Sprengel Osnabrück, KK Syke-Hoya | Patrozinium: Heiligkreuz (St. Crucis; ursprünglich Nikolaus und Maternian)1 | KO: Lüneburger KO von 1643

Orts- und Kirchengeschichte

Als Personenname ist Hoyerhagen möglicherweise erstmals mit Wernerus de indagine im Jahr 1219 belegt.2 Eindeutiger ist ein etwas jüngerer Nachweis: In einer auf etwa 1250 datierten Urkunde, in der all jene Orte aufgezählt sind, die zum Unterhalt der Bremer Weserbrücke beitragen mussten, ist von späterer Hand ergänzt: indago comitis Hoye (Wald der Grafen von Hoya).3 Um 1368 ist die heute gebräuchliche Form Hoyerhagen nachgewiesen.4 Die Streusiedlung ist eine Rodungssiedlung, die die Gf. von Hoya im 13. Jh. im sogenannten Mallen anlegen ließen.5 Treibende Kraft war möglicherweise Gf. Wedekind von Hoya, 1252 als Propst des Stifts Bücken belegt und seit 1253 Bf. von Minden. Um Siedler für die neue Ortschaft zu gewinnen, verliehen die Grafen ihnen das sogenannte Hägerrecht (u. a. eigenes Hagengericht für geringfügige Vergehen, keine Leibeigenschaft, freies Erbrecht).6 Hoyerhagen zählte zum Amt Hoya der gleichnamigen Grafschaft. Nachdem die Grafen von Hoya 1582 in männlicher Linie ausgestorben waren, fiel die Gft. Hoya an die welfischen Hzg. zu Braunschweig-Lüneburg (überwiegend Fsm. Calenberg).7 In französischer Zeit gehörte Hoyerhagen 1810 kurzzeitig zum Kgr. Westphalen und zählte dann bis 1813 zum Kanton Hoya im Arrondissement Nienburg des Departements Wesermündung im Kaiserreich Frankreich. Danach gehörte Hoyerhagen – nun im Kgr. Hannover – wieder zum Amt Hoya, für die Jahre 1852 bis 1859 zum kurzlebigen Amt Martfeld. Seit der Annexion des Kgr. Hannover im Jahr 1866 zählte Hoyerhagen zum Kgr. Preußen. Mit Einführung der Kreisverfassung kam der Ort 1885 zum Lkr. Hoya (1932 Lkr. Grafschaft Hoya, 1977 Lkr. Nienburg/Weser). 1974 Samtgemeinde Hoya (1979: Samtgemeinde Grafschaft Hoya). Hoyerhagen besitzt einen Bahnhof an der im Jahr 1900 eröffneten Bahnstrecke Hoya–Syke. Zur Sozialstruktur der Gemeinde schrieb der Ortspastor 1936: „Die Gemeinde gehört durchweg dem Bauernstand an. 15 Hausväter sind Arbeiter.“8 Und auch 1988 heißt es, die Gemeinde sei „bäuerliche geprägt“.9 Im Jahre 1821 lebten etwa 630 Menschen in Hoyerhagen, 1905 gut 750, 1950 etwa 1.325 und 2019 um 980.

Kirche, Ansicht von Nordwesten, 1949

Kirche, Ansicht von Nordwesten, 1949

Hoyerhagen lag zwischen den Kirchspielen Wechold und Bücken, die kirchliche Zuständigkeit für die neue Siedlung erhielt das Stift Bücken.10 Das Gründungsjahr der eigenständigen Parochie ist nicht bekannt; eine Kapelle oder Kirche ist schriftlich erstmals Mitte des 14. Jh. belegt: In der Liste der Häger sind Dyderik tor Kerken und Gercke by der kerken genannt.11 Eine Pfarrkirche lässt sich 1444 belegen: Johann Provest, vormals Pfarrer der parochiali ecclesia sanctorum Nicolai et Materniani in Hagherhagen, hatte sein Pfarrpfründe mit Albert Wulferdi getauscht, bislang Pfarrer an der Michaeliskirche außerhalb der Mauern Bremens (ecclesie sancti Michaelis extra muros Bremenses).12 Weitere Nachrichten über die vorref. Kirchengeschichte Hoyerhagens sind nicht zeitgenössisch überliefert, sondern finden sich erst in den Aufzeichnungen von P. Justus Michael Meyer (amt. 1680–1708), der einen Bericht De Fundatio Templi Hoyerhagensis verfasste (Über die Gründung der Kirche in Hoyerhagen). Dort findet sich die Legende, Mönche aus Bücken und Wechold hätten die Kirche in Hoyerhagen erbaut – und zwar an jenem Ort, an dem wiederholt morgens das Holzkreuz gestanden hätte, das sie am Tag zuvor andernorts aufgestellt hatten. Überdies nennt P. Meyer mit P. Johann Baumgarten einen weiteren vorref. Priester der Gemeinde; sein Name stand auf einem Fenster hinter dem Altar, das er der Kirche wohl gestiftet hatte. Sein Nachfolger, P. Cord Schröder (amt. etwa 1506 bis nach 1544), war gleichzeitig letzter kath. und erster ev. Prediger der Gemeinde.
In der zweiten Hälfte der 1520er Jahre führte Gf. Jobst II. von Hoya die Reformation in seinem Herrschaftsgebiet ein: Um 1527 holte er den Lutherschüler Adrian Buxschott an seinen Hof, der später Pastor in Hoya und erster Sup. der Gft. wurde sowie um 1533 vermutlich an der ersten Hoyaer KO mitarbeitete (Cristlike ordeninghe, yn der karken unser hersschup gestellt).13 Wohl nach 1527 wechselte P. Schröder zusammen mit seiner Gemeinde zur luth. Lehre, heiratete die Köchin seines Vorgängers Baumgarten und wurde damit auch Stiefvater von dessen Sohn Franz.14
Während der Amtszeit von P. Ulrich Gebhard (amt. 1577–1624) erhielt die Kirche in Hoyerhagen ein neues Altarretabel, einen Flügelaltar mit Abendmahlsbild und mehreren kleinen Szenen des Alten und Neuen Testaments.15 P. Heinrich Blumenberg (amt. 1660–1680) beschrieb die Einkünfte der Pfarre in Hoyerhagen als „bekanntermaßen gar schlecht“.16 Seit der ersten Hälfte des 18. Jh. befand sich in Hoyerhagen der Zentralfriedhof der jüd. Bevölkerung der Region (zwischen den Straßen Vorberg und Auf dem Sande). Um 1880/81 ließ die Gemeinde Hoyerhagen ihre Kirche nach Plänen von Konsistorialbaumeister Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) instandsetzen und neugotisch verändern.

Kirche, Blick zum Altar, 1949

Kirche, Blick zum Altar, 1949

Während der NS-Zeit war P. Hinrikus Janssen (amt. 1930–1953) Pfarrer in Hoyerhagen. Er begann mit „Bibelstunden, Missionsfesten, Kindergottesdienst, Frauenhilfe, Gemeindeabenden und Ausflügen zu persönlicher Kenntnis von Äußerer und Innerer Mission“, notierte der Sup des KK Hoya im Bericht über die Visitation 1936; die männliche Jugendarbeit hingegen war schnell wieder eingegangen.17 P. Janssen war Mitglied und Vertrauensmann der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft, wie er im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ angab.18 Über den 1933 neu gewählten KV schrieb er, zwei Mitglieder hätten der NSDAP angehört, zwei nicht, aber alle vier hätten kirchenpolitischen aufseiten der Bekenntnisgemeinschaft gestanden. Die beiden NSDAP-Mitglieder schieden bis Februar 1938 aus dem KV aus. Während seines Kriegsdienstes (September 1943 bis Juli 1945) hielt P. Janssens Ehefrau „sämtliche Lesegottesdienste, spielte die Orgel bei allen Abendmahlsgottesdiensten und vertrat den Pastoren während seiner Abwesenheit in der Seelsorge.“19
Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und in der Nachkriegszeit stieg aufgrund des Zuzugs von Geflüchteten die Zahl der Katholiken im Kirchspiel (1952: 140, 1957: 115). Die ev. Gemeinde stellte ihre Kirche für kath. Gottesdienste zur Verfügung, die etwa bis Ende der 1950er Jahre jeweils mittwochs gefeiert wurden.20 Im Jahr 1947 gründete die KG Hoyerhagen eine Gemeindeschwesternstation und stellte eine Diakonisse aus dem Mutterhaus Alt-Vandsburg an.21 In den Visitationsberichten des 20. Jh. fällt zeigten sich die Sup. des KK Hoya regelmäßig erfreut über die Verhältnisse in der KG. Zusammenfassend und auf der Grundlage der älteren Visitationsberichte heißt es 1980: „Hoyerhagen gehörte schon immer und gehört auch noch heute zu den weit überdurchschnittlich ‚kirchlichen‘ Gemeinden.“22 Dies führte der Sup. in erster Linie auf eine „kleine Erweckungsbewegung, die im letzten Jahrhundert die Marschdörfer des Kirchenkreises erfaßt hatte“ zurück; darüber hinaus auch auf die beiden langjährigen Seelsorger der Gemeinde, den erwähnten P. Janssen und P. Gerhard Weymeyer (amt. 1954–1978), die der KG Hoyerhagen „fast patriarchalisch“ vorgestanden hätten.
Im Rahmen der seit 1949 entstandenen Partnerschaft zwischen den Landeskirchen Hannovers und Sachsens baute die KG Hoyerhagen Kontakte zur sächsischen Kirchgemeinde Grünhainichen im Erzgebirge auf (heute Kirchenbezirk Marienberg).23 In den 1990er Jahren kam eine Partnerschaft mit der Gemeinde Lucas de Rio Verde in Brasilien (Kirchendistrikt Mato Grosso) hinzu.
Seit Oktober 1999 ist die KG Hoyerhagen pfarramtlich mit der KG Hoya verbunden und die Pfarrstelle der Gemeinde wurde dritte Pfarrstelle des gemeinsamen Pfarramtes.24

Umfang

Hoyerhagen, Meemsen, Vorberg. Seit 1693 auch Ortsteil Mallen (vorher KG Vilsen).25

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Bücken der Diözese Bremen (Archidiakon war der Bückener Stiftspropst).26 – Nach der Ref. Suptur. der Gft. Hoya. In den 1580er Jahren zur Insp. Nienburg. 1747 zur neuen Insp. Hoya (1924: KK). Zum 1. Januar 2001 fusionierte der KK Hoya mit dem KK Syke zum neuen KK Syke-Hoya.27

Patronat

Der Landesherr (bis 1871).

Kirchenbau
Kirche, Blick zum Altar, 1952

Kirche, Blick zum Altar, 1952

Rechteckiger, dreijochiger Backsteinbau, eingezogener, zweijochiger Chor (und Sakristei) mit dreiseitigem Abschluss, Vorbau mit Hauptportal nach Süden (Brauthaus), im Kern mittelalterlich, Chor wohl ältestes Bauteil, Kirche restauriert und neugotisch verändert vor 1881 (Entwurf: Conrad Wilhelm Hase, Hannover). Satteldächer, über dem Chor nach Osten abgewalmt; Strebepfeiler an Schiff und Chor; breite, spitzbogige Fenster mit Backsteinmaßwerk; Brauthaus mit spitzbogigem Portal, darüber Backsteinfries, Giebeldreieck mit gestuften Blendnischen. Im Innern trapezförmige, holzverschalte Decke im Schiff, Kreuzrippengewölbe im Chor; gestufter, spitzbogiger Triumphbogen zwischen Chor und Schiff, gerade Ostwand mit flachbogiger Tür zur Sakristei; tiefe Westempore. 1645 Kirche renoviert („gebetert“).28 Vor 1881 saniert und verändert (u. a. Chor um östliche Sakristei erweitert, Brauthaus errichtet, große Fenster gebrochen). 1966/67 Dach- und Innenrenovierung. 1990/91 Außenrenovierung. 1997 Innenrenovierung (Eigenleistung).

Turm

Gedrungener Westturm, verschieferter Turmhelm mit rechteckigem Ansatz und achteckig ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kugel und Hahn. Außenmauerwerk aus Backsteinen, tragendes Eichenfachwerk; je zwei flachbogige Schallfenster nach Norden und Westen, nach Süden Uhrziffernblatt, kleines Rundbogenfenster und flachbogiges Schallfenster; flachbogiger Eingang nach Süden. Wegen Rissen im Außenmauerwerk und verfaultem Fachwerk Turm 1989 weitegehend neu errichtet (neues Außenmauerwerk, neues Eichenfachwerk, geböschte Stützpfeiler an den Westecken bei Wiederaufbau weggelassen).

Ausstattung

Schlichter Altar, gemauerter Stipes und Sandsteinmensa. – Reich verzierte, hölzerne Renaissancekanzel (dat. 1681, Dehio: um 1600).29 – Achtseitige Sandsteintaufe. – Ehemalige Ausstattung: Flügelaltar mit mehreren Gemälden, im Mittelfeld Abendmahlsdarstellung, daneben und auf den Innenseiten der Flügel biblische Szenen (Schöpfung; Sündenfall; Opferung Isaaks; Mariä Verkündigung; Geburt, Beschneidung, Taufe, Verklärung, Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt Christi; jüngstes Gericht), auf den Außenseiten der Flügel Kampf Davids und Goliaths; Inschriften: „Dein Wort ist meiner Füße eine Leuchte, und ein Licht auf meinem Wege“, „Wer sich zu dem Tische will machen, der habe wohl Acht auf seine Sachen“ und „Wer unwürdig hingeht, für das Leben er den Tod empfäht“30; auf der Rückseite Inschrift (überliefert in Abschrift um 1760): „Im iahre nach der gnadenreichen Geburdt unseres Heilandes Jhesu Christi 1597 am tage der Himmelfarth Christi ist Gotte zu ehr uf Zulage der Hoyerhager dieser Tafel geferdiget durch Adrian Maler. Do Er Ulrich Gebhardi Pastor. Dirch Precht und Johan Truwe Juraten dieser Kirchen wharen“; Altar 1878 noch vorhanden.31 – Taufengel, 1878 bereits abgenommen.32

Kirche, Blick zur Orgel

Kirche, Blick zur Orgel

Orgel

Orgelneubau 1856, ausgeführt von Ph. Furtwängler & Sohn (Elze), 17 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen (Opus 40).33 Prospektpfeifen wohl im ersten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, 1930 neue Prospektpfeifen. Zustand 1926: 16 II/P. 1953 Reparatur und Änderung der Disposition, ausgeführt von Alfred Führer (Wilhelmshaven), 17 II/P, mechanische Traktur, Schleifladen. 1985 Instandsetzung, ausgeführt von Firma Gebrüder Hillebrand (Altwarmbüchen). Denkmalorgel (seit 1980).34

Geläut

Zwei LG, I: aʼ (Bronze, Gj. 1836, I. H. Dreyer, Linden bei Hannover), Inschriften: „Zur Ehre Gottes und zur Erweckung dieser Gemeinde Hoӱerhagen 1836. Sievers Superintendent, Stegemann Amtmann, Günther Pastor, Niebuhr und Bockhop Kirchenjuraten. Gegossen von I. H. Dreӱer in Linden bei Hannover“; II: cʼʼ (Bronze, Gj. 1989, Firma Carl Metz, Karlsruhe), Inschriften: „St. Crucis-Kirche zu Hoyerhagen Anno Domini 1989“ und „Ich rufe zur Freude, ich verkünde das Leid, ich weise durch beides zur Seligkeit“. – Früherer Bestand: 1627 Glocken geraubt.35 In den 1690er Jahren nur eine kleine Glocke vorhanden.36 Eine LG (Bronze, Gj. 1936), Inschrift u. a.: „Hoyerhagen 1936“, von Gemeindegliedern gestiftet, 1942 zu Rüstungszwecken abgegeben.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus (Bj. 1963). – Gemeindehaus (Bj. um 1800, 1989 umgebaut). – Altes Backhaus beim Pfarrhaus.

Friedhof

Kirchlicher Friedhof bei der Kirche, einige Grabsteine des 17. Jh.

Liste der Pastoren (bis 1940)

1526–15.. Johann Bomgard. – 15..–1577 Conrad Schröder. – 1577–1624 Ulricus Gebhard. – 1624–1628 Ulricus Gebhard. – 1628– 1648 Johann Höpke (Hapke). – 1648–1660 Mauritius Herstel. – 1660–1680 Henricus Blumenberg (Blumenlage ?). – 1680–1708 Justus Michael Meyer. – 1708–1716 Johann Lechel. – 1716–1740 Johann Adam Brunotte. – 1741–1756 Christian Friedrich Bierdemann. – 1756–1764 Mauritius Hoysenius. – 1764–1807 Georg Friedrich Movius. – 1807–1808 Johann Christoph Friedrich Schrader. – 1808–1839 Friedrich August Günther. – 1839–1845 Georg Friedrich August Günther. – 1845–1871 Johann Friedrich Hesse. – 1872–1881 Gerhard Friedrich Borchers. – 1881–1914 Hermann Heinrich Friedrich Franz Bonatz. – 1914–1928 Friedrich Konrad Wolters. – 1930–1953 Hinricus Knottnerus Friedrich Janssen.
Angaben nach: Meyer, Pastoren I, S. 446–447 (mit Ergänzungen)

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 5989–6003 (Pfarroffizialsachen); A 6 Nr. 4004–4013 (Pfarrbestellungsakten); A 9 Nr. 957–963, 1148–1151 (Visitationen); D 7 (EphA Hoya); L 5a Nr. 210–212, 1291, 1427 (LSuptur. Calenberg-Hoya mit Verden-Hoya und Celle); S 9 rep Nr. 1483 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 8089 (Findbuch PfA).

Literatur

A: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 763; Dienwiebel, Ortsverzeichnis Hoya/Diepholz I, S. 313–314; Gade, Hoya und Diepholz I, S. 487–490; Harries, Pastoren, S. 129–140; Meyer, Pastoren I, S. 546–547; Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 167; Rödiger, Kirchen Hoyaer Land, S. 55–59.
B: Hartmut Bösche: Hoyerhagen in der Grafenzeit, in: Meyer & Meyer, S. 601–614; Hartmut Bösche: Frühe Geschichte der Kirchengemeinde Hoyerhagen, in: Meyer & Meyer, S. 615–624; Wiltraut Meyer & Johann Meyer: Hoyerhagen. Höfe, Häuser, Familien (Familienkunde und Geschichte in der Region Mittelweser 3), Hoyerhagen 2016.

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Bremisches UB VII, Nr. 208; Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 42; das Heiligkreuz-patrozinium geht auf die im späten 17. Jh. niedergeschriebene Gründungslegende der Kirche Hoyerhagen zurück, vgl. Bösche, Frühe Geschichte, S. 617.
  2. Hoyer UB I, Nr. 5.
  3. Bremisches UB I, Nr. 247, sogenannte Weserbrückenurkunde.
  4. Hoyer UB I, Heft V, S. 4.
  5. Zur Gründung Hoyerhagens vgl. Bösche, Hoyerhagen, S. 603 ff., der die Übertragung des Zehnten für paludis deserte que dicitur malne (den verlassenen Sumpf, der Mallen genannt wird) an die Gf. von Hoya als „Gründungsdokument des Hoyer Hagens“ ansieht (Hoyer UB I, Nr. 7).
  6. Vgl. dazu: Bösche, Hoyerhagen, S. 607 f.
  7. Detailliert: Gade, Hoya und Diepholz I, S. 114 ff.
  8. LkAH, L 5a Nr. 210 (Visitation 1936).
  9. LkAH, L 5a Nr. 212 (Visitation 1988).
  10. Zum Folgenden: Bösche, Frühe Geschichte, S. 617 ff.
  11. Bösche, Hoyerhagen, S. 611 f.
  12. Bremisches UB VII, Nr. 208; Bösche, Frühe Geschichte, S. 618.
  13. Vgl. zur Reformation in der Gft. Hoya zuletzt Bösche, Holste, bes. S. 75 ff., zur KO S. 115 f. Vgl. zudem Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,2, S. 1122 ff. Zeitgenössische Quellen zur Reformation in der Gft. Hoya fehlen weitgehend; Die Kenntnisse stammen überwiegend aus historischen Arbeiten der zweiten Hälfte des 18. Jh., die „urkundlich und archivalisch nicht mehr belegt werden“ können (ebd., S. 1122). Neben Buxschott waren die Reformatoren Johann Tiemann und Nikolaus Krage in der Gft. Hoya aktiv (letzterer besonders in den Ämtern Stolzenau und Steyerberg).
  14. Bösche, Frühe Geschichte, S. 618 f.
  15. Bösche, Frühe Geschichte, S. 621.
  16. Bösche, Frühe Geschichte, S. 623.
  17. LkAH, L 5a Nr. 210 (Visitation 1936).
  18. LkAH, S 1 H III Nr. 711, Bl. 23. Allgemein zum Fragebogen: Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  19. LkAH, S 1 H III Nr. 711, Bl. 23r.
  20. LkAH, S 1 H III Nr. 711, Bl. 24; L 5a Nr. 210 (Visitationen 1952 und 1957).
  21. LkAH, L 5a Nr. 210 (Visitation 1957).
  22. Dies und die folgenden Zitate: LkAH, L 5a Nr. 211 (Visitation 1980), Hervorhebung im Original.
  23. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  24. KABl. 1999, S. 200
  25. Bösche, Hoyerhagen, S. 604.
  26. Hodenberg, Diöcese Bremen I, S. 246.
  27. KABl. 2000, S. 139 f.
  28. Bösche, Frühe Geschichte, S. 623.
  29. Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 763.
  30. Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 167.
  31. Zit. bei Bösche, Frühe Geschichte, S. 621; vgl. auch Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 167.
  32. Mithoff, Kunstdenkmale V, S. 167.
  33. Pape/Schloetmann, S. 84; vgl. auch LKA, G 9 B/Hoyerhagen Bd. I, Bl. 33 f.
  34. LKA, G 9 B/Hoyerhagen Bd. I, Bl. 35.
  35. Bösche, Frühe Geschichte, S. 622.
  36. Bösche, Frühe Geschichte, S. 624.