 1716 bis heute gültig ist.10 Einzelheiten zur Entwicklung in Middels sind nicht bekannt. Die Liste der ev.-luth. Pastoren setzt erst in der zweiten Hälfte des 16. Jh. ein und nennt als ersten P. Lambertus Elburgensis (amt. 1576–1629). Die Kirchenbücher setzen erst 1672 ein (Taufen).

Kirche, Ansicht von Nordosten, vor 1985

Kirche, Ansicht von Nordosten, vor 1985

In der zweiten Hälfte des 18. Jh. erwarb die Gemeinde erstmals eine Orgel, die ihren Platz auf der neuen Ostempore vor der Apsis erhielt (1786). In die Amtszeit von P. Albrecht Suits (amt. 1910–1924) fiel 1919 die Gründung eines Posaunenchors, den bis 1936 Lehrer Gerhard Hillerns leitete.11
Während der NS-Zeit hatte P. Heimerich Riese (amt. 1931–1944) das Pfarramt Middels inne. Nach den Angaben im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ gehörte er kirchenpolitisch zur Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft.12 Zum 1933 neu gewählten KV ist knapp vermerkt: „Unter den 6 Kirchenvorstehern befanden sich seit 1933 zwei Deutsche Christen, die bis 1935 zurücktraten.“ Seit 1946 verwaltete der Ostpfarrer Werner Ehlert das Pfarramt Middels und zwei Jahre später wurde die Pfarrstelle mit P. Gerd Ackermann (amt. 1948–1965) wieder regulär besetzt.
Die Zahl der Gemeindeglieder stieg von etwa 1.900 im Jahr 1941 auf rund 2.550 im Jahr 1949 an.13 Neben den Gottesdiensten in der Middelser Kirche fanden in der Nachkriegszeit alle vier Wochen auch Gottesdienste in den Schulen von Langefeld und Spekendorf statt.14 Nach der Visitation 1949 schrieb der Auricher Sup. Eilhard Schütt (amt. 1946–1967), Middels sei „an sich eine kirchliche Insel, mitten in einer unkirchlichen Umgebung“, allerdings hätten „zwei Weltkriege und was dazwischen lag […] das kirchliche und sittliche Leben der Gemeinde nicht gebessert, sondern stark beeinträchtigt“.15 1969 heißt es im Visitationsbericht, in Middels sei „mehr als nur Traditionschristentum“ zu hause.16 In der ersten Hälfte der 1970er Jahre richtete die KG Middels eine Gemeindeschwesternstation ein (auch zuständig für Plaggenburg).17 1980/81 entstand anstelle der ehemaligen Pfarrscheune ein Gemeindehaus. Mit Pn. Christel Lucht (amt. 1982–1990) übernahm erstmals eine Frau das Middelser Pfarramt.
Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpfte die KG Middels Kontakte zur Kirchgemeinde Jöhstadt im Erzgebirge; in den 1990er Jahren hielten in erster Linie die Posaunenchöre der beiden Gemeinden die Verbindung aufrecht.18

Umfang

Middels (Osterloog und Westerloog), Moorsiedlung Langefeld (ursprünglich Depedelle), Ogenbargen und Spekendorf.

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat des Bremer Domscholasters (sedes Wittmund) in der Diözese Bremen.19 – Von 1631 bis 1643 unterstand Middels dem luth. Coetus in Aurich und ab 1643 unmittelbar dem luth. Konsistorium Aurich. Nach der Insp.-Ordnung von 1766 zur 1. luth. Insp. in Ostfriesland, später mit Sitz in Aurich; ab 1924 KK Aurich.

Patronat

Genossenschaftspatronat der Gemeinde (Interessentenwahlrecht; Wahlrecht auch nach 1662/63 „kontinuierlich weiter ausgedehnt auf die sich neu Ansiedelnden“20).

Kirchenbau
Kirche, Ansicht von Südwesten, Foto: P. Greve, Jöllenbeck, 1985

Kirche, Ansicht von Südwesten, Foto: P. Greve, Jöllenbeck, 1985

Romanischer Saalbau, erbaut um 1200, mit fünfseitiger Apsis des 14. Jh. und westlichem Vorbau des 20. Jh.21 Satteldach, nach Westen abgewalmt; Apsisdach nach Osten abgewalmt; Vorbau mit Satteldach. Mauerwerk aus Granitsteinen und aus Backsteinen. An den Längsseiten je drei hochliegende Rundbogenfenster mit Gewänden aus Granitsteinen, im Osten je ein kleineres Fenster, im Westen jeweils ein tiefersitzendes; im östlichen Giebeldreieck kleines Rundbogenfenster; an der Apsis vier Rundbogenfenster. Rundbogiger Eingang nach Norden; rundbogiger, vermauerte Türöffnung nach Süden; Vorbau mit Eingang nach Westen. Im Innern flache, holzverschalte Muldendecke im Schiff; Apsiskalotte; rundbogiger Triumphbogen zwischen Apsis und Schiff; Westempore. Wohl um 1400 ursprünglich halbrunde Apsis verändert. Um 1786 Ostempore aufgestellt, westliche und östliche Fenster in die Längswände gebrochen. 1805 Westwand in Backstein erneuert (Kreisfenster, Strebepfeiler an den Ecken, schmiedeeiserne Inschrift „1805“). 1935 Westwand neu aufgeführt, Vorbau errichtet. 1969–72 Sanierung (u. a. Mauerwerk gesichert, Dach neu gedeckt, Vorbau neu errichtet, Ostempore entfernt, Nordempore entfernt).

Turm

Südlich der Kirche freistehender, mittelalterlicher Glockenturm, erbaut im 14. Jh. Vierseitiger Grundriss, Backsteinmauerwerk, Pyramidendach, bekrönt mit Wetterfahne. Nach Osten und Westen große, rundbogige Schallöffnungen mit horizontalen Lamellen; Eingang an Ostseite. Am Turm Höhenmarke der Preußischen Landesaufnahme, angebracht 1893 (2006 an der Südwestwand abgenommen, 2008 an Südostwand wieder angebracht); Turmspitze diente bei Erstellung der Katasterkarten (um 1870) zudem als Nullpunkt. 2006 Turmsanierung.

Kreuzigungsgruppe, 1929

Kreuzigungsgruppe, 1929

Vorgängerbauten

Zwei Holzkirchen archäologisch nachgewiesen.22 Bau I, errichtet im 10. Jh., Schiff und leicht eingezogener Rechteckchor, beide Teile etwa gleich lang, Gesamtlänge 17 Meter, Schiff etwa 5 Meter breit, Chor etwa 4,2; Reste eines Altarfundaments vor der geraden Ostwand; die Kirche brannte im 11. Jh. ab. Bau II, errichtet nach Brand der Vorgängerkirche, Chor wohl gleich groß wie bei Bau I, jedoch mit gebogenem Schluss; Schiff vielleicht dreischiffig, vermutlich 15 Meter breit. Möglicherweise folgte auf Bau II eine weitere Holzkirche, bevor die Granitsteinkirche errichtet wurde.23

Ausstattung

Schlichter Altar aus gemauertem Stipes und vorref. Mensa (Sandstein) mit fünf eingeritzten Weihekreuzen, Mensa wurde „aus älteren Sargdeckeln“ gefertigt.24 – Hohe, hölzerne Kanzel mit Schalldeckel (1650), farbig gefasst, an den Wandungen des polygonalen Kanzelkorbs Gemälde der vier Evangelisten, vasenförmige Stütze unter dem Kanzelkorb; am Schalldeckel Inschrift: „Rufe getrost, schone nicht, erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige meinem Volk ihr Übertreten und dem Hause Jakob ihre Sünden“; Kanzeltreppe modern (1971).25 – Zylindrische Taufe aus Sandstein (13. Jh.), oben Fries aus Ranken, Vögeln und Köpfen; darunter vier ausdrucksvolle Reliefszenen: Jesu Taufe im Jordan, Kreuzigung, Auferstehung, Christus in der Vorhölle; Reliefs ohne trennende Architekturgliederung; die Taufe ist das „bedeutendste Stück der Innenausstattung der Kirche“.26 – Kreuzigungsgruppe (um 1500), Holz, farbig gefasst, auf einem Balken im Triumphbogen, etwa lebensgroße Figuren; 1987 restauriert (Wolfram Kummer, Pattensen). – Druckgrafik (1907, Gustav Ziemsen, Berlin), Abendmahlsdarstellung nach Leonardo da Vinci (Altarbild). – Holztafel mit Namen der Pastoren (1576–1978). Teile des ehemaligen Altarretabels: gedrehte Säulen an Pastorentafel, Schleierbretter am Lesepult, bogenförmiger Aufsatz an Nordwand.27 – Ehemalige Ausstattung: Weihwasserbecken aus rotem Granit.28

Kirche, Blick zum Altar und zur Orgel, vor 1970

Kirche, Blick zum Altar und zur Orgel, vor 1970

Orgel

Orgelneubau 1784–86, ausgeführt von Hinrich Just Müller (Wittmund), 8 I/aP, Inschrift an Orgelempore: „Beschlossen ward dies Werk in kümmerlicher Zeit und auch vollführt. Gott gab uns Mut und Einigkeit. Lernt, Enkel, draus, fast nichts sei, wenn ihr wollt, zu schwer. Mit Gott gemacht und klug gewirkt, so segnets Er“29; Instrument aufgestellt auf neuer Ostempore vor der Apsis. 1847, 1856 und 1892 Reparaturen. 1905 Reparatur und Änderung der Disposition, P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 8 I/aP. 1949 Instandsetzung Alfred Führer (Wilhelmshaven). 1970/71 Orgelempore und Orgel nach Westen versetzt. 1973–89 schrittweise Restaurierung der Orgel, ausgeführt 1973–75 von Wilfried Müller (Arpke), 1983, 1985 und 1989 von Alfred Führer (Wilhelmshaven). Denkmalorgel (seit 1952), sechs Register original.

Geläut

Drei LG, I: d’ (Bronze, Gj. 1956, Firma Rincker, Sinn), Inschrift: „Christus spricht: Daß ihr in mir Frieden habet“; II: f’ (Bronze, Gj. 1956, Firma Rincker, Sinn), Inschrift: „Christus spricht: Kommt, denn es ist alles bereit“; III: g’ (Bronze, Gj. 1927, Firma Rincker, Sinn), Inschrift: „Nun sollen wieder, wie vorzeiten, zu Gottes Ehr drei Glocken läuten“. – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze, Gj. 1502), 1744 geborsten, umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1748, Ihnke Onckes Heidefeld), Inschriften: „Da man Carl Edzards Todt besang verlohr ich meinen ersten Klang. Drum bin ich wieder neu formiret weil König Friedrich hier regieret. E[berhard] C[hristian] Cothenius, P[astor]“, „Lüppe Janssen und Foucke Folkers, Kirchenverwalters. Ihncke Oncken Heidefeld me fudit zu Middels im Mondt Juni 1748“, Glocke 1927 gesprungen und umgegossen zu einer neuen LG.30 Eine LG (Bronze, Gj. 1717), umgegossen zu einer neuen LG (Bronze, Gj. 1843, Hero van Bergen und Claudi Fremy, Burhafe), Inschriften: „Fürst und Herr Georg Albrecht hat durch viel und große Gaben mich gebracht zu meinem Recht, daß ich Stimm und Klang kann haben, herzurufen Groß und Klein zu der Kirche und Gemein. Umgegossen im Jahre 1843“, außerdem Namen der Kirchenvorsteher; Glocke wohl im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.31 1857 waren zwei Glocken vorhanden.32

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus und anschließendes Gemeindehaus (Bj. 1860 und 1981).

Friedhof

Kirchlicher Friedhof bei der Kirche, Eigentum der Kirchengemeinde, FKap.

Liste der Pastoren (bis 1940)

1576–1629 Lambertus Elburgensis. – 1629–1644 Gerlacus Elsemus. – 1644–1650 Johann Wolken. – 1650–1651 Christoph Uphoff. – 1651–1657 Johann Victor. – 1658–1667 Friedrich Lubinus. – 1667–1668 Edo Sandhorst. – 1668–1680 Friedrich Plönies. – 1680–1681 Johann Otto Brawe. – 1681–1688 Franziscus Erdmannus Spannhacke. – 1688–1693 Heinrich Christian Düker. – 1693–1720 August Günther. – 1720–1722 Johann Bernhard Bohls. – 1722–1724 Adrian Reershemius. – 1725–1743 Erich Friedrich Bierhausen. – 1743–1748 Eberhard Christian Cothenius. – 1748–1755 Peter Christian Andreae. – 1755–1763 Tobias Diederich Münchmeier. – 1763–1772 Martin Bernhard Escherhausen. – 1772–1791 Hieronymus Brückner. – 1791–1809 Ulben Meppen. – 1809–1820 Otto Rudolph Brawe. – 1820–1824 Johann Heinrich Schmertmann. – 1824–1843 Gottlieb Georg Wilhelm Reiners. – 1843–1887 Hieronymus Ihmels. – 1887–1910 Folkert Janssen Folkerts. – 1910–1924 Albrecht Anton Siuts. – 1925–1930 Cornelius Gerhard Schomerus. – 1931–1944 Johann Heimerich Winfried Riese.33
Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 143

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 8 Nr. 21Digitalisat, 241Digitalisat, 285Digitalisat (CB); A 12d Nr. 390Digitalisat, 548, 598, 667 (GSuptur. Aurich); A 6 Nr. 5542–5544 (Pfarrbestallungsakten); B 18 Nr. 43, 103, 128, 203, 310 (Orgelsachverständiger); D 80 (EphA Aurich); L 5i Nr. 39, 133, 264, 613 (LSuptur. Aurich); S 09 rep Nr. 1749 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 8023 (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1672 (unvollständig: 1672–1742)
Trauungen: ab 1704 (unvollständig: 1704–1742)
Begräbnisse: ab 1742 (unvollständig: 1742, 1743)
Kommunikanten: ab 1749
Konfirmationen: ab 1876 (Lücken: 1943; unvollständig: 1947)

Literatur & Links

A: Ahrens, Holzkirchen, S. 516–517; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 947; Fastenau, Bau- und Kunstdenkmäler III, S. 339–344; Kaufmann, Orgeln Ostfrieslands, S. 172–173; Meinz, Sakralbau Ostfriesland, S. 141–142; Otte/Rohde, Ostfriesland II, S. 441–443; Rauchheld, Glockenkunde, S. 55 und S. 120; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 122–127; Schoolmann, Kirchen, S. 81–86.
B: Middels. Entwicklung und Leben in unseren Dörfern Langefeld, Ogenbargen, Osterloog, Spekendorf und Westerloog, hrsg. vom Heimat-, Mühlen- und Verkehrsverein Middels e. V., 2 Bde., Wittmund 2018–2019, bes. Bd. 1, S. 145–150; Hermann Haiduck: Die Kirche von Middels (Stadt Aurich/Ostfriesland). Eine archäologische und baugeschichtliche Untersuchung, in: Probleme der Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet 10 (1973), S. 15–38; Ludwig Janssen: Die Familien der Kirchengemeinde Middels (1684–1950) (= Ostfrieslands Ortssippenbücher 4), Aurich 1966; Adelheid Klose: Der Taufstein in der ev.-luth. Kirche zu Middels-Osterloog bei Aurich, in: Ostfreesland. Kalender für Jedermann 61 (1978), S. 154–157; Hajo van Lengen: Zur mittelalterlichen Siedlungsgeschichte von Middels (Stadt Aurich/Ostfriesland), in: Probleme der Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet 10 (1973), S. 49–57; Robert Noah: Die Kirche in Middels (= Ostfriesischer Kunstführer 10), Aurich [um 1987]; Peter Schmid: Die Kirchwarf von Middels (Stadt Aurich/Ostfriesland), in: Probleme der Küstenforschung im südlichen Nordseegebiet 10 (1973), S. 1–13.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Historische Ortsdatenbank für Ostfriesland (https://bibliothek.ostfriesischelandschaft.de/hoo/): Ortsartikel Middels (.pdf); Nomine (Norddeutsche Orgelmusikkultur in Niedersachsen und Europa): Orgel.

GND

1153026791, Middelser Kirche (Aurich)

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 59.
  2. Hodenberg, Stader Copiar, S. 52. Zur Entstehung des Ortes siehe van Lengen, S. 49 ff.
  3. Ostfriesisches UB I, Nr. 23. Ostfriesisches UB II, Nr. 1696. Zu den Landesgemeinden: Behre/Lengen, Ostfriesland, S. 115 ff. Zum Harlingerland: Salomon, Geschichte, zu Middels: S. 16 f.; zum Auricherland: Moßig, Auricherland, S. 67 ff. (zu Middels: S. 76).
  4. König, Verwaltungsgeschichte Ostfrieslands, S. 158 ff.
  5. LkAH, L 5i, Nr. 264 (Visitation 1961).
  6. Schmid, S. 11.
  7. Haiduck, Architektur, S. 12; Ahrens, Holzkirchen, S. 516. Ausführlich: Haiduck, S. 15 ff.
  8. Noah, S. 15; Reershemius, Predigerdenkmal, S. 126.
  9. Zur Reformation in Ostfriesland vgl. knapp Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 312 ff.; ausführlich: Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 114 ff.
  10. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 321. Die ostfriesischen Landesherren führten die KO von 1631 jedoch nie verbindlich für alle Gemeinden ein.
  11. Middels, Bd. 1, S. 145 ff.
  12. LkAH, S 1 H III, Nr. 1011, Bl. 33. Allgemein zum Fragebogen: Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  13. LkAH, L 5i, Nr. 39 (Visitationen 1941 und 1949).
  14. LkAH, L 5i, Nr. 39 (Visitation 1949).
  15. LkAH, L 5i, Nr. 39 (Visitation 1949).
  16. LkAH, L 5i, Nr. 264 (Visitation 1969).
  17. LkAH, L 5i, Nr. 264 (Visitation 1980).
  18. Middels, Bd. 1, S. 147; LkAH, L 5i, Nr. 613 (Visitation 1991). Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  19. Hodenberg, Stader Copiar, S. 52.
  20. Smid, Ostfriesische Kirchengeschichte, S. 299.
  21. Zur baugeschichtlichen Einordnung: Haiduck, S. 30 ff. Die Kirche liegt in der Einflugschneise des Militärflughafens Wittmundhafen.
  22. Haiduck, S. 15 ff.; Ahrens, Holzkirchen, S. 516 f.
  23. Haiduck, S. 36: „Eine über der von Bau II liegenden Estrichschicht könnte eine Erneuerung des Fußbodens gewesen sein, oder zu einer weiteren Holzkirche gehört haben.“
  24. Haiduck, S. 34.
  25. Noah, S. 10.
  26. Noah, S. 8.
  27. Noah, S. 13.
  28. Haiduck, S. 35.
  29. Zit. in: Kaufmann, Orgeln Ostfrieslands, S. 173.
  30. Rauchheld, Glockenkunde, S. 120. Abbildungen: https://www.bildindex.de/document/obj20461897&lt.
  31. Rauchheld, Glockenkunde, S. 55 f.
  32. LkAH, A 8, Nr. 285, Bl. 4.
  33. In KABl. 1944, S. 53, irrtümlich „Heinrich“.