KapG der KG in Gehrden | Sprengel Hannover, KK Ronnenberg | Patrozinium: – | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte
Kapelle, Außenansicht, um 1960

Kapelle, Außenansicht, um 1960

Ortsteil der Stadt Gehrden (seit 1971), 1208 erstmals urkundlich erwähnt. Ditterke ist von alters her Teil der KG Gehrden. 1588 ist eine Schule nachgewiesen. Ein KapGb unbekannten Alters wurde im Dreißigjährigen Krieg zerstört. 1845 erhielt die Gemeinde ein neues Schulhaus. Der zur Kapelle gehörige Grundbesitz wurde nach ihrer Zerstörung zunächst der Kaplanei in Gehrden zugeordnet und im Zuge der Vermögensauseinandersetzung zwischen Kirche und Schule 1929 der KG Gehrden zugesprochen.
Auf eine Initiative des Bauern und Kirchenvorstehers Rascher hin ließen Kommune und Realgemeinde zwischen 1949 und 1953 auf dem erweiterten Friedhofsgelände eine FKap errichten (Architekt: Ditten, Gehrden), die nach ihrer Fertigstellung auch gottesdienstlichen Zwecken gewidmet wurde. Zur Verbesserung der kirchlichen Versorgung wurde mit dem 1. Juli 1954 eine KapG gebildet1, auf die auch die früheren Kapellenländereien übertragen wurden.

Kapellenbau
Orgel, nach 1973

Orgel, nach 1973

Einfacher Backsteinsaalbau (1949-53, 1972 erweitert).

Turm

Im Westen ein offener vierseitiger Dachreiter mit Pyramidenhelm.

Orgel

Die Gemeinde kaufte 1973 ein etwa zehn Jahre altes, gebrauchtes Orgelpositiv der Firma Klaus Becker (Kupfermühle bei Tremsbüttel), 4 I/-, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Eine LG in a’’ (Bronze, Gj. 1662). Die Glocke der Kapelle befand sich früher im Dachreiter des alten Schulgebäudes und war vermutlich das Relikt des älteren Kapellenbaus. Eigentum der politischen Gemeinde.

Friedhof

An der Kirchwehrener Straße, 1949/50 mit dem Bau der Kapelle vergrößert. In Eigentum und Trägerschaft der Stadt Gehrden.

Literatur

A: Hannig, Denkmaltopographie Lkr. Hannover, S.199 f.; Piper, Glocken und Orgeln, S. 32.


Fußnoten

  1. KABl. 1954, S. 91.