Sprengel Hannover, KK Ronnenberg | Patrozinium: Petrus | KO: Calenberger KO von 1569

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Orts- und Kirchengeschichte

Die Petrus-KG in Barsinghausen verdankt ihre Entstehung dem Bevölkerungszuwachs nach dem Zweiten Weltkrieg. Schon 1954 gab es erste Pläne zur Schaffung einer zweiten KG mit eigenem Gemeindezentrum in Barsinghausen. Sie scheiterten jedoch zunächst an der Finanzierung und am Fehlen eines geeigneten Bauplatzes. Erst 1963 konnte die Marien-KG ein Grundstück an der Straße Langenäcker für den Neubau eines Gemeindezentrums erwerben. Eigenes kirchliches Leben entfaltete sich seit Mitte der 1960er Jahre. Ab 1965 fanden regelmäßige GD in der Pausenhalle der Adolf-Grimme-Schule statt, ab 1969 auch Kinderstunden und Vorkonfirmandenunterricht. 1969 wurden die Pfarrbezirke neu abgegrenzt. Am 1. Januar 1971 wurde der Pfarrbezirk II als Petrus-KG verselbständigt.1 Erster Pfarrer wurde P. Karl-Hans Schnell, der seit 1965 für den Aufbau der Gemeinde verantwortlich zeichnete (bis 1977). Die Zahl der Gemeindeglieder (bei Gründung etwa 5.800) wuchs bald auf über 6.000 an, womit die Petrus-KG zur größten KG des KK Ronnenberg wurde.
Die Voraussetzung für den Bau des Gemeindezentrums war 1966 mit der Gründung des Kirchbau-Vereins Barsinghausen e. V. geschaffen worden. Der Gebäudekomplex mit Mehrzwecksaal für rund 200 Personen, Pfarrbüro und Nebenräume entstand 1970/71 (Architekt: Hans-Dietrich Wimmer, Barsinghausen; Einweihung 27. Juni 1971 durch Lbf. Lilje). Zwei Pfarrhäuser (1979, 1982) und ein Mitarbeiterwohnhaus (1977) folgten. 1977 wurde das Gemeindezentrum um einen freistehenden Glockenträger, ebenfalls nach Entwurf von Hans-Dietrich Wimmer, ergänzt. Schließlich wurde 1990 an der Hans-Böckler-Straße der Neubau der Petruskirche errichtet (Architekt: Horst Stanke). 2009 eröffnete die KG das erste Familienzentrum in kirchlicher Trägerschaft in der Region und 2010 (gemeinsam mit dem Verein für Gemeindediakonie) die Wohnanlage Petrushof für seelisch Behinderte.

Pfarrstellen

I: 1. Januar 1971. – II: 1. Januar 1972.2

Umfang

Das Wohngebiet nördlich der Bahnlinie Weetzen–Haste in Barsinghausen.

Aufsichtsbezirk

Seit Gründung zum KK Ronnenberg.

Kirchenbau

Asymmetrischer, außen mit weißen Kalksteinklinkern verblendeter Saalbau. Das schiefergedeckte Zeltdach soll den Bezug zur umliegenden ehemaligen Bergarbeitersiedlung herstellen.

Turm

Freistehender Glockenträger aus Stahl.

Ausstattung

Altar, Kanzel und Osterleuchter von Jens Boese (um 1990). – Vierbeiniger Metalltaufständer. – Kreuzskulptur des Künstlers Hannes Meinhard aus Barsinghausen (2011).

Orgel

Die Gemeinde erwarb kurz nach der Einweihung der Kirche eine gebrauchte Pfeifenorgel der Firma Klaus Becker (Kupfermühle), Bj. 1958, 4 I/aP, mechanische Traktur, Schleiflade. 2010 durch ein Elektronium der Firma Gloria ersetzt.

Geläut

Eine LG in c’’ (Bronze, Gj. 1977, Gebrüder Rincker, Sinn).

Literatur

A: Piper, Glocken und Orgeln. S. 30.
B: Werner Krause: Ein Beitrag zur Geschichte der Stadt Barsinghausen, Barsinghausen 1982.


Fußnoten

  1. KABl. 1971, S. 11.
  2. KABl. 1972, S. 6.