Frühere Gemeinde | Sprengel Hildesheim-Göttingen, KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen | Patrozinium: Johannes der Täufer1 | KO: Calenberger KO von 1569

Orts- und Kirchengeschichte

Westlich des bereits im 10. Jh. erwähnten Dorfes Gutingi entstand etwa im 12. Jh. eine Marktsiedlung, die im 13. Jh. Stadtrechte erhielt (zur Geschichte Göttingens siehe Göttingen, St. Albani).2 Die Kirche St. Johannis im Zentrum der Stadt war die „Hauptkirche des Rates und der Göttinger Bürgerschaft“, das Patronat lag allerdings beim Landesherrn.3 Ein Gründungsjahr ist nicht überliefert. Während der neugotischen Umgestaltung des heutigen Kirchengebäudes in den Jahren 1896 und 1897 fanden sich im Untergrund angeblich Fundamente eines Vorgängerbaus, der sich stilistisch in das 11. oder die erste Hälfte des 12. Jh. einordnen ließe.4 Der Göttinger Chronist Franziscus Lubecus (1533–1595), von 1565 bis 1575 Pastor an St. Johannis, berichtet, der sächsische Hzg. und spätere Ks. Lothar III. († 1137) habe die St. Johanniskirche gestiftet, nachdem er 1115 Ks. Heinrich V. († 1125) besiegt hatte; der Bau sei 1119 begonnen worden.5 Belegen lässt sich diese Gründungserzählung nicht. In seinen Göttinger Annalen erwähnt Franziscus Lubecus überdies eine Inschriftentafel, die an eine Spende „zum gebew s. Johanniskirchen“ aus dem Jahr 1236 erinnerte und vermutet, die Kirche sei „umb duße jare und zuvorn“ erbaut worden.6 Von diesem vielleicht zweiten Vorgängerbaus haben sich Spuren in der heutigen Kirche erhalten: Ein im Dachwerk zweitverwendeter Balken ließ sich dendrochronologisch auf etwa 1222 datieren, das romanische Nordportal gehört stilistisch in die Zeit um 1245.7 Der Bau der bis heute erhaltenen gotischen Kirche St. Johannis begann vermutlich im ersten Jahrzehnt des 14. Jh., wobei der Unterbau des Turms, der Westriegel, zu diesem Zeitpunkt wohl bereits fertiggestellt war.8 Die Bauarbeiten begannen vermutlich am Chor, das Langhaus war 1348 fertig (Dendrodatierung des Dachwerks), das Glockenhaus wohl ebenfalls (Guss einer Glocke 1348), die Sakristei wurde 1360 gestiftet, die Türmerwohnung im Nordturm wurde 1400 bezogen.
Schriftlich sind Kirche und Pfarrer erstmals 1272 genannt: In der Zeugenliste einer Urkunde sind Bertoldus S. Albani, Ulricus S. Johannis, Henricus S. Nicolay plebani in Gotingen aufgeführt.9 In der ersten Hälfte des 14. Jh., als der gotische Neubau der Kirche errichtet wurde, ist Bertoldus, plebanus ecclesie sancti Iohannis in Gotingen mehrfach urkundlich belegt (1306, 1312, 1313, 1318, 1320, 1324, 1325, 1329).10 In seine Amtszeit fiel auch der Bau der Fronleichnamskapelle; da die neue Kapelle im Gebiet der Parochie der St.-Johannis-Kirche errichtet werden sollte, zahlte der Rat ihr 1319 eine Entschädigung.11 1320 präsentierte Hzg. Otto der Milde († 1344) den Kleriker Hermann Rode als ersten Priester der neuen Kapelle.12 Bei der jährlichen Fronleichnamsprozession, an der alle Göttinger Parochien gemeinsam teilnahmen, trug der Pfarrer von St. Johannis das Sakrament („die ehrenvollste Rolle bei der Prozession“); die Prozession begann und endete mit einem Gottesdienst in St. Johannis.13 Nahe der St. Johanniskirche befand sich die 1308 erstmals belegte Schule Göttingens; sie war vermutlich kirchlichen Ursprungs.14
Im Jahr 1329 sind zwei Laien als Amtsträger an der Johanniskirche urkundlich belegt: Theodericus de Lyppia et Joh. Kopman. Sie waren Verwalter der Bauhütte (ecclesiae s. Johannis in fabrica provisores).15 In der ersten Hälfte des 14. Jh. ist zudem Johannes de Wintzingerode als Pfarrer erwähnt (1339).16 Spätestens ab 1356 hatte Henricus das Pfarramt St. Johannis inne (erwähnt 1356, 1360, 1363, 1366, 1369, 1373); als er sein Amt 1373 niederlegte, präsentierte Hzg. Otto der Quade († 1394) nobilem dominum Bernhardum, dominum in Plesse als Nachfolger (den adligen Herrn Bernhard, Herr in Plesse).17 1377 ist ein Pfarrer Johan genannt.18
In der St.-Johannis-Kirche lassen sich in vorref. Zeit mehrere Nebenaltäre belegen: St. Eustachius (1325)19, St. Michaelis (1351 de novo erectum, also von neuem errichtet)20, St. Nikolaus uns St. Elisabeth (1363)21, St. Barbara (1377)22, St. Antonius (1400, 1489)23, Heilige Drei Könige (1414)24 und St. Maria (1488)25. Den Dreikönigsaltar hatte Pfarrer Cord Schwanenflügel im Jahr 1414 zusammen mit seinem Bruder Hans gestiftet.26 Nachdem P. Schwanenflügel 1426 gestorben war, präsentierte Hzg. Otto Cocles († 1463) Iohannes de Scheden als neuen rectore parochialis ecclesie sancti Iohannis in Gottingen.27 Er hatte das Pfarramt mindestens bis 1440 inne.28 Anfang Februar 1447 ist Johannes Sluuen urkundlich als plebano ecclesie sancti Iohannis in Gottingen genannt.29 1483 war Dr. decr. Conrad Grundemann Pfarrer an St. Johannis, nach seinem Tod erhielt Johann Hovet die Pfarrpfründe, der 1488 als „parner der kerken to sunte Johannes bynnen Gottingen“ nachgewiesen ist.30 Als Älterleute sind 1491 Hans Helmolt und Hans Kulegatze erwähnt.31 Pfarrer Hovet war von 1494 bis 1501 und erneut von 1507 bis zu seinem Tod 1514 Kanzler des Hzg. Erich I. zu Braunschweig-Lüneburg († 1540). Während seiner Amtszeit fanden in St. Johannis 1491 und 1512 die Huldigungsmessen statt, die zum Zeremoniell gehörten, wenn die Stadt Göttingen ihrem Landesherrn huldigte (1491: Hzg. Wilhelm II., 1512: Hzg. Erich I.).32 Hovets Rechnungsbücher aus dem späten 15. und dem frühen 16. Jh. gewähren Einblicke in seine Finanzen als Göttinger Pfarrer.33 Zur Versehung des eigentlichen Pfarrdienstes in Göttingen hatte Hovet zwei Kapläne angestellt; 1510/11 waren dies Bertold Medeborch und Johann Fermessen. Seine Finanzen verwaltete seit 1506 der Priester Wilhelm Winterberg.34 Nach Hovets Tod übernahm Heinrich Mecke († 1534/35) das Pfarramt an St. Johannis; während seiner Amtszeit brannte 1519 das Pfarrhaus ab.35 Im Jahr 1518 wurden noch Ablässe in der Johanniskirche verkauft.36 Als letzten altgläubige Pfarrinhaber von St. Johannis belehnte Hzg. Ernst I. († 1540) einen Hans Herzog (1537, 1542), wohl „ein uneheliches Mitglied seines Hauses“.37 Den Pfarrdienst versahen bereits seit 1530/31 luth. Prediger.
Anzeichen der luth. Lehre lassen sich in Göttingen seit der ersten Hälfte der 1520er Jahre nachweisen.38 Im Herbst 1529 kam der luth. Prediger und ehemalige Dominikaner Friedrich Hüventhal aus Rostock nach Göttingen. In der Stadt formierte sich eine luth. Opposition, die in Verhandlungen mit dem Rat einen ersten öffentlichen luth. Gottesdienst durchsetzte, den Hüventhal am 24. Oktober in der Kirche der Dominikaner hielt (Paulinerkirche). Mit dem Wechsel der Konfession gingen in Göttingen auch politische Neuerungen im Verhältnis von Rat, Gilden und Bürgerschaft einher (Rezess vom 18. November).39 Die Einigung zwischen Opposition und Rat bedeutete eine „ruhigere Gangart“ der Reformation: Den Prediger Hüventhal wies der Rat wegen seiner radikalen Tendenzen aus und bat wohl etwa gleichzeitig die Stadt Braunschweig um die Entsendung des Predigers Heinrich Winkel, da dieser „alse wy horen, nicht to uproere und vornichtunge der klostere edder ceremonien, sunder dat gemeyne in syner predigunge myt deme reynen waren godes worde to irlangunge der salicheyd to underwisende geneget syn schall“ (wie wir hören nicht zu Aufruhr und Vernichtung der Klöster oder Zeremonien neige, sondern die Gemeinde in seinen Predigten mit dem reinen, wahren Worte Gottes zur Erlangung der Seligkeit unterweise).40 Anfang Dezember 1529 verbot der Rat Gottesdienste in den Göttinger Pfarrkirchen, solange noch keine luth. Prediger eingesetzt waren; Gottesdienste fanden nun für einige Wochen lediglich in den beiden Kirchen der Dominikaner und der Franziskaner statt. Schon im März 1530 trat die Christlike ordeninge der stadt Gottinge in Kraft. Ende Mai 1531 schloss sich die Stadt dem Schmalkaldischen Bund an. 1533 erreichte Göttingen eine Einigung mit dem weiterhin altgläubigen Landesherrn Hzg. Erich I. († 1540) und im gleichen Jahr verließen die letzten Mönche die Stadt.
1535 richtete Göttingen eine Superintendentur ein und berief Magister Johann Sutel, Pfarrer an St. Nicolai, zum ersten Stadtsuperintendenten. Landesherrliche Visitationen der städtischen Kirchen lehnte der Rat ab. Allerdings musste er 1542 das landesherrliche Patronat über die städtischen Pfarrkirchen anerkennen. 1585 trat die Calenberger KO an die Seite der städtischen Kirchenordnung und ab 1610 war das Amt des Stadtsuperintendenten mit dem des Generalsuperintendenten des Fsm. Göttingen verbunden. Der Rezess von 1665 schränkte die Befugnisse des Rates weiter ein und bedeutete die „Eingliederung des Göttinger Kirchenwesens in die Territorialkirche des Fürstentums Calenberg-Göttingen“.41
Die ersten luth. Prediger an St. Johannis waren P. Liborius von Corbach (amt. 1531) und P. Jacob Grobecker (amt. 1531–1537) auf der ersten Pfarrstelle sowie P. Jacob Cordewage (amt. 1530) und P. 1536 Johann Wiegand (amt. 1536) auf der zweiten.42 1537 übernahm Stadtsuperintendent Johann Sutel (amt. 1537–1542) die erste Pfarrstelle; er weilte seit 1530 als Prediger in Göttingen. Pfarrpfründe und Pfarrhaus waren, wie auch an den übrigen Göttinger Kirchen, noch in der Hand der altgläubigen Amtsinhaber. Der Rat musste selbst für Unterhalt und Wohnung der neuen Prediger sorgen.43 Erst Hzgn. Elisabeth († 1558) setzte 1542 die altgläubigen Pfarrer ab; gleichzeitig berief sie P. Justus Isermann (amt. 1542) zum ersten regulären luth. Pfarrer an St. Johannis.44 Ihm folgte zwei Jahre später P. Joachim Mörlin (amt. 1544–1550).45 Er ließ in der St. Johanniskirche „nach der arth und weise der kirchen zu Wittenberg das alte gegater fur dem Chor“ entfernen (Chorschranken, Lettner) und „die altar, so noch in s. Johanniskirchen stunden, alle zu grunde wegnehmen, auch den fruemessenaltar fur dem Chore“. An ihrer Stelle ließ er „eine seulen fein kunstreich im choro setzen“, gefertigt von seinem „gefaddern, einen kunstreichen schreiner von Arnstat“.46 P. Mörlin war gleichzeitig Stadtsuperintendent und unterrichtete an der Lateinschule. Von P. Sutel und P. Mörlin sind einige Predigten erhalten; beide predigten hochdeutsch, während ihre Gemeinde vermutlich noch überwiegend niederdeutsch sprach.47
Nach 1589 kam es zwischen der Stadt Göttingen einerseits sowie Herzog und Konsistorium andererseits zu Auseinandersetzungen um die Besetzung der ersten Pfarrstelle von St. Johannis. Zwar konnte die Stadt mit P. Theodosius Fabricius (amt. 1590–1597) ihren Kandidaten durchsetzen, aber das landesherrliche Patronatsrecht erfuhr letztlich keine Einschränkung. Ab 1610 war die erste Pfarrstelle an St. Johannis zudem nicht mehr allein mit dem Amt des Stadtsuperintendenten verbunden, sondern auch mit dem Amt des Generalsuperintendenten des Fsm. Göttingen (jeweils mit einigen Unterbrechungen).48 Die Inhaber dieser ersten Pfarrstelle an der Rats- und Marktkirche St. Johannis sind hier also eher in einem landesherrlichen Kontext zu sehen als in einem städtischen.49 Sie unterrichteten zudem am Göttinger Pädagogium, das 1586 aus der Lateinschule bei St. Johannis hervorgegangen war.50
Seit Gründung der Universität Göttingen 1737 bestanden verschiedene personelle Verbindungen zur Kirche St. Johannis: P. und Stadtsup. Georg Heinrich Riebow (amt. 1736–1759) etwa unterrichtete an der philosophischen und an der theologischen Fakultät, P. und Stadtsup. Paul Jacob Förtsch (amt. 1764–1773, seit 1767 auch GSup.) war gleichzeitig ordentlicher Professor für Theologie.51 Die Einrichtung der Universität leitete auch das Ende des 1381 gestifteten Hospitals St. Crucis ein.52 Auf dem Grundstück des Hospitals bestand seit 1752 eine universitäre Entbindungsanstalt und 1785 wurden die Hospitalgebäude einschließlich der Kirche abgebrochen; die Universität errichtete eine neue Entbindungsanstalt, ein neues Hospital (Armen- oder Altenheim) entstand ebenfalls. Bereits 1773 hatte das Konsistorium die Pfarrstelle des alten Hospitals St. Crucis aufgehoben und ihre Einkünfte sowie Dotierung der zweiten Pfarrstelle an St. Johannis zugelegt. Seit 1829 erhielt er auch die Einnahmen aus den kirchlichen Amtshandlungen in der Entbindungsanstalt (überwiegend Taufen) und ab 1896 in der daraus hervorgegangenen Universitätsfrauenklinik (bis 1941). Zudem betreute der zweite Pastor von St. Johannis auch das neue Hospital (bis 1951). Nach dem Reglement von 1831 besaß es neun Plätze, konfessionelle Bedingung für die Aufnahme in das Haus existierten nicht; spätestens seit 1831 bestand eine ev.-luth. Parochie St. Crucis also nicht mehr (formal 1980 festgestellt).53
In den Jahren 1791/92 erhielt die St.-Johannis-Kirche ein neues Aussehen: Das Chorgewölbe wurde abgebrochen, die Traufhöhe des Chors auf die des Langhauses abgesenkt, das Maßwerk der Fenster entfernt und überdies verschwand die mittelalterliche Ausstattung. Der Chor erhielt eine flache Decke und einen klassizistischen Kanzelaltar, in den Seitenschiffen entstanden zweistöckige Emporen und das Mittelschiff bekam einen nach Westen treppenförmig ansteigenden Fußboden: „Die Kirche wurde so eingerichtet, dass möglichst jeder Gottesdienstbesucher den Pfarrer sehen und hören konnte“, ein funktionaler protestantischer Kirchenbau nach den aufklärerischen Vorstellungen des 18. Jh.54
Im frühen 19. Jh. vergrößerte sich das Gebiet der St.-Johannis-Gemeinde um einige Häuser, die zur 1801/03 aufgehobenen Parochie St. Nicolai gehört hatten.55 P. Johann Philipp Trefurt (amt. 1805–1841, seit 1827 GSup.) gründete 1806 eine Universitätstöchterschule und leitete sie bis 1829 (bestand bis 1837).56 Sein Nachfolger, P. und GSup. Friedrich Gottfried Rettig (amt. 1842–1866), wurde 1843 der erste Präsident des Göttinger Zweigvereins der Gustav-Adolf-Stiftung, der sich im Vormärz zu einem „Sammelbecken der Demokraten“ entwickelte.57 1848 wählte die Göttinger Bürgerversammlung GSup. Rettig zum Vorsitzenden.58 Mit Blick auf die kirchliche Verfassung entwarf er 1849 ein Reformkonzept, das „die gesetzgebende Vollmacht in der Kirche den (noch zu bildenden) Synoden zuerkannte und den einzelnen Kirchenmitgliedern mehr Rechte als bisher zugestand“.59 Göttingen lässt sich vor 1866 als „Hochburg des kirchlichen Liberalismus“ charakterisieren.60
P. und Sup. Rudolf Rocholl (amt. 1867–1878) richtete 1875 einen Kindergottesdienst in der St. Johannisgemeinde ein und gründete einen wöchentlichen Jungfrauenkreis (zusammen mit den Diakonissen des 1866 gegründeten Stifts Bethlehem). Zudem lud er die „Gebildeten“ der Gemeinde zu Vorträgen ein. Mit diesen zielgruppenspezifischen Konzepten innerhalb einer Kirchengemeinde war P. Rocholl „Wegbereiter für neue Formen kirchlicher Arbeit“.61 Im Kontext der Auseinandersetzungen um die Einführung der Zivilehe im Jahr 1874 und der daraus folgenden Änderung in der kirchlichen Trauformel gab der „entschiedene Lutheraner“ Rocholl 1878 sein Pfarramt an der St.-Johannis-Kirche auf, trat aus der Landeskirche aus und schloss sich einer Freikirche an.62 Für seinen Nachfolger P. und Sup. Rudolf Steinmetz (amt. 1878–1882) standen Predigt und Hausbesuch im Zentrum kirchlicher Arbeit und die Arbeit in Gemeindegruppen fand keine Fortsetzung.
Nach Plänen des Hannoveraner Konsistorialbaumeister Conrad Wilhelm Hase erfuhr die St.-Johannis-Kirche 1896/97 eine neugotische Umgestaltung. Die gut ein Jahrhundert alte klassizistische Einrichtung verschwand, der Chor erhielt ein neues Gewölbe und die Fenster bekamen neues Maßwerk. Die Zahl der Gemeindeglieder der St.-Johannis-KG hatte 1875 bei rund 3.430 gelegen und stieg bis 1910 auf fast 6.610 an; im Vergleich zu den drei übrigen Göttinger Gemeinden war dies das geringste Wachstum – trotz der Neuziehung der Parochialgrenzen 1898.63 Seit 1910 erschien das „Göttinger Gemeindeblatt“ als gemeinsames Gemeindeblatt der vier Göttinger KG.
Im Jahr 1923 gründeten sie den „Ev.-luth. Gesamtverband Göttingen“, der u. a. die Kirchensteuern in der Stadt vereinheitlichte und an die Gemeinden verteilte, Angelegenheiten übernahm, die alle Stadtgemeinden betrafen und die einzelnen Gemeinden bei der Finanzierung größerer Vorhaben unterstützte (etwa neue Glocken, Kirchenrenovierungen, Zuschüsse zu Gemeindeschwesternstationen); ein erster Gründungsversuch war 1912 noch gescheitert.64 Gesamtverband und St.-Johannis-KG stellten mit Ludwig Doormann 1928 den ersten hauptamtlichen und überdies akademisch ausgebildeten Organisten im Gebiet der Landeskirche Hannovers an. Dies trug dazu bei, dass sich die Kirchenmusik als „eigenständiges kirchliches Arbeitsgebiet etablierte“.65
Während der NS-Zeit hatten Sup. Wilhelm Lueder (amt 1928–1947) und P. Gerhard Ködderitz (amt. 1910–1951) die beiden Pfarrstellen an der St.-Johannis-Kirche inne. Im „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“ gab P. Ködderitz an, während er selbst kirchenpolitisch zu den Deutschen Christen gehört habe, sei Sup. Lueder Mitglied der Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft gewesen.66 P. Ködderitz, Leiter der Göttinger Ortsgruppe der DC, hatte seinen Beitritt seinerzeit mit der „Sehnsucht aller Protestanten nach einer Reichskirche, die als Nationalkirche endlich Kirche und Volk zusammenschweißen werde“ begründet.67 Zum 1933 neu gewählten KV schrieb er rückblickend, er sei „gut zur Hälfte aus Nationalsozialisten zusammengesetzt“ gewesen und habe sich anfangs gut bewährt. „Allmählich wurden die Kirchenvorsteher, die außerdem ein Amt in der Partei hatten, genötigt, ihr kirchliches Amt niederzulegen“.68 Wiederholt fanden Vortragsabende der DC in der Johanniskirche statt, meistens mit sehr großer Beteiligung. Zusammenfassend schrieb er: „Der Kirchenkampf wurde vornehm geführt“.69 Nachdem das Kirchendach bei einem Luftangriff im Herbst 1944 fast gänzlich abgedeckt worden war, versammelte sich die Gemeinde zum Gottesdienst in den Nachbargemeinden, im Gemeindesaal oder in der Aula der Knabenmittelschule.
Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter nach Ende des Zweiten Weltkriegs stieg die Zahl der Gemeindeglieder von etwa 8.500 im Jahr 1939 auf geschätzt 12.000 im Jahr 1948 an.70 Wegen seiner Aktivitäten bei den DC war P. Ködderitz im Dezember 1945 suspendiert worden, konnte aber – u. a. nach einer Unterschriftensammlung in der Gemeinde – bereits Anfang März 1946 in sein Pfarramt zurückkehren.71 Seit Herbst 1947 konnte die Gemeinde ihre Gottesdienste wieder in der St. Johanniskirche feiern. Im Jahr 1954 zählte die Johannisgemeinde bereits 13.500 Gemeindeglieder; diese Zahl stieg jedoch „dauernd infolge von Neubauten im Südviertel“.72 1958 errichtete das LKA Hannover eine dritte Pfarrstelle, die als erster P. Hans-Martin Müller (amt. 1959–1963) übernahm.73 Im südöstlichen, dritten Pfarrbezirk errichtete die Gemeinde nach Plänen des Göttinger Architekten Diez Brandi (1901–1985) in den Jahren 1960 bis 1962 eine neue Kirche. Sie wurde Zentrum der 1963 gegründeten Kreuz-KG, die auch die dritte Pfarrstelle der St.-Johannis-KG übernahm.74 Nach dem Ausscheiden des dritten Pfarrbezirks gehörten noch rund 7.300 Gemeindeglieder zu St. Johannis; da viele „der sozial Bessergestellten und jüngeren Gemeindeglieder“ in die Außenbezirke umzogen, sank diese Zahl in der Folgezeit weiter (1966: 7.145, 1972: 5.410).75 In den Unterlagen zur Visitation 1966 heißt es, die Gemeinde setze sich zusammen aus „Angehörigen des Mittel- Handwerker- und Arbeiterstandes. Die Zahl der Akademiker hat abgenommen. […] Sozial schlecht gestellte Familien wohnen meist in der Innenstadt“.76
Bei der Renovierung der Kirche 1965/66 ließ die Gemeinde die neugotische Ausstattung wieder entfernen; der Innenraum erhielt einen Anstrich in Grautönen. Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche unterhielt die Johannisgemeinde gemeinsam mit der Kreuz-KG Kontakte zur St. Pauli Kreuzkirche in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Nach der Visitation 1983 bezeichnete der LSup. des Sprengels Göttingen die kirchenmusikalische Arbeit der Stadtkantorei an St. Johannis als die „zweifellos publikumswirksamste und glänzendste Arbeit der Gemeinde“ (1994: 130 Sängerinnen und Sänger im großen Chor, 30–40 im Kammerchor, außerdem Kinder- und Jugendchor).77
Im Jahr 2009 gründete sich auf Initiative der fünf Göttinger Innenstadtgemeinden St. Albani, St. Jacobi, St. Johannis, St. Marien und Thomas die Tobiasbruderschaft; sie trägt dazu bei, dass Verstorbene ohne Angehörige oder eigene Mittel würdig bestattet werden.78 Zwischen 2014 und 2021 ließ die Gemeinde den Innenraum ihrer Kirche neu gestalten (u. a. Neuausmalung, Buntglasfenster im Schiff, neue Ausstattung).
Die Hanns-Lilje-Stiftung fördert die kulturkirchliche Arbeit in der Gemeinde seit 2021; ab 2025 weitet die Stiftung ihre Förderung aus und zählt St. Johannis zu den vier signifikanten Kulturkirchen in der Landeskirche Hannovers (Motto: „St. Johannis – ein kirchlicher Resonanzraum“). Die Stiftung will mit diesem Förderprogramm die Begegnung von Kirche und Theologie mit zeitgenössischer Kunst und Kultur unterstützen.79
Seit 2021 gehört die Johannisgemeinde zum „Ev.-luth. KGV Göttingen-Innenstadt“, der außerdem St. Albani, St. Jacobi, St. Marien und Thomas umfasst.80 Der Verband fördert die inhaltliche, personelle und finanzielle Kooperation der fünf Gemeinden und ist u. a. Träger der Tobiasbruderschaft und Herausgeber des Magazins „Kirche für die Stadt“. 2024 zählte die St.-Johannis-KG gut 1.680 Gemeindeglieder.
Zum 1. Januar 2026 schlossen sich die fünf Gemeinden des KGV Göttingen-Innenstadt zusammen und gründeten gemeinsam die „Ev.-luth. KG Göttingen-Mitte“.81

Umfang

Südwestlicher Teil der Innenstadt Göttingen und der nordwestliche Teil der Göttinger Südstadt. Bis 1963 auch der südöstliche Teil der Südstadt (dann zur neuen Kreuz-KG.82

Pfarrstellen

I: vorref., 2023 umgewandelt in Kirchenkreispfarrstelle (Superintendentur).83 – II: vorref. – III: 1958–1963 (übergegangen auf die neue Kreuz-KG.84

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat Nörten (sedes Geismar) der Erzdiözese Mainz.85 – Seit der Reformation Stadtsuperintendentur (Geistliches Ministerium) der Stadt Göttingen. Seit 1924 Insp. bzw. KK Göttingen I, 1937 umbenannt in KK Göttingen-Stadt.86 Ab 1. Januar 2001 KK Göttingen.87 Seit 1. Januar 2023 KK Göttingen-Münden, Amtsbereich Göttingen.88 – Die Inhaber der ersten Pfarrstelle an St. Johannis waren 1610–1675, 1695–1734, 1767–1804 und 1827–1866 gleichzeitig Generalsuperintendenten des Fsm. Göttingen, seit 1610 Superintendenten der Stadt Göttingen (Geistliches Ministerium der Stadt Göttingen), 1610–1937 zudem Superintendenten eines ländlichen Aufsichtsbezirks (zunächst Insp. Münden, ab 1636/37 Insp. Göttingen (ehemals Insp. Dransfeld)89, ab 1802 Insp. Göttingen I), 1937–2001 Sup. des KK Göttingen Stadt und 2001–2023 Sup. des KK Göttingen. Mit der Fusion der KK Göttingen und Münden zum KK Göttingen-Münden mit den beiden Amtsbereichen Göttingen und Münden wurde die Superintendentur von der ersten Pfarrstelle der St.-Johannis-KG gelöst und dem Kirchenkreis zugeordnet (ephorale Kirchenkreispfarrstelle).90 – Zur Insp. Göttingen gehörten 1746 die Gemeinden Adelebsen, Ballenhausen, Barterode, Bischhausen, Bremke (Gleichen), Diemarden, Erbsen, Geismar, Gelliehausen, Groß Lengden, Groß Schneen, Jühnde, Kerstlingerode, Klein Schneen, Mariengarten, Niedernjesa, Reckershausen, Reiffenhausen, Roringen und Waake. Die Insp. Göttingen Erster Teil umfasste 1803 Adelebsen, Barterode, Erbsen, Grone, Mengershausen, Rosdorf, Rüdigershagen, Settmarshausen und Sieboldshausen. Im Jahr 1880 zählten die Gemeinden Adelebsen, Elliehausen, Erbsen, Grone, Harste, Lenglern, Mengershausen, Parensen, Rosdorf, Settmarshausen und Weende mit Nikolausberg dazu. 1933 und 1946 gehörten folgende Gemeinden zum KK Göttingen I, der seit 1924 auch das Geistliche Ministerium der Stadt Göttingen umfasste und 1937 in KK Göttingen-Stadt umbenannt wurde: Geismar, Grone, Weende mit Nikolausberg sowie die Göttinger Stadtgemeinden St. Albani, St. Jacobi, St. Johannis und St. Marien, zudem die Pastoren der Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt, der Universitätskirche, der Studentenseelsorge und der Klinikseelsorge. In der zweiten Hälfte des 20. Jh. kamen folgende Gemeinden hinzu: Friedens-KG (1951), Christus-KG (1954), Kreuz-KG (1963), Christophorus-KG (1964), Stephanus-KG Göttingen-Geismar (1965), Corvinus-KG (1966), Thomas-KG (1968), Jona-KG Göttingen-Grone (1979) und die Bethlehem-KG (1987). Nach der Fusion der KK Göttingen-Stadt, Göttingen-Nord und Göttingen-Süd zählten folgende KG zum neuen KK Göttingen: Adelebsen, Atzenhausen, Ballenhausen, Barterode, Deiderode, Diemarden, Dramfeld, Ebergötzen, Elkershausen, Elliehausen, St. Martini, Erbsen, Friedland, Gladebeck, Göttingen, Bethlehem, Göttingen, Christophorus, Göttingen, Christus, Göttingen, Corvinus, Göttingen, Frieden, Göttingen, Kreuz, Göttingen, St. Albani, Göttingen, St. Jacobi, Göttingen, St. Johannis, Göttingen, St. Marien, Göttingen, Thomas, Göttingen-Geismar, St. Martini, Göttingen-Geismar, Stephanus, Göttingen-Grone, Jona, Göttingen-Grone, St. Petri, Göttingen-Nikolausberg, Göttingen-Weende, Groß Lengden, Groß Schneen, Harste, Herberhausen, Hetjershausen, Holtensen (Göttingen), Klein Lengden, Klein Schneen, Landolfshausen, Lenglern, Lichtenhagen (Friedland), Ludolfshausen, Mengershausen, Niedergandern-Hottenrode (Hottenrode), Niedernjesa-Stockhausen, Nörten, Obernjesa, Parensen-Lütgenrode (Parensen), Reckershausen, Reiffenhausen, Reinhausen, Roringen, Rosdorf, Settmarshausen, Sieboldshausen-Volkerode und Waake. Durch Fusion entstanden die Kreuzweg-KG in Gleichen (2011, Bischhausen, Bremke und Weißenborn), die Apostel-KG Gleichen (2012, Beienrode (Gleichen), Benniehausen, Gelliehausen, Kerstlingerode, Rittmarshausen und Wöllmarshausen) und die Franziskus-KG Reiffenhausen (2022, Lichtenhagen (Friedland), Ludolfshausen und Reiffenhausen). – Nach Gründung des KK Göttingen-Münden 2023 bildeten sich im Amtsbereich Göttingen folgende Gemeinden neu: Weststadt-KG Göttingen (2023, Fusion Frieden und Christus Göttingen), die KG Adelebsen-Erbsen (2024, Fusion Adelebsen und Erbsen), die KG Grone (2024, Fusion Jona und St. Petri) und die KG Lengder Burg (2024, Fusion Groß Lengden und Klein Lengden). Zudem gründete sich 2024 die GKG Göttinger Westdörfer (Elliehausen, St. Martini, Hetjershausen und Holtensen (Göttingen).

Patronat

Der Landesherr.91 Mit der 1530 erlassenen Kirchenordnung eignete sich der Göttinger Rat das Patronatsrecht an.92 1542 musste der Rat die Pfarrstellen an St. Albani, St. Jacobi, St. Johannis und St. Nicolai allerdings als landesherrliches Lehen anerkennen (1594, 1601, 1611 und 1665 bestätigt).93 Das Landesherrliche Patronat bestand bis 1871.

Kirchenbau

Dreischiffige gotische Hallenkirche mit vier Jochen, eingezogener, einschiffiger Chor mit zwei Jochen und polygonalem Schluss, erbaut nach 1300 bis 1350 (1311 im Bau, Dachwerk des Langhauses dendrodatiert auf 1348).94 Satteldächer, über dem Chorschluss abgewalmt. Mauerwerk aus Rotsandstein, Strebepfeiler an Langhaus und Chor. Spitzbogige Maßwerkfenster an Langhaus und Chor (dreibahnig, östliche Fenster des Langhauses vierbahnig). Rundbogiges, romanisches Nordportal mit Polylobbogen (um 1245, wohl aus dem Vorgängerbau, ein „seltenes Zeugnis spätromanischen Bauschmucks“95), spitzbogiges Südportal mit Maßwerk im Tympanon. Im Innern Kreuzrippengewölbe mit figürlichen Schlusssteinen; freistehende, achteckige Pfeiler im Langhaus; zwei freistehende, achteckige Pfeiler im Chor; Emporen im Westen und in den Seitenschiffen; Innenraum hell ausgemalt, Langhauspfeiler, Bögen und Gewölberippen rot mit Quaderung. 1311 Kirche im Bau.96 1360 Sakristei an Nordseite des Chors errichtet. 1544 Umgestaltung Chorraum. 1569 Neuausmalung (weißer Anstrich). Im 18. Jh. außen um den Chor „Fleischscharren“ errichtet (Verkaufsstände der Metzger).97 1791/92 Sanierung und frühklassizistischer Umbau (Entwurf: Georg Heinrich Borheck), u. a. Chorgewölbe und oberer Teil der Chormauern abgetragen (Chor ursprünglich höher als Schiff), flache Chordecke, neues Chordach; Sakristei abgebrochen, Trennwand im Chor errichtet und im abgetrennten Ostteil neue Sakristei eingerichtet; Maßwerk der Fenster entfernt; Fußboden im Langhaus nach Westen treppenartig ansteigend; zweistöckige Emporen in den Seitenschiffen; neue Innenausstattung.98 1855 Fleischscharren abgebrochen. 1870er Jahre Maßwerk des Südportals rekonstruiert. 1896/97 neugotische Umgestaltung (Architekt: Conrad Wilhelm Hase, Hannover), u. a. klassizistische Einbauten entfernt; Chor durch zwei eingestellte Säulen zu Umgangschor verändert, Chorgewölbe neu errichtet, neues (steileres Dach); neues Fenstermaßwerk (keine Rekonstruktion, vielmehr „freie Erfindungen ohne lokalen Bezug“); neue Sakristei im hinteren Chorbereich (hinter Scherwänden seitlich der neuen Säulen); Fußboden des Langhauses begradigt und mit dekorierten Fliesen ausgelegt; neue Emporen (obere Seitenschiffemporen entfernt); dekorative Neuausmalung.99 1931 Neugestaltung Innenraum, u. a. schlichtere, helle Ausmalung. 1944 Dach weitgehend abgedeckt, Fenster zerstört (Luftangriff). 1946 Kirche wegen Einsturzgefahr geschlossen. 1946/47 Kriegsschäden beseitigt. 1960 neue Sakristei errichtet (Nordseite des Chors). 1965/66 Renovierung, u. a. neugotische Ausstattung entfernt, Neuausmalung (Grautöne). 2014–21 Innenrenovierung, Neuausmalung (rot, weiß) und Umgestaltung, u. a. Emporen umgestaltet, Bänke entfernt.

Fenster

Fünf figürliche Buntglasfenster im Chor (1896, Henning & Andres, Hannover), Kreuzigung Jesu, Taufe Jesu, Auferstehung Jesu und in den übrigen beiden Fenstern je drei Apostel (1944 wurden vier weitere Fenster zerstört: Anbetung der Könige, Himmelfahrt und zwei Apostelfenster).100 Figürliches Buntglasfenster über dem Südportal (1926, Franz Lauterbach, Hannover), thronender und segnender Christus (Kriegsgefallenenfenster). Farbige Fenster im Langhaus (2017–20, Günther Grohs, Wernigerode). Figürliche Buntglasfenster über dem Westportal (1850), Petrus, Paulus und Johannes der Täufer.

Turm

Westriegel, etwas breiter als das Langhaus, mit zwei achteckigen, zweigeschossigen Türmen und Glockenhaus dazwischen; in den Winkeln zum Langhaus Treppentürmchen, Unterbau errichtet frühestens im 13. Jh., Glockenhaus wohl 1348 vollendet, Nordturm spätestens 1400 fertiggestellt.101 Südturm mit geschwungener, schiefergedeckter Haube und Laterne, bekrönt mit Kugel, Kreuz und Wetterfahne; Nordturm mit Galerie, Laterne und schiefergedecktem Spitzhelm, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne. Glockenhaus mit Kreuzdach, in den Dreiecksgiebeln nach Osten und Westen gestaffelte, spitzbogige Maßwerkfenster. In den beiden oberen Turmgeschossen jeweils an jeder Seite ein zweibahniges Maßwerkfenster, in den unteren Turmgeschossen jeweils abwechselnd zweibahnige Maßwerkfenster und spitzbogige Blendnischen. Bruchsteinmauerwerk mit Eckquaderung, am Unterbau zwei Reihen mit jeweils vier Spitzbogenfenstern sowie spitzbogigem Westportal mit Wimperg (Hauptportal). 1870er Jahre Glockenhaus neugotisch rekonstruiert, Türme saniert. 1958–64 Turmsanierung; bis 1972 war die Stadt Göttingen für den Bauunterhalt der Türme zuständig, dann löste sie die Baulastverpflichtung ab.102 2001–04 Sanierung. 2005 Turmhelm des Nordturms abgebrannt (Brandstiftung) und 2005/06 Wiederaufbau (ehemalige Türmerwohnung seitdem nicht mehr bewohnt).

Vorgängerbauten

Unter dem heutigen Bau 1896/97 angeblich Reste einer romanischen Kirche mit vielleicht drei Schiffen, einfachem Stützenwechsel (Säule-Pfeiler-Säule) und halbrunder Apsis entdeckt, die damit stilistisch in das 11./12. Jh. passt.103 In der ersten Hälfte des 13. Jh. Neu- oder Umbauarbeiten (Dendrodatierung eines im Dachwerk zweitverwendeten Balkens auf 1222 ± 6; Nordportal stilistisch datiert auf um 1245, Chronist Franziscus Lubecus berichtet von Bauinschrift mit Jahreszahl 1236104).

Ausstattung

Hölzerner Altartisch mit kreuzförmigem Fuß und Taufschaleneinsatz (2018, Zink & Gensichen, Leipzig). – Hölzerne Kanzel (2018, Zink & Gensichen, Leipzig). – Sechsseitige Taufe (1954, Helmut Uhrig, Stuttgart), an den Wandungen des Beckens Reliefs mit Taufszenen, Kindersegnung und Pfingstereignis. – Sakramentshäuschen (wohl Anfang 15. Jh.), neugotisch ergänzt. – Kreuzigungsgemälde (1636, Ludolph Büsinck, Münden), ursprünglich Haupttafel eines Flügelretabels. – Epitaph für P. Theodosius Fabricius († 1597), mit ganzfigurigem Porträt des Verstorbenen.105 – Epitaph für GSup. und P. Theodor Berckelmann († 1645), mit Gemälde des Verstorbenen (Halbfigur) (Bild).106 – Gemälde GSup. und P. Bartold Jani († 1675), Halbfigur.107 – Gemälde GSup. und P. Heinrich Tolle († 1679), Ganzfigur.108 – Gemälde GSup. und P. Johann Daniel Bütemeister († 1721), Ganzfigur.109 – Gemälde (Replik) GSup. und P. Georg Heinrich Riebow († 1774), gemalt 1769 von Georg Ziesenis, Halbfigur.110 – Gemälde P. Johann Gottfried Wilhelm Wagemann († 1804), Brustbild.111 – Gemälde GSup. und P. Johann Philipp Trefurt († 1841), Brustbild.112 – Gemälde Sup. und P. Friedrich Wilhelm Rudolf Rocholl († 1905), gemalt von Theodor Rocholl, Brustbild.113 – Gemälde P. Karl Mirow (amt. 1910–1928), gemalt 1948 von Ernst Datan, P. Wilhelm Lueder (amt. 1928–1947), gemalt 1948 von Ernst Datan, P. Gerhard Ködderitz (amt. 1910–1951), gemalt 1948 von Ernst Datan, P. Egon Pallon (amt. 1951–1964), gemalt 1960 von Ernst Datan, P. Hans Wiesenfeldt (amt. 1947–1967), gemalt 1960 von Ernst Datan, P. Heinz-Günther Klatt (amt. 1968–1977), gemalt 1977 von Ernst Datan und P. Klaus Reichmuth (amt. 1966–1989), gemalt 1993 von Gottfried Stein.114 – Epitaph für Gerhard Ludwig Böhmer (1708).115 – Epitaph für Anna Barbara Münden (1724).116 – Epitaph für Rudolph und Magdalena Clara Eckstein (1730). – Holztruhe mit Eisenbeschlägen (Ende 14. Jh.). – Gemälde (nach 2005, Jochen Kubosch), brennender Nordturm). – Ehemalige Ausstattung: Flügelaltar (1636, Ludolph Büsinck, Münden), mit Kreuzigungsgemälde (seit 1993 wieder in der Kirche), Ölbergszene, Kreuzabnahme und Grablegung; Altar nach Renovierung der Kirche 1791/92 nicht wieder aufgestellt.117 – Klassizistische Kanzelaltarwand (1791/92), vier korinthische Säulen, Gebälk, Rundgiebel mit Auferstehungsgemälde (Johann Günther Bornemann); 1869/97 entfernt.118 – Neugotisches Altarretabel mit großem Kruzifix, Wimperg, Fialen, Mandorla und vier kleinen Reliefs (Abel, Melchisedek, Aaron, Isaak), 1965/66 entfernt.119 – Blockaltar (1966, Hans Heiber, Nürnberg), Beton; 2018 entfernt. – Kanzel (1456), ursprünglich verziert mit geschnitzten Bildern der zwölf Apostel.120 – Neugotische Holzkanzel mit Schalldeckel (1896/97), an den Wandungen des Kanzelkorbs Darstellungen der vier Evangelisten; 1965/66 entfernt. – Leicht erhöhte Kanzel (1966, Hans Heiber, Nürnberg), Wandungen aus Bronzeplatten, an der Stirnseite stilisierte Taube; 2018 entfernt. – Bronzene Taufe (1455), vier Trägerfiguren, Apostelbilder an der Wandung des Kessels, 1734 renoviert, vielleicht Ende des 18. Jh. verkauft.121 – Neugotische Taufe (1896/97), wohl 1954 entfernt. – Epitaph für Giseler von Münden († 1483) und seiner Frau Gesa († 1489), vielleicht bei Renovierung 1896/97 entfernt.122 – Grabstein für Abt Jacobus von Walkenried († 1567).123 – Grabstein für Johann Brandis († 1595), ehemaliger Bgm. von Hildesheim.124 – Grabstein für P. Theodosius Fabricius († 1597), Verbleib unbekannt.125 – Grabstein für GSup. und P. Henning Tegtmeier († 1618), Verbleib unbekannt.126 – Grabstein für GSup. und P. Friedrich Sengebähr († 1621), vielleicht bei Umbau 1791/92 verlorengegangen.127 – Grabstein für GSup. und P. Justus Großcurd († 1626), wohl bei Umbau 1791/92 entfernt.128 – Grabstein für GSup. und P. Theodor Berckelmann († 1645), „beim Umbau der Kirche 1791/92 abhanden gekommen“.129 – Grabstein für GSup. und P. Paul Müller († 1645), „beim Umbau der Kirche 1791/92 abhanden gekommen“.130

Orgel

1434 „Organist von St. Johannis“ erwähnt.131 1491 wohl zwei Orgeln vorhanden: eine größere im Westen des Kirchenschiffs und eine kleinere Chororgel (1505 bei Messstiftung explizit genannt). 1516–18 Neubau der großen Orgel, ausgeführt von Hans Gensenberger (Mühlhausen), mechanische Traktur. 1543 Reparatur, Paul Germer (Göttingen). 1556 Reparatur Jost Pape (Göttingen). 1564, 1567 und 1578 Reparaturen, Jürgen Schaumburg (Göttingen). 1604 Reparatur, Henning Henke (Hildesheim). Zustand 1643: 18 I/P, mechanische Traktur. 1646 Orgel umgebaut und um ein Rückpositiv erweitert (ehemalige Chororgel, erbaut 1543/44 von Paul Germer, Göttingen), Christoph Weiß (Eisenach), II/P, mechanische Traktur. 1675 Umbau, Otto Eilhard Bothienter (Braunschweig), Zustand 1678: 25 II/P (OW, RP), mechanische Traktur. 1760 Reparatur, Johann Wilhelm Gloger (Göttingen). 1766 Reparatur, Johann Tobias Hansen (Nörten), Zustand 1791: 24 II/P. 1792 Umbau, Stephan Heeren (Gottsbüren), 29 II/P, mechanische Traktur; neues Gehäuse (1892 abgebaut und 1905 bei einem Neubau in Nendorf bei Stolzenau wieder verwendet, dort erhalten). 1800 Instandsetzung, Johann Wilhelm Schmerbach II (Frieda), 28 II/P, mechanische Traktur. 1832/33 Änderung der Disposition, Conrad Euler (Gottsbüren), 29 II/P, mechanische Traktur. 1852/53 Umbau und Erweiterung, Carl Giesecke (Göttingen), 33 III/P (HW, BW, OW), mechanische Traktur. 1880 Instandsetzung und einige neue Register, Heinrich Vieth (Celle). 1897 Instrument abgebaut (Kirchenrenovierung). 1897 Orgelneubau, P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 50 III/P, pneumatische Traktur, Kegelladen (Opus 355)132, Gehäuse entworfen von Conrad Wilhelm Hase und F. Jacob (Hannover). 1907 Änderung der Disposition und Erweiterung, P. Furtwängler & Hammer (Hannover), 52 III/P, pneumatische Traktur, Kegelladen. 1931 auf Veranlassung des Organisten Ludwig Doormann Änderung der Disposition, P. Furtwängler & Hammer (Hannover). 1933–36 Änderungen der Disposition, Paul Ott (Göttingen). 1954 Instrument abgebaut. 1954, Orgelneubau, erster Bauabschnitt, Paul Ott (Göttingen), 43 III/P (HW, KW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen. 1960 Orgelneubau, zweiter Bauabschnitt, Paul Ott (Göttingen), 53 IV/P (HW, RP, KW, BW), mechanische Traktur, Schleifladen. 1973 Instandsetzung, Paul Ott (Göttingen). 1999/2000 Umbau und Änderung der Disposition, Rudolf Janke (Bovenden), 61 IV/P (HW, RP, OW, UW), mechanische Traktur, Schleifladen. – Chororgel: Wohl 1491 bereits vorhanden, 1505 und 1513 explizit erwähnt.133 1543/44 Neubau der „kleinen Orgelen in deme Chore“, Paul Germer (Göttingen). 1646 kleine Orgel als Rückpositiv in die große Orgel eingebaut. Vor 1678 Positiv erbaut, 5 II/–, 1745 verkauft. Vor 1939 Kleinorgel, erbaut von Paul Ott (Göttingen), 6 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen; wohl als Leihinstrument in der Kirche. Vor 1941 Kleinorgel, erbaut von Paul Ott (Göttingen), 6 I/–, mechanische Traktur, Schleifladen (1945–49 im Gemeindesaal, seit 1954 im Chorraum). 1948 erweitert auf 6 I/aP, mechanische Traktur, Schleifladen. 1985 repariert, Rudolf Janke (Bovenden). – Positiv, erbaut 2005 von Friedrich Tzschöckel (Althütte-Fautspach), 4 I/–, mechanische Traktur, Schleifladen.

Geläut

Drei LG, I: b° (Bronze, Gj. 1828, Andreas Lange, Hildesheim), Inschriften: „Gott zur Ehre ist diese Glocke zu Folge des Antrags und der presiwürdigen Bemuehungen eines Committee aus der Mitte der wohldenkenden Buerger der Stadt Goettingen im Iahre 1828 von dem Glockengiessermeister S. A. Lange zu Hildesheim unter Mitbenutzung des Metalls einer alten geborstenen Glocke vom Iahre 1348 gegossen und die bedeutenden Kosten dazu durch eine von dem koenigl. Cabinets-Ministerio zu Hannover genehmigte Hauskollekte bey saemmtlichen verehrlichen Einwohnern und durch ein ansehnliches Geschenk des hochloebl. Magistrats aufgebracht worden“ und „Der Magistrat der Stadt Goettingen bestand damals aus den Herren Buergermeister und Rath Dr. Conr. Iul. Hieron. Tuckermann, Syndicus W. Gebert und Synd. Dr. Ebell, Senatoren: Campen sen. Gruenewald Wassermeyer Campen iun. Kirsten Berg Dr. Heusinger und Audit. Iaeger. An der St. Johanneskirche standen die Herren Gener. Superint. und Past. prim. Dr. Ioh. Phil. Treffurt, Ge. Bunnemann 2ter Predig., C. L. Polmann, Kirchenvorsteher, Heinr. Fr. Ludph. Wohlgemuth, Opfermann. Die das Werk leitenden zeitigen Kirchen-Commisarien waren die Herren: Gener. Superint. Dr. Ioh. Phil. Treffurt und Biergerm. u. Rath. Dr. Conr. Iul. Hier. Tuckermann“, Glocke im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben (1942), nicht eingeschmolzen und 1947 zurück in Göttingen; II: d’ (Bronze, Gj. 1616, Thomas Simon und François Breutel, Lothringen), Inschriften: „Soli Deo Gloria. Die Vorsteher der Kirchen S[ancti] Iohannis Herr Christof Hoppen, Herr Heinrich Weckenesel Herr Wilhelm Kemmer vnd Herr Lvdowig Helmolt. Ioan. I Sihe das ist Gottes Lamb welchs der Welt Svnde tregt“ und „Anno 1616 den 12 Avgvsti bin jch dvrch Gottes Gnad dvrchs Fever geflosssen vnd dvrch Thomas Simon Francoy Brevtel Mont faicte“134; III: f’ (Bronze, Gj. 1956, Firma Rincker, Sinn), Inschriften: „Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Matth. 24,25“ und „Unsern im 2. Weltkrieg gefallenen, vermissten und umgekommenen Gliedern. die Johannisgemeinde von 1958“ (Glocke ursprünglich für eine andere Kirche gegossen, wegen Umdisponierung des Geläuts nicht ausgeliefert, seit 1958 in Göttingen). Zwei SG, I: fis’ (Bronze, Gj. 1389, Johann Deyderode), Inschrift (Majuskeln): „Anno Domini millesimo tricentesimo octvagesimo nono in die Simonis et Ivde Apost[olorum] vlsim est istvd Cimbalvm a Magistro Iohanne Deyderode“ (Im Jahr des Herrn 1389 am Tag der Apostel Simon und Judas ist dieses Glöckchen von Meister Johann Deyderode gegossen worden)135; II: a’’ (Bronze, Gj. 1819, Christian Gottfried Mager, Neisse), Inschrift: „Seiner Hochwverden wohlgeb. Herr Pfarrer Herr Thomas Groeber, Herr Scholtze Johann Kieselich. Herren Gerichten Joh. George Kahler, Joh. George Goerlich. Ave Maria gratia plena Dominus tecum benedicta tu in mulieribus! Christian Gottfried Mager goss mich in Neisse 1819“ (Gegrüßet seist Du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit Dir. Du bist gepriesen unter den Frauen), Patenglocke aus Szybowice (früher Schnellewalde, Kr. Neustadt, Oberschlesien).136 – Früherer Bestand: Eine LG (Bronze, Gj. 1348, Meister Johann von Halberstadt), Inschrift (Majuskeln): „Ich bin Maria ghenant mich ghovs ein Meister uiz Sascen Lant Magister Hannes von Halverstatt. Anno D[omi]ni M CCC XL VIII in die Simonis et Iude. Der mich vnde manich ghvit Stvcce Werces ghemachchet haut Ghot ghebe siner Sele Rait. Ave Maria“, 1828 umgegossen zu jetziger LG I.137

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus I, Johanniskirchplatz (Bj. um 1755), mit Gemeindehaus (Bj. 1980). – Pfarrhaus II, Bürgerstraße (Bj. 1898, später Gemeindehaus). – Pfarrhaus III, Stargarder Weg (Bj. 1966). – Küsterhaus.

Friedhof

Der Johanniskirchhof (cimiterium sancti Johannis), gelegen rund um die Kirche, ist 1360 belegt.138 1747 wurde auf dem Areal des ehem. Bartholomäushospitals vor dem Weender Tor für St. Johannis und St. Jacobi ein neuer Friedhof angelegt (Bartholomäifriedhof); ab 1843 erweitert, 1881 geschlossen (Anlage des Stadtfriedhofs). 1835 ehemaliger Friedhof bei der Kirche neugestaltet (Umfriedung aus Pfosten und Ketten, Kies, Kugelakazien); in der zweiten Hälfte des 20. Jh. zeitweise als Parkplatz genutzt, seit 1980 Platzanlage.

Liste der Pastoren (bis 1940)

Erste Pfarrstelle (die Inhaber der ersten Pfarrstelle waren seit 1610 Sup. der Stadt Göttingen. Sie waren 1610–1675, 1695–1734, 1767–1804, 1827–1866 auch GSup. des Fsm. Göttingen, 1610–1937 auch Sup. eines ländlichen Aufsichtsbezirks): 1531 Magister Liborius von Corbach. – 1531–1537 Jacob Grobecker. – 1537–1542 Magister Johann Sutel. – 1542 Magister Justus Isermann. – 1544–1550 Dr. Joachim Mörlin. – 1552–1565 Magister Simon Göbel. – 1566–1570 Magister Philipp Keyser (Caesar). – 1573–1589 Magister Hieronymus Lüdecke. – 1590–1597 Magister Theodosius Fabricius (Bild). – 1599–1608 Magister Gottfried Schlüter. – 1610–1618 Magister Henning Tegetmeyer. – 1619–1621 Magister Friedrich Sengebähr. – 1622–1626 Magister Justus Großcurdt. – 1630–1645 Magister Theodor Berckelmann (Bild). – 1646–1656 Magister Christophorus Specht. – 1657–1675 Magister Bartold Heinrich Jani. – 1676–1679 Magister Heinrich Tolle. – 1680–1699 Christoph Fischer. – 1701–1708 Dr. Philipp Ludwig Böhmer (Bild). – 1709–1721 Johann Daniel Bütemeister (Bild). – 1722–1734 Dr. Heinrich Philipp Guden. – 1734–1735 Johann Jacob Praetorius. – 1736–1759 Dr. Georg Heinrich Riebow (Ribov, Ribovius). – 1760–1761 Lic. Friedrich Benjamin Gautsch. – 1764–1773 Dr. Paul Jacob Förtsch. – 1774–1778 Gottlieb Justus Frankenfeld. – 1779–1804 Johann Gottfried Wilhelm Wagemann. – 1805–1841 Dr. Johann Philipp Trefurt (Bild). – 1842–1866 Dr. Friedrich Gottfried Rettig (Bild). – 1867–1878 Dr. Friedrich Wilhelm Rudolf Rocholl. – 1878–1882 Dr. Rudolf Steinmetz. – 1883–1910 Johann Christian Wilhelm Brügmann. – 1910–1928 Carl August Hermann Mirow. – 1928–1947 Dr. Wilhelm Lueder.

Zweite Pfarrstelle (verbunden mit St. Crucis): 1530 Jacob Cordewage. – 1536 Johann Wiegand. – 1544–1548 Bartholomäus Wolfarth (Wolffhart). – 1548–1550 Magister Franz Marshausen. – 1550–1552 Magister Simon Göbel. – 1565–1575 Franz Lübeck (Lubecus). – 1575–1581 Dietrich Kogel. – 1581–1605 Magister Cyriacus Pflaumenkern. – 1606–1637 Magister Johannes Crollius. – 1636–1657 Heinrich Friedekindt. – 1657–1690 August Deichgräber. – 1690–1716 Dietrich Jeremias Riepenhausen. – 1716–1727 Magister Christian Münden. – 1727–1732 Johann Daniel Heidelmann. – 1732–1752 Johann Erich Block. – 1752–1764 Hieronymus Hartwig Heini. – 1764–1771 Johann Christoph Quermann. – 1771–1773 Johann Gottfried Wilhelm Wagemann. – 1773–1812 Conrad Walther Kahle. – 1813–1820 Gustav Ernst Dietrich Ebell. – 1822–1824 Johann Friedrich Paul Dürr. – 1825–1832 Georg August Bunnemann. – 1833–1839 Wilhelm Christian Friedrich Fraatz. – 1839–1850 August Heinrich Adolf Schultze. – 1850–1867 Lic. Carl Wilhelm Haenell. – 1867–1873 Johann David Conrad Beer. – 1873–1880 Johann Christian Wilhelm Brügmann. – 1880–1910 Friedrich Eduard Immanuel Emil Rettig. – 1910–1951 Gerhard Johannes Edmund Ködderitz.

Angaben nach: Meyer, Pastoren I, S. 327–330 und III, S. 21

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 1 Nr. 3994–4014 (Pfarroffizialsachen); A 5 Nr. 269, 274 und 281 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 2796–2801 (Besetzung der Generalsuperintendentur), A 6 Nr. 2802–2826 (Pfarrbestallungsakten); A 9 Nr. 815Digitalisat (Visitationen); B 2 G 9 Nr. 1009–1014, 3350–3355, 3494–3495, 3526 (Baupflege und Bauwesen); B 2 G 9 B Nr. 232 (Orgel- und Glockenwesen); E 5 Nr. 0371 (Konsistorialbaumeister); E 9 Nr. 2325 (AfBuK); S 06 Nr. 242 (Handschriften); S 09 rep Nr. 403, 1133 (Presseausschnittsammlung); S 11a Nr. 8166 (Findbuch PfA); S 11a Nr. 8140 (Findbuch EphA).

Literatur & Links

A: Bielefeld, Orgeln, S. 22–25 und S. 175–208; Böhme, Denecke u. a., Göttingen, bes. I, S. 465–529, II, S. 525–657, III, S. 591–760; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 508–509; Meyer, Pastoren I, S. 327–330 und III, S. 21; Mithoff, Kunstdenkmale II, S. 72–74; Reiche/Scholl, Kirchen, S. 106–148 (Beitrag von Sonja Friedrichs & Sara Nina Strolo) [Digitalisat]; Rüttgerodt-Riechmann, Denkmaltopographie Göttingen, S. 38–39.

B: Festschrift zur Wiedereinweihung der großen Orgel St. Johannis, Göttingen 2000; Bernd Adam: Hase restauriert. St. Johannis in Göttingen, in: Conrad Wilhelm Hase (1818–1902). Architekt, Hochschullehrer, Konsistorialbaumeister, Denkmalpfleger, hrsg. von Markus Jager, Thorsten Albrecht und Jan Willem Huntebrinker, Petersberg 2019, S. 159–175; Jörn Barke: Die Türmerwohnung von St. Johannis. Geschichte eines Göttinger Wahrzeichens 1921–2001, Göttingen 2007; Karl Heinz Bielefeld: Funde zur Baugeschichte der St. Johanniskirche in Göttingen, in: Göttinger Jahrbuch 13 (1965), S. 85–90; Karl Heinz Bielefeld & Hans-Werner Diederich (Bearb.): Stadt Göttingen. St. Johannis, St. Marien, St. Nikolai, St. Crucis (= Trauregister aus den Kirchenbüchern Südniedersachsens Teil II: 1801–1850), Norderstedt 2014; Ewald Gäßler: Das Westportal der Johanniskirche in Göttingen, in: Göttinger Jahrbuch 24 (1976), S. 51–59; Maike Kamp: Conrad Wilhelm Hase und die Restaurierung der St. Johanniskirche in Göttingen, in: Göttinger Jahrbuch 67 (2019), S. 23–49; Bettina Lattke: Die Bildnisse der Pastoren in der Göttinger Rats- und Marktkirche St. Johannis, Göttingen 2022; Alfred Oberdiek: Die Markt- und Ratskirche Sankt Johannis zu Göttingen. Historischer Bericht zur St. Johanniskirche und deren Illustration, Göttingen 2010; Hans Otte: Liberale Theologie und politisches Engagement bei Friedrich Gottfried Rettig, Generalsuperintendent und Präsident der Göttinger Bürgerversammlung 1848, in: Göttinger Jahrbuch 46 (1998), S. 93–113; Malte Prietzel: Die Finanzen eines spätmittelalterlichen Stadtpfarrers. Das Rechnungsbuch des Johann Hovet, Pfarrer von St. Johannis in Göttingen, für das Jahr 1510/11 (Schriftenreihe des Landschaftsverbandes Südniedersachsen 4), Hannover 1994; Eva Schlotheuber: Die Göttinger Kirchenorganisation im späten Mittelalter, in: Noll/Warncke, Kunst und Frömmigkeit, S. 15–27; Reinhard Vogelsang: Stadt und Kirche im mittelalterlichen Göttingen (= Studien zur Geschichte der Stadt Göttingen 8), Göttingen 1968.

Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Ausstattung; Denkmalatlas Niedersachsen: Kirche; Pfarrhaus; Familienkunde Niedersachsen: Pastorenliste (.pdf); Wikipedia: St. Johannis (Göttingen).

GND

6122578-2, Evangelisch-Lutherische St. Johannis-Kirchengemeinde; 4786188-5, Sankt Johanniskirche (Göttingen).


Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 153, und II, S. 70.
  2. MGH DD O I 165 [Digitalisat]. Vgl. auch Casemir/Ohainski, Niedersächsische Orte, S. 52. Zum Ortsnamen: Casemir/Ohainski/Udolph, Ortsnamen Lkr. Göttingen, S. 167 ff.
  3. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 109; Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 481 f.
  4. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 116 f. Eine Beschreibung dieser Funde erfolgte erst gut zwei Jahrzehnte nach den Umbauarbeiten.
  5. Saathoff, Kirchengeschichte, S. 7.
  6. Lubecus, Annalen, S. 78.
  7. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 117 f.
  8. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 119 ff.
  9. UB Göttingen I, Nr. 19 [Digitalisat]; UB Weende, Nr. 31.
  10. 1306: UB Hilwartshausen, Nr. 128; 1312: UB Weende, Nr. 83, UB Göttingen I, Nr. 73 [Digitalisat]; 1313: UB Walkenried, Nr. 895, UB Göttingen I, Nr. 75 [Digitalisat]; 1318: UB Mariengarten, Nr. 140; 1320: UB Walkenried, Nr. 959, UB Göttingen I, Nr. 94 [Digitalisat]; 1324: UB Walkenried, Nr. 992; 1325: UB Göttingen I, Nr. 105 [Digitalisat]; 1329: UB Walkenried II, Nr. 1045; UB Göttingen I, Nr. 114 [Digitalisat], Nr. 119 [Digitalisat].
  11. UB Göttingen I, Nr. 91 [Digitalisat].
  12. UB Göttingen I, Nr. 96 [Digitalisat].
  13. Vogelsang, S. 21 f.; Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 487 f.; Prietzel, S. 10.
  14. Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 617 ff.; Vogelsang, S. 101 ff.
  15. UB Göttingen I, Nr. 119 [Digitalisat]. Vgl. auch Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 482 f.
  16. UB Göttingen I, Nr. 147, Anm. 1 [Digitalisat].
  17. 1356: UB Göttingen I, Nr. 201 [Digitalisat]; 1360: UB Göttingen I, Nr. 210 [Digitalisat]; 1363: UB Göttingen I, Nr. 218 [Digitalisat]; 1366: [Digitalisat]; 1369: UB Göttingen I, Nr. 257 [Digitalisat]; 1373: UB Göttingen II, Nr. 271a [Digitalisat].
  18. StadtA GOE B 1 Nr. 1161.
  19. UB Göttingen I, Nr. 105 [Digitalisat].
  20. UB Göttingen I, Nr. 185 [Digitalisat].
  21. UB Göttingen I, Nr. 218 [Digitalisat].
  22. UB Göttingen I, Nr. 284 [Digitalisat].
  23. StadtA GOE B 1 Nr. N 1353; UB Göttingen II, Nr. 366 [Digitalisat].
  24. UB Göttingen II, Nr. 40 [Digitalisat].
  25. Prietzel, S. 20, Anm. 58.
  26. UB Göttingen II, Nr. 40 [Digitalisat].
  27. UB Göttingen II, Nr. 117 [Digitalisat]. Zitat: UB Wende, Nr. 223.
  28. 1433: UB Göttingen II, Nr. 106, S. 70, Anm. 1 [Digitalisat]; 1440: UB Göttingen II, Nr. 198 [Digitalisat].
  29. UB Hilwartshausen, Nr. 293.
  30. UB Mariengarten, Nr. 320. Zu Hovet vgl.; Prietzel, S. 13 ff. Siehe auch Johannes Capitis (RAG-ID: ngSI5D779SA5bhoKmS9h9QeD), https://resource.database.rag-online.org/ngSI5D779SA5bhoKmS9h9QeD, 04.06.2025.
  31. UB Göttingen II, Nr. 375 [Digitalisat].
  32. UB Göttingen II, Nr. 378 [Digitalisat]; UB Göttingen III, Nr. 67, Anm. 1.
  33. Prietzel, S. 17 ff. Erhalten sind die Rechnungsbücher aus den Jahren 1489/90, 1498/99, 1502/03, 1503/04, 1504/05, 1506/07, 1507/08, 1508/09 und 1510/11, letzteres ist ediert.
  34. Prietzel, S. 18.
  35. Prietzel, Kalande, S. 587; UB Weende, Nr. 396.
  36. Volz, Reformation, S. 53.
  37. Meyer, Steuerregister, S. 77, Anm. 33; Saathoff, Kirchengeschichte, S. 139, und ebd., S. 120 (Zitat, dort als „Jürgen Herzog“ genannt).
  38. Zum Folgenden: Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,2, S. 901 ff.; Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 492 ff.; Lubecus, Annalen, S. 340; Butt, Stadt, S. 79 ff.; Volz, Reformation, S. 49 ff.
  39. UB Göttingen III, Nr. 438. Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 499 f. Das Ergebnis „dieser bedeutenden Verfassungsreform“ war eine Stärkung der Gilden (u. a. Wahl der Gildemeister) und der Bürgerschaft (u. a. stärkere Kontrolle der Kämmerei) auf Kosten des Rates. Vgl. auch ebd., S. 513.
  40. UB Göttingen III, Nr. 440. Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 501.
  41. Böhme, Denecke u. a., Göttingen II, S. 526.
  42. Saathoff, Kirchengeschichte, S. 123 f. und S. 254.
  43. Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 507.
  44. Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 516.
  45. Vgl. zu Mörlin: Mager, Inge, „Mörlin, Joachim“ in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 679–680 [Online-Version].
  46. Lubecus, Annalen, S. 366 f.; Reiche/Scholl, Kirchen, S. 126.
  47. Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 524.
  48. Steinmetz, GSup. Götting I, S. 110 ff., II, S. 85 ff.
  49. Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 527 ff., ebd. II, S. 525 f.
  50. Zum Pädagogium: Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 627 ff.
  51. Zu Riebow: Wagenmann, Julius August, „Ribov, Georg Heinrich“ in: Allgemeine Deutsche Biographie 28 (1889), S. 804-805 [Online-Version]; zu Förtsch: Steinmetz, GSup. Göttingen II, S. 119 ff.; Wagenmann, Julius August, „Förtsch, Paul Jacob“ in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 195-196 [Online-Version].
  52. Zum Folgenden: LkAH, B 2 G 1/Göttingen, St. Crucis, Bl. 5 ff. (Stadtkirchenarchiv Göttingen an KV St. Johannis, 31.01.1980).
  53. LkAH, B 2 G 1/Göttingen, St. Crucis, Bl. 11 (LKA Hannover an KKV Göttingen-Stadt, 05.05.1980).
  54. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 130 (Zitat) und S. 128.
  55. Böhme, Denecke u. a., Göttingen II, S. 554 ff.
  56. Böhme, Denecke u. a., Göttingen II, S. 561 und S. 745 ff.; Steinmetz, GSup. Göttingen II, S. 134 ff.
  57. Böhme, Denecke u. a., Göttingen II, S. 569 f. und S. 580 (Zitat); Steinmetz, GSup. Göttingen II, S. 138 ff.
  58. Ausführlich zu Rettig: Otte, S. 93 ff.
  59. Böhme, Denecke u. a., Göttingen II, S. 582.
  60. Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 593.
  61. Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 599. Zu Rocholl: Wolfes, Matthias, „Rocholl, Rudolf“ in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 682–683 [Online-Version].
  62. Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 595.
  63. Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 597; Saathoff, Kirchengeschichte, S. 238 f.
  64. Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 610; Saathoff, Kirchengeschichte, S. 249.
  65. Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 611.
  66. LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 23; Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 627. Allgemein zum Fragebogen vgl. Kück, Ausgefüllt, S. 341 ff.
  67. Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 627, S. 636 und S. 655.
  68. LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 23.
  69. LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 24. Vgl. auch Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 635: „In der Johannisgemeinde blockierten sich Superintendent Lueder, der sich der Bekenntnisgemeinschaft angeschlossen hatte, und Pastor Ködderitz gegenseitig. Beide Pastoren waren sich darin einig, kirchenpolitischen Streit nicht öffentlich auszutragen, sondern friedlich die unterschiedlichen Positionen zu ertragen. Daher blieb es bei einem Patt im Kirchenvorstand“.
  70. LkAH, S 1 H III, Nr. 412, Bl. 23; LkAH, L 5c, unverz., Göttingen, St. Johannis, Visitation 1948. Vgl. insgesamt: Bielefeld, Kirchengemeinden 1945, S. 271 ff.
  71. Böhme, Denecke u. a., Göttingen III, S. 655 f.
  72. LkAH, L 5c, unverz., Göttingen, St. Johannis, Visitation 1954.
  73. KABl. 1958, S. 152.
  74. KABl. 1963, S. 7 f.
  75. LkAH, L 5c, unverz., Göttingen, St. Johannis, Visitationen 1966 und 1972.
  76. LkAH, L 5c, unverz., Göttingen, St. Johannis, Visitation 1966.
  77. LkAH, L 5c, unverz., Göttingen, St. Johannis, Visitationen 1983 und 1994.
  78. Siehe https://tobiasbruderschaft.wir-e.de, 16.05.2025.
  79. Siehe https://www.kultur-kirche.de/, 06.06.2025.
  80. KABl. 2020, S. 205 ff.
  81. KABl. 2026, S. 24 ff. Der KGV wurde gleichzeitig aufgehoben.
  82. KABl. 1963, S. 7 f.
  83. KABl. 2022, S. 189 ff.
  84. KABl. 1958, S. 152; KABl. 1963, S. 7 f.
  85. Bruns, Archidiakonat Nörten, S. 167.
  86. KABl. 1924, S. 86; KABl. 1937, S. 135.
  87. KABl. 2000, S. 150 f.
  88. KABl. 2022, S. 189 ff.
  89. Althaus, Generalvisitation I, S. 106 ff.
  90. KABl. 2022, S. 189 ff.
  91. Vogelsang, S. 87 ff.
  92. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 6,2, S. 909: „Von der bestellynge unde annemynge guder prediger“.
  93. Böhme, Denecke u. a., Göttingen I, S. 516 und S. 528 f.
  94. Vgl. insgesamt Reiche/Scholl, Kirchen, S. 106 ff. (Baubeschreibung und Baugeschichte); knapp: Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 508 f.
  95. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 111.
  96. UB Göttingen I, Nr. 72 [Digitalisat].
  97. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 109.
  98. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 128.
  99. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 131 ff. (Zitat: S. 132); Adam, S. 159 ff.; Kamp, S. 23 ff.
  100. Oberdieck, S. 27
  101. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 118 und S. 124.
  102. LKA, G 15/Göttingen, St. Marienkirche Bd. I, Bl. 30 f.
  103. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 116 f., die Angaben stammen von Architekt Wilhelm Rathkamp (1861–1937); er „hatte an der Restaurierung von 1896/97 mitgewirkt und beschreibt 1920 aus der Erinnerung alte Fundamente, die er während der Bauarbeiten im Kircheninneren gesichtet haben will“.
  104. Lubecus, Annalen, S. 78.
  105. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 130 (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0013000; Lattke, S. 16 ff.
  106. Lattke, S. 20 ff.
  107. Lattke, S. 24 ff.
  108. Lattke, S. 28 ff.
  109. Lattke, S. 36 ff.
  110. Lattke, S. 48 ff.
  111. Lattke, S. 50 ff.
  112. Lattke, S. 52 ff.
  113. Lattke, S. 62 ff.
  114. Lattke, S. 70 ff.
  115. Lattke, S. 32 ff.
  116. Lattke, S. 38 ff.
  117. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 171† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0017106. Vgl. auch Wolfgang Stechow: Ludolph Büsinck, Maler von Münden, und sein Hochaltar für die Göttinger Johanniskirche, in: Göttinger Jahrbuch 1933/34, S. 5–12.
  118. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 142, Abb. 80.
  119. Reiche/Scholl, Kirchen, S. 143 f., Abb. 81 und 82.
  120. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 43† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0004305.
  121. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 42† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0004207.
  122. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 49† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0004905.
  123. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 115† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0011506.
  124. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 127a† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k00127a1.
  125. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 128† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0012807.
  126. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 159† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0015908.
  127. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 163† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0016305.
  128. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 164† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0016403.
  129. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 179† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0017902.
  130. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 181† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0018103.
  131. Vgl. insgesamt: Bielefeld, Orgeln, S. 22 ff. und S. 175 ff.; Festschrift, S. 7 ff. (dort irrtümlich „1334“ anstatt „1434“).
  132. Pape/Schloetmann, Hammer, S. 105.
  133. Vgl. insgesamt: Bielefeld, Orgeln, S. 206 ff.
  134. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 157 (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0015700.
  135. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 12 (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0001206.
  136. Hardege, Glockenneuerwerbungen, S. 38; Poettgen, Glockengießer, S. 43.
  137. DI 19, Stadt Göttingen, Nr. 6† (Werner Arnold), in: www.inschriften.net, urn:nbn:de:0238-di019g001k0000601.
  138. Zum Folgenden: Döring, Friedhöfe, S. 95 ff.