KapG der KG Uslar | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Leine-Solling | Patrozinium: – | KO: Calenberger KO von 1569

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Orts- und Kirchengeschichte

Ortsteil von Uslar (seit 1968), südlich der Kernstadt. Ersterwähnung 1318 als Allerdeshusen. Früher genannte Belege aus den Corveyer Traditionen und aus der Vita Meinwerci (marca Alierssun1) beziehen sich vermutlich auf Allersheim (Kr. Holzminden).2 Im 14./15. Jh. war Allershausen als welfisches Lehen im Besitz der von Winzingerode. Die Kapelle erscheint erstmals 1519 in einem Subsidienregister als Zubehör der Pfarre in Uslar. Im März 1757 wurde sie dem Amtsbereich der verbundenen Pfarre Bollensen/zweite Pfarrstelle (Kaplanei) Uslar zugewiesen. In Allershausen fanden Lese-GD durch den Küster sowie teilweise die Kasualien (Taufen, Trauungen) statt. Für die Haupt-GD verfügte die Gemeinde über eine Prieche in der Uslarer Kirche. Heute finden die GD einmal im Monat statt.

Kapellenbau

Kleiner verputzter Fachwerkbau (1771, inschriftliche Datierung über dem Türbalken), Westseite mit Schieferbehang. Laut Mithoff „ohne alles Interesse“.3 1948 renoviert.

Turm

Vierseitiger Dachreiter mit Pyramidenhelm über dem Westgiebel (1963 erneuert).

Geläut

Eine LG in g’’ (Bronze, Gj. 1904, J. J. Radler & Söhne, Hildesheim, Umguss aus einer gesprungenen Glocke von Johann Diederich Ziegener, Gj. 1771).

Friedhof

Am südlichen Ortsrand (Steimker Weg). Träger: Stadt Uslar. FKap (Bj. 1963).

Landeskirchliches Archiv Hannover

D 45 a (EphA Hardegsen-Uslar).

Literatur

A: Kämmerer/Lufen, Denkmaltopographie Lkr. Northeim, S. 335 f.
B: Gerhard Brodhage: Allershausen bei Uslar. Das Dorf zwischen Reitbahn, Eisenbahn und der Stadtgrenze, Holzminden [2003].


Fußnoten

  1. MGH SS rer. Germ. 59, Kap. 62.
  2. Casemir/Menzel/Ohainski, Ortsnamen Lkr. Northeim, S. 29.
  3. Mithoff, Kirchen und Kapellen Göttingen, S. 385.