Sprengel Stade, KK Stade | Patrozinium: Cosmas und Damian1 | KO: Keine Kirchenordnung

Orts- und Kirchengeschichte

Schriftlich ist Stade erstmals im Chronicon sive Gesta Saxonum genannt, das Bf. Thietmar von Merseburg (amt. 1009–1018) in den Jahren 1012 bis 1018 verfasste: Thietmar berichtet von einem normannischen Angriff auf Stethu im Jahr 994.2 Stade war etwa im 8. Jh. als Hafenmarktsiedlung entstanden, wohl im 11. Jh. kam eine erzbischöfliche Siedlung hinzu. Ein archäologisch nachgewiesener Ringwall auf dem Spiegelberg lässt sich auf die Zeit um 1000 datieren.3 Die Burg scheint Anfang des 11. Jh. ausgebaut worden zu sein, als die Hafenmarktsiedlung Stade Hauptort der gleichnamigen Grafschaft wurde.4 Seit etwa 944 war die Gft. Stade als erbliches Reichslehen im Besitz der Udonen, die sich später Gf. von Stade nannten. Ab 1063 besaßen sie die Grafschaft als Lehen des Ebf. von Bremen-Hamburg.5 Mit den Brüdern Udo IV. († 1130), Rudolf II. († 1144) und Hartwig, Ebf. von Bremen († 1168) starben die Gf. von Stade in männlicher Linie aus. Nach Streitigkeiten zwischen den Bremer Erzbischöfen und den welfischen Herzögen um die Herrschaftsrechte der Gf. von Stade, kamen Stadt und Gft. Stade schließlich 1236 an das Erzbistum Bremen.6 Vermutlich im 12. Jh. waren Hafenmarktsiedlung und erzbischöfliche Siedlung vereinigt worden. 1181/88 wird Stade in einer Urkunde Ks. Friedrichs I. († 1190) als castrum Stadii et burgum bezeichnet, 1202 bei der ersten welfischen Besitzteilung als Stadium oppidum.7 Die älteste erhaltene Stadtrechtsurkunde stellte der spätere Ks. Otto IV. († 1218) im Jahr 1209 aus; die Urkunde nimmt Bezug auf ältere Rechte, die Hzg, Heinrich der Löwe († 1195) den Einwohnern der Stadt Stade (qui Stadiis civitatem inhabitant) gewährt hatte.8 1249 sind Ratsleute (consules) urkundlich belegt9, 1272 erhielt die Stadt Münzrecht10 und 1279 erließ der Rat der Stadt eine Rechtsordnung (ordele, Stader Statuten).11 1373 schickte die Stadt erstmals Gesandte zu einem Hansetag; 1601 wurde die Stadt aus der hansischen Matrikel gestrichen.12 Eine erste Stadtansicht ist aus der Mitte des 16. Jh. überliefert (Kupferstecher Martin Weigel)13, weitere u. a. von 1568 (Elbkarte Melchior Lorichs)14, aus der Zeit vor 1590 (Georg Braun, Franz Hogenberg)15, um 1600 (Leonard Schot)16 und aus der Mitte des 17. Jh. (nach Vorlage Braun/Hogenberg, Verleger Matthäus Merian).17 Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) blieb das Gebiet der säkularisierten Hochstifte Bremen und Verden unter schwedischer Herrschaft (vereinigte Herzogtümer Bremen-Verden). Ende Mai 1659 zerstörte ein Stadtbrand große Teile Stades. Im Großen Nordischen Krieg (1700–1721) besetzte Dänemark 1712 die Hzm. Bremen und Verden und 1715 konnte das welfische Kfsm. Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) die beiden Territorien erwerben (1719 von Schweden gegen weitere Zahlung anerkannt). Damit kam Stade nach rund fünfeinhalb Jahrhunderten wieder unter welfische Herrschaft. In französischer Zeit war Stade im Jahr 1810 kurzzeitig Hauptstadt des Departements der Elbe- und Wesermündung im Kgr. Westphalen und kam dann an das Kaiserreich Frankreich (Département des Bouches de l’Elbe, Arrondissement Stade, 1811–1814). Ab 1815 gehörte Stade zum neugegründeten Kgr. Hannover; die amtsfreie Stadt war Sitz der Provinzialregierung Stade (ab 1816) bzw. der Landdrostei Stade (ab 1823). Mit der Annexion des Kgr. Hannover kam die Stadt 1866 zum Kgr. Preußen. Seit Einführung der Kreisverfassung 1885 ist Stade Teil und Sitz des gleichnamigen Kreises bzw. Landkreises (1932 vergrößert, seit 1939 Bezeichnung Lkr.); bis 1978 war die Stadt zudem Sitz des Regierungsbezirks Stade. 1925 wurden Brunshausen und Stader Sand eingemeindet, 1926 Campe und 1972 Bützfleth (mit Abbenfleth, Bützflethermoor, Götzdorf), Haddorf, Hagen (mit Steinbeck), Schölisch und Wiepenkathen. Zur Struktur der Stadt schrieb das Pfarramt der St.-Cosmae-und-St.-Nicolai-KG 1961: „Stade ist Regierungssitz, hat ein Amts- und ein Landgericht. In Stade wohnen viele Kaufleute und Handwerker, auch allerlei Pendler, die in Hamburg ihren Arbeitsplatz haben. Die eigene Industrie ist nur schwach ausgebildet.“18 1813 lebten etwa 4.740 Menschen in Stade, 1871 rund 10.280, 1939 fast 19.600, 1947 ungefähr 26.160 und 2021 rund 47.500 (mit Eingemeindungen).
Der älteste Beleg für kirchliches bzw. christliches Leben in Stade ist ein karolingisches Gräberfeld im Bereich der heutigen Hökerstraße; es lässt sich auf das 9. Jh. datieren. Die Gräber sind nach christlichem Ritus in West-Ost Richtung angelegt.19 Vielleicht stand im Bereich des Gräberfelds ein bereits eine Kirche oder Kapelle, archäologisch belegen ließ sich dies bisher jedoch nicht. Die Kirche Ss. Cosmae et Damiani ist wohl frühestens in der zweiten Hälfte des 10. Jh. errichtet worden, nachdem Bf. Adaldag von Bremen-Hamburg (amt. 937–988) im Jahr 965 die Leichname der beiden Ärztemärtyrer aus Rom nach Bremen überführt hatte.20 Die ältesten Teile des heutigen Kirchengebäudes stammen etwa aus der zweiten Hälfte des 13. Jh.

Kirche, Ansicht von Südsüdwesten, um 1850/55, Grafik (?)

Kirche, Ansicht von Südsüdwesten, um 1850/55, Grafik (?)

Die älteste schriftliche Erwähnung der Kirche Ss. Cosmae et Damiani findet sich in einer Urkunde aus dem Jahr 1257, in der Ebf. Gerhard II. von Bremen (amt. 1219–1258) eine ältere Urkunde Ebf. Adalberts II. (amt. 1123–1148) für das Stader St. Georgskloster aus dem Jahr 1132/37 bestätigte.21 Der Text dieser älteren Urkunde ist 1257 jedoch verfälscht und ergänzt worden, so dass die dortige Nennung der capella sanctorum Cosme et Damiani kein Beleg für deren Existenz um 1132/37 ist.22 Die Kapelle soll Eigentum der Gf. von Stade gewesen sein (ex antiquo paterne hereditatis iure). Gfn. Ricardis und ihr Sohn, Gf. Rudolf II. von Stade († 1144), hatten 1132/37 das Prämonstratenserkloster St. Georg in Stade gestiftet, das während des ersten Jahrhunderts seines Bestehens eine Vorrangstellung unter den Kirchen in Stade erlangte.23 Mit der Urkunde von 1257 befestigte das Kloster seine Position: Ebf. Gerhard II. bestätigte u. a. das Patronat des Klosters über die Kirchen und Kapellen in Stade, namentlich über die Kirchen St. Wilhadi und St. Pancratii (auf der Burg) sowie über die Kapellen Ss. Cosmae et Damiani, St. Nicolai trans aquam (jenseits des Wassers) und St. Spiritus (Heilig-Geist-Spital), des Weiteren über die Kapellen in Bützfleth und Bardesvlete (Grünendeich).24 Die Bezeichnung Kapelle macht deutlich, dass die Cosmaekirche seinerzeit keine Pfarrrechte besaß. Im Stader Stadtbuch findet sich allerdings bereits zum Jahr 1297 die Bezeichnung Kirche: Erwähnt werden die Geschworenen (Kirchenältesten) der Kirche Ss. Cosmae et Damiani (iurati ecclesie sancti Cosme et Damiani).25 Die Begriffe Kirche und Kapelle erscheinen in der Folgezeit parallel. Eine Urkunde aus dem Jahr 1328 nennt in ihrer Zeugenliste drei Vikare: Johannes dictus Crocus, Everhardus und Ericus Stocvlet. 1336 ist im Stadtbuch ein cimiterium Sancti Cosme (Friedhof) genannt, 1339 sind wiederum die Kirchengeschworenen belegt.26 Im Jahr 1389 war Fredericus de Norwegia Vikar in der capella ss. Cosme et Damiani.27 Eine Urkunde aus dem Jahr 1405 nennt das Gotteshaus erneut Kirche (ebenso wie St. Nicolai, St. Pancratii, St. Spiritus, St. Georg und St. Wilhadi) und erwähnt einen Pfarrer (rector ecclesiae).28 Auch im Laufe des 15. Jh. findet sich in den Quellen sowohl die Bezeichnung capella als auch ecclesia.29 Im Jahr 1440 sind Kirchengeschworene an Ss. Cosmae et Damiani, an St. Georg und an St. Wilhadi urkundlich belegt.30 Und 1493 ist erstmals ein Kirchspiel der Cosmaekirche belegt (parochie sanctorum Cosme & damiani opidi Staden), wobei das Gotteshaus gleichzeitig erneut als capella bezeichnet wird.31

Kirche St. Cosmae, Ausschnitt aus einem Holzschnitt von Martin Weigel, um 1550

Kirche St. Cosmae, Ausschnitt aus einem Holzschnitt von Martin Weigel, um 1550

Mehrere Nebenaltäre32 lassen sich in der Cosmaekirche nachweisen: U. a. ein Altar zu Ehren der beiden Heiligen Andreas und Martin, gestiftet 1328 vom Ostener Pfr. Otto33; 1409 ein Marienaltar, gestiftet vom Grödener Pfr. Herwrad de Overendorpe34; 1418 existierte ein Altar für die Heiligen Laurentius und Paulus (1423: altare. ss. Petri et Pauli Laurentii et Adaucti mart.)35; 1427 und 1462 ist ein Magnusaltar belegt36; 1458 ein Jakobusaltar37; 1463 stiftete der Bremer Erzbischof einen Kreuzaltar38; 1487 bestand eine Vikarie St. Johannes Evangelista und St. Christopher39; 1492 ist ein Altar der Rosenkranzbruderschaft St. Marien belegt.40
Neben der genannten Kirchen und Kapellen zählten weitere Klöster zur mittelalterlichen Kirchenlandschaft Stades.41 An der 1142 gestifteten Marienkirche vor der Stadt (extra muros) gründeten die Brüder Dudo, Adeko und Ricbert, Söhne des Stader Vogts Alvericus, im Jahr 1147 ein Benediktinerkloster; der Konvent errichtete 1500 eine neue Klosteranlage innerhalb der Stadtmauern.42 Vor 1240 kam das Franziskanerkloster St. Johannes der Täufer hinzu43 und 1339/40 ist ein Beginenkonvent belegt.44 Mehrer Bruderschaften lassen sich in Stade nachweisen: u. a. eine Kalandsbruderschaft (um 1250 im Land Kehdingen gegründet, im 15. Jh. nach Stade verlegt), eine St.-Pancratii-Bruderschaft (1414), eine St.-Antonii- Bruderschaft (1439), eine Liebfrauen- und St.-Annen-Bruderschaft (1507) sowie mehrere Rosenkranzbruderschaften.45 Das Heilig-Geist-Hospital und das Gertruden-Hospital wurden von Bruderschaften getragen.46 Die Bruderschaften St. Antonii, St. Pankratii und Rosenkranz-Gotteshülfe bestehen bis heute, ebenso die nachref. Kaufleute- und Schifferbruderschaft (1556). Jüd. Einwohner lassen sich in Stade erstmals Mitte des 14. Jh. belegen, wobei unklar ist, ob auch eine jüd. Gemeinde existierte.47

Kirche, Ansicht von Nordosten, Teilansicht, um 1942, Grafik

Kirche, Ansicht von Nordosten, Teilansicht, um 1942, Grafik

Ausgangspunkt der Reformation in Stade war das Prämonstratenserkloster St. Georg.48 Der Mönch Johann Hollmann, 1520 als Mitglied des Konvents St. Georg belegt49, soll bereits 1522/23 an der St. Nicolaikirche luth. gepredigt haben. Als einer der ersten luth. Geistlichen überhaupt gab er den Zölibat auf und heiratetet; etwa 1523 wurde sein gleichnamiger Sohn geboren.50 Seit spätestens 1529 war P. Johann Hollmann auch rector ecclesiae an Ss. Cosmae et Damiani.51 Im Jahr 1527 hatten die Franziskaner das Stader Kloster St. Johannis aufgegeben und aus den Rechnungen der Stader Kalandsbruderschaft geht hervor, dass 1531 die Zahlungen für Seelenmessen in der Cosmaekirche aufhörten.52 1541 erhielt die Seelgerätstiftung des Bgm. Johann de Sworen und seiner Frau Mette aus dem Jahr 1492 eine neue Bestimmung: Der Ertrag des Stiftungskapitals diente nun u. a. zur Bezahlung des Predigers und des Kaplans an Ss. Cosmae et Damiani.53 Im Jahr 1540 hatte die St. Antonii-Bruderschaft mit P. Dietrich Stölting, Pfarrer in Hollern und von 1546 bis 1554 an Ss. Cosmae et Damiani, erstmals einen ev. Geistlichen aufgenommen.54 Das St. Georgskloster war 1551 verlassen und der Rat der Stadt übernahm nicht nur die dazugehörige Schule, sondern eignete sich auch das Patronat über die Kirchen der Stadt an. Im ehemaligen Kloster St. Johannis richtete der Magistrat 1563 ein Armenhaus ein.
Während sich die luth. Lehre also in Stade bereits Ende der 1520er Jahre anscheinend weitgehend durchgesetzt hatte, bekämpfte der Bremer Ebf. und Landesherr Christoph von Braunschweig-Lüneburg (amt. 1511–1558) das Luthertum. Sein Bruder und Nachfolger, Ebf. Georg (amt. 1558–1566), duldete den neuen Glauben und mit Ebf. Heinrich III. (amt. 1567–1585) übernahm schließlich ein ev. Erzbischof das Bistum. Ein Jahr später wählte auch das Stader Marienkloster einen ev. Abt. Angeblich stellte die Stadt Stade in der zweiten Hälfte des 16. Jh. auch eine eigene ev. Kirchenordnung auf, über die allerdings nichts bekannt ist. Die älteste überlieferte Stader KO wurde um 1620/22 aufgestellt.55 Seinerzeit besaß Stade vier Pfarrkirchen: Ss. Cosmae et Damiani, St. Wilhadi, St. Pancratii und St. Nicolai.56

Kirche, Blick zur Orgel, Kupferdruck, vor 1948

Kirche, Blick zur Orgel, Kupferdruck, vor 1948

Neben diesen vier Kirchspielen bestanden in Stade in der zweiten Hälfte des 16. Jh. auch zwei ref. Gemeinden, eine niederländische (nach 1577) und eine englische (ab 1587, Merchant Adventurers): „Der Rat der Stadt duldete alle evangelischen Richtungen.“57 Der englischen Gemeinde hatte die Stadt vor 1589 vermutlich die ehemalige Klosterkirche St. Georg zur Verfügung gestellt58, die niederländische Gemeinde berief 1588 einen eigenen ref. Prediger aus Delft und nutzte seit März 1589 anscheinend ebenfalls die Kirche St. Georg.59 An dem 1588 eröffneten akademischen Gymnasium Stade (Athenaeum), hervorgegangen aus der Georgsschule, herrschte ein „interkonfessionelle[r] Geist“, der sich auch auf die Kirchspielkirchen auswirkte, „da die Lehrer des Gymnasiums oft gleichzeitig oder später ein Predigtamt verwalteten“.60 Diese „Herrschaft des Kryptocalvinismus“61 in Stade endete, nachdem die Merchant Adventurers sich 1611/12 in Hamburg niederließen und sich die niederländische Gemeinde 1618 aufgelöst hatte. Allerdings sparte auch die Stader KO von etwa 1620/22, die die Prediger der Stadt auf die luth. Bekenntnisschriften verpflichtete, die Konkordienformel von 1577 aus.62 Sie war erst in der KO von 1652 enthalten.63
Nachdem die Merchant Adventurers Stade verlassen hatten, bemühte sich der Rat um die Ansiedlung portugiesischer Juden. 1613 erwarben auch deutsche Juden das Recht, sich in Stade niederzulassen. Allerdings lösten sich beide jüdische Gemeinden bald wieder auf (1619 die portugiesische, um 1630 die deutsche).64
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) nahmen im Mai 1628 kaiserliche Truppen die Stadt Stade ein. Die Klöster wurden wieder mit kath. Mönchen besetzt und auf Grundlage des Restitutionsedikts von 1629 wurden später auch die Pfarrkirchen der Stadt Stade wieder katholisch. Allein St. Nicolai blieb evangelisch, da die Stadt anhand des Grabsteins von P. Johann Hollmann († 1538) nachweisen konnte, dass in dieser Kirche bereits vor 1552 luth. gepredigt worden war.65 Im März 1630 mussten die ev. Prediger der übrigen Stader Kirchen die Stadt verlassen.66 Nachdem 1632 schwedische Truppen die Stadt eingenommen hatten, konnten sie zurückkehren. Im Rechnungsbuch der Ss. Cosmae et Damiani-Kirche fasste Rechnungsführer Paul Bloir im Jahr 1632 die Entwicklung der vergangenen drei Jahr kurz zusammen: Die „weisen Münche S. Cosmae et Damiani Kirchen anno 1629 den 17. Novembris eingenommen, die Herrn Pastoren darauß getrieben, die frawen stuele darin zerbrochen […] und also die Kirche […] nach ihren gefallen gebrauchet, biß das durch gottes wunderliche schickung vnnd der großen königlichen Schwedischen macht […] anno 1632, den 5 May wiederumb diese Stadt vnnd Kirchen mit ihrem General Pappenheim doch vngern vnnd mit der Kirchen großen Schaden vnd guldenen Kelcken haben vorlaßen müßen“.67 Zu Pfingsten 1632 sammelte die Gemeinde Geld, um die Frauenstühle wiederherstellen zu lassen. Seit Ende 1651 war Stade Sitz des Konsistoriums für die Hzm. Bremen und Verden; P. Michael Havemann (amt. 1633–1651) gab das Pfarramt an Ss. Cosmae et Damiani auf und wurde erster Generalsuperintendent der beiden Herzogtümer.68

Kirche, Blick in den Chorraum, um 1928

Kirche, Blick in den Chorraum, um 1928

Beim Stader Stadtbrand von 1659 brannten auch die Kirchen der Stadt aus. Die beiden ehemaligen Klosterkirchen St. Johannis und St. Georg wurden nicht wieder aufgebaut. Dem Brand in Ss. Cosmae et Damiani fielen auch Habseligkeiten vieler Einwohner zum Opfer. Sie hatten sie bei Ausbruch des Feuers in die Kirche gebracht in der Hoffnung, dass sie dort geschützt wären.69 Zum Wiederaufbau ihrer Kirche sammelte die Gemeinde Spenden in Hamburg, Lübeck und Bremen.70 Seit Juni 1661 fanden wieder regelmäßig Gottesdienste in Ss. Cosmae et Damiani statt und 1668 begann Berendt Hus (Glückstadt) mit dem Bau der Orgel.71 Mit dem Abbruch der St. Pancratii-Kirche im Jahr 1733 reduzierte sich die Zahl der Stader Pfarrkirchen auf drei. Die ehemalige Pancratii-Gemeinde wurde in die Nicolai-Gemeinde umgepfarrt. Gut hundert Jahre später wurde auch die St. Nicolaikirche abgetragen und ihre Gemeinde in den Pfarrbezirk Ss. Cosmae et Damiani umgepfarrt.72 Für die vergrößerte Gemeinde bürgerte sich der Name St. Cosmae-Nicolai ein. Die Gemeindekirche wurde mitunter auch als ‚Ratskapelle‘ bezeichnet; sie galt als Bürgerkirche und ihr Pfarrgebiet umfasste den größten Teil der Altstadt, während die Außendörfer zum Kirchspiel der Wilhadikirche gehörten.73
Im 18. Jh. lebte nur eine jüd. Familie in Stade.74 1811/12, als Stade zum Kaiserreich Frankreich gehörte, kamen drei weitere Familien hinzu. 1824 wählten sie erstmals einen Gemeindevorsteher. Die 1842 eingerichtete Synagogengemeinde Stade umfasste auch Hagenah, Himmelpforten, Oldendorf und Wischhafen; die Zahl der Gemeindeglieder lag 1844 bei etwa 40. Als Synagogenraum diente ein angemietetes Zimmer.
Im Zentrum der ev. Erweckungsbewegung in der ersten Hälfte des 19. Jh. stand in Stade Georg Friedrich Sattler (1794–1866), Konrektor und später Rektor des Gymnasiums.75 Auf seine Initiative gründete sich 1832 die „Stader Bibel- und Missionsgesellschaft“, der älteste norddeutsche Missionsverein. Seit 1853 kooperierte der Verein mit der Hermannsburger Mission.
Nachdem P. Georg Gottfried Hinterthür (amt. 1832–1843) gestorben war, blieb die erste Pfarrstelle an Ss. Cosmae et Damiani vorerst vakant.76 Regierung und Ministerium der geistlichen und Unterrichtsangelegenheiten hatten das Verfahren ausgesetzt, da eine neue Kirchenverfassung in Arbeit sei. Mit der gleichen Begründung blieb nach 1846 auch die erste Pfarrstelle an St. Wilhadi vakant. Zudem erhielt das Geistliche Ministerium der Stadt Stade keinen neuen Senior. Hatten Anfang des 19. Jh. noch insgesamt fünf Prediger an drei Stader Stadtkirchen gepredigt, waren es 1847 noch zwei Prediger an zwei Kirchen. Die beiden Gemeinden beklagten sich 1847 bei Magistrat und Ministerium über diese Zustände, erreichten jedoch keine Verbesserung. Erst etwa 1855 rückten die bisherigen zweiten Prediger der beiden Kirchen jeweils in die erste Pfarrstelle auf und mit P. Johann Matthias Heinrich Voigt (amt. 1855–1864) kam ein dritter Stadtprediger hinzu, der in beiden Stadtgemeinden aktiv war.77 1858/59 übernahm P. Voigt die erste Pfarrstelle an Ss. Cosmae et Damiani und anstelle des dritten Stadtpfarrers teilten sich die beiden Stader Gemeinden bis Ende der 1860er Jahren gemeinsame Hilfsprediger.

Kirche, Blick in den nördlichen Querhausarm, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1966

Kirche, Blick in den nördlichen Querhausarm, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1966

Die Einführung von Kirchenvorständen in den Gemeinden des Kgr. Hannover im Jahr 1848 hatte zunächst keine Auswirkungen auf die Stader Gemeinden, da hier bereits Gremien existierten, die die Kirchengemeinden vertraten.78 Erst seit 1865 wählen die Gemeindeglieder in Stade Kirchenvorstände. Die Stader Pastoren bildeten seit 1868 eine gemeinsame Bezirkssynode mit den Pastoren der Insp. Himmelpforten bzw. Osten.79 Nach Verabschiedung der neuen Verfassung der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers im Jahr 1922 (in Kraft getreten 1924) lehnte das Landeskonsistorium Hannover eine weitere Mitwirkung der Stadt Stade bei der Besetzung der Stader Pfarrstellen ab.80 Stade wurde Sitz des neuen KK Stade-Osten (später: KK Stade), der sich aus der ehemaligen Insp. Osten und der Stadt Stade zusammensetzte. Mit der St. Josefskirche, erbaut nordwestlich der Altstadt an der Schiffertorstraße, erhielt Stade 1901 wieder eine kath. Kirche (Neubau 1979–82).
Während der NS-Zeit hatte P. Fritz Starcke (amt. 1913–1950) die erste Pfarrstelle an Ss. Cosmae et Damiani inne sowie P. Gustav Mohr (amt. 1913–1934) und P. Hermann Ubbelohde (amt. 1935–1959) die zweite. Während P. Mohr Mitglied der NSDAP war und kirchenpolitisch zu den DC zählte (1937 aus beiden ausgetreten), gehörten P. Starcke und P. Ubbelohde zunächst zum preußischen Pfarrernotbund und später zur Hannoverschen Bekenntnisgemeinschaft.81 Bei der Neuwahl des KV 1933 setzten sich die Kandidaten der DC durch, lediglich ein Viertel des KV bestand aus Nicht-DC-Mitgliedern.82 Zum 1. April 1934 schlossen sich die beiden Stader Stadtgemeinden zur „Vereinigten Kirchengemeinde St. Wilhadi und St. Cosmae-Nicolai“ zusammen.83
P. Starcke und P. Ubbelohde setzten sich 1935 für den zweiten Prediger an der Wilhadikirche ein, P. Johann Gerhard Behrens (amt. 1924–1935). P. Behrens hatte sich 1935 im Konfirmandenunterricht kritisch über die antisemitische Wochenzeitung „Der Stürmer“ geäußert und war daraufhin von SS- und SA-Männern überfallen, misshandelt und „unter Begleitung einer SS-Kapelle und der örtlichen Hitlerjugend durch die Strassen der Stadt geführt“ worden.84 Dabei musste er ein Schild mit der Aufschrift „Ich bin ein Judenknecht“ tragen. Die Kirchenleitung versetzte P. Behrens kurze Zeit später nach Detern in Ostfriesland. Rückblickend schrieben die beiden Pastoren der Cosmaekirche in ihren Antworten zum „Fragebogen zur Geschichte der Landeskirche von 1933 bis Kriegsende“, den sie wohl in der zweiten Jahreshälfte 1947 ausfüllten, die Ausschreitungen gegen P. Behrens hätten „der breitesten Öffentlichkeit in Stade die Augen darüber geöffnet, welch unmenschliche, widerchristliche, ja satanischen Mächte im Nationalsozialismus am Werke waren“.85 Sie kritisierten zudem, dass P. Behrens nach 1945 nicht rehabilitiert worden war, der deutschchristliche Sup. Paul Friedrich Crusius (amt. 1933–1959) jedoch, der 1935 in die NSDAP eingetreten war, im Amt bleiben konnte. P. Starcke und P. Ubbelohde zählten zudem Fälle jüd. Bürgerinnen und Bürger auf, die verfolgt und ermordet worden waren. Resümierend hielten sie fest: „Wer solche und noch verschiedene andere ähnliche Fälle aus nächster Nähe miterlebt und mitdurchlitten hat, weiss um die Mitschuld aller an dem grauenhaften Geschehen der zwölf Jahre der NS-Gewaltherrschaft, auch um die Mitschuld der Kirche, die nicht in einem gemeinsamen öffentlichen Zeugnis gegen die millionenhafte Ermordung völlig unschuldiger und wehrloser Menschen ihre Stimme erhoben hat.“86 Sie knüpften damit gleichsam an ein Schreiben an, das sie im Oktober 1935 an Lbf. August Marahrens (amt. 1925–1947) gerichtet hatten und indem sie formuliert hatten, zu Boykott und Verhöhnung der Juden dürfe „die Kirche nicht schweigen, wenn sie sich als Kirche noch ernst nehmen will, denn sie ist gehalten die Barmherzigkeit Christi allen zu bezeugen. […] Wir bedürfen aber darüber hinaus in dieser Sache eines entscheidenden Wortes der Vorläufigen Leitung der deutschen evangelischen Kirche gegen den Ungeist der Unbarmherzigkeit und der Gehässigkeit, der sich gegen die Juden wendet, und es geht u. E. nicht an, dass wir aus taktischen Gründen – weil etwa gegenwärtig sich uns ein Weg aufzutun scheint, auf dem die Kirche zum Frieden mit dem Staat kommen könnte – die Barmherzigkeit Christi dem Verfolgten versagen und so mit schuldig daran werden, wenn sie inzwischen innerlich und äusserlich zugrundegehen.“87 Eine Antwort von Lbf. Marahrens ist nicht bekannt.88 Anfang 1939 lebten noch 18 Jüdinnen und Juden in Stade; einige konnten emigrieren, mindestens zehn von ihnen wurden deportiert und in Konzentrationslagern ermordet.89

Kirche, Blick zur Orgel, vor 1948

Kirche, Blick zur Orgel, vor 1948

Aufgrund des Zuzugs Geflüchteter stieg die Einwohnerzahl Stades nach Ende des Zweiten Weltkriegs stark an. Zum 1. April 1947 hob das Landeskirchen nach nur 13 Jahren die Vereinigte KG Stade auf und stellte die eigenständigen KG St. Wilhadi und St. Cosmae-Nicolai wieder her; zum Gebiet der Cosmaegemeinde zählten nun auch die Außenorte links der Schwinge.90 Über den gleichzeitig gegründeten Gesamtverband Stade unterhielten die beiden Gemeinden gemeinsam eine Schwesternstation und den Horstfriedhof. Ein Jahr später erhielt die St. Cosmae-Nicolai-Gemeinde eine dritte Pfarrstelle.91 Die Zahl der Gemeindeglieder lag 1951 bei knapp 12.600, nach Einschätzung des Stader Sup. Crusius war es jedoch „nur ein kleiner Kreis von Gemeindegliedern, die sich aktiv im Leben der Gemeinde einsetzen“. Die Arbeiterschaft beispielsweise stehe „fast geschlossen am Rande“, wie er in seinem Visitationsbericht festhielt.92 Die Jugendarbeit der Gemeinde lag 1961 in der Hand eines Stadtjugendpastors.
Zum 1. Januar 1965 verkleinerte sich die St. Cosmae-Nicolai-Gemeinde: Das LKA Hannover trennte den dritten Pfarrbezirk (südlicher Gemeindeteil) ab und errichtete hier die Ev.-luth. Markus-KG Stade. Von ihrer Muttergemeinde übernahm die neue Gemeinde eine Pfarrstelle.93 Im Jahr 1969 lag die Zahl der Gemeindeglieder der St.-Cosmae-Nicolai-KG bei etwa 7.500.
Im Rahmen der Partnerschaft zwischen der hannoverschen und der sächsischen Landeskirche knüpfte die St. Cosmae-Nicolai-KG Kontakte zur Kirchgemeinde Hohenstein-Ernstthal (westlich von Chemnitz).94 1983 beschrieb der Stader Sup. die Cosmaegemeinde als eine „in der Vielzahl ihrer Aktivitäten und Arbeitszweige und ehrenamtlichen Mitarbeiter lebendige Gemeinde“.95 Gemeinsam mit der Markus-KG nutzt die Gemeinde das 1983 neu erbaute Gemeindezentrum Bockhorster Weg, gemeinsam mit der Wilhadigemeinde das 1981 eingeweihte Pastor-Behrens-Haus. 1985 begann eine aufwendige Sanierung der Ss. Cosmae et Damiani-Kirche; Mitte September 1991 konnte die Gemeinde sie wieder einweihen. Im Jahr 2007 gründeten die beiden Stader Altstadtgemeinden die gemeinsame St. Cosmae-Wilhadi-Stiftung zum Erhalt der historischen Kirchen in Stade.
Zusammen mit den Gemeinden Markus, Johannis, St. Wilhadi sowie Estebrügge startete die Cosmaegemeinde 2008 die „Stader Flotte“: Als Teil des Konfirmandenunterrichts treffen sich die Konfirmand*innen der fünf Gemeinden jedes Jahr im Herbst zu einer achttägigen Fahrt auf dem Ijsselmeer.96 Zum 1. Januar 2011 richtete die St.-Cosmae-und-St.-Nicolai-KG ein verbundenes Pfarramt mit der St.-Wilhadi-KG und der St.-Nicolai-KG Bützfleth ein (Stadtpfarramt).97 Im gleichen Jahr gehörte die Cosmaegemeinde zu den Gründerinnen des Ev.-luth. Kindertagesstättenverbands Stade, der die Trägerschaft des Kindergartens „Arche“ und der Kita „Cosmae-Spatzen“ übernahm.98 Seit 2012 ist Ss. Cosmae et Damiani Radwegekirche.

Pfarrstellen

I: vorref. – II: vorref. (Kaplanei, Diakonat). – III: 1948–1965 (übergegangen auf die Markusgemeinde).99

Umfang

Nordwestliche Teile der Stadt Stade (mit Stader Sand, Brunshausen, Schnee, Schölisch, Hohenwedel; die Außenorte hatten bis 1934 zu St. Wilhadi gehört). Bis 1965 auch Haddorf, Hahle, Weißenmoor und Wiepenkathen (dann zur neuen Markusgemeinde; auch diese Außenorte hatten bis 1934 zu St. Wilhadi gehört). Von 1930 bis 1956 auch die KapG Deinste.100 Im Jahr 2000 Grenzänderungen zwischen den vier Stader Gemeinden St. Wilhadi, St.-Cosmae-und-St.-Nicolai, Johannis und Markus.101

Aufsichtsbezirk

Archidiakonat des Bremer Dompropstes.102 – Seit etwa 1550 Geistliches Ministerium der Stadt Stade mit einem Senior an der Spitze; der Fundamental-Rezeß von 1652, geschlossen zwischen der Stadt Stade und der schwedischen Kngn. Christina († 1689) bestätigte, dass dem „Rat die Inspektion der Kirchen“ zustehe.103 Seit 1924 KK Stade (anfangs Stade-Osten, ab 1939 Stade-Altes Land104), Sitz der Suptur. an St. Wilhadi (das Geistliche Ministerium bestand „als inoffizieller Zusammenschluß der Stader Pastoren bis Anfang der siebziger Jahre“ fort).105 – Stade war von 1651 bis 1903 Sitz der Generalsuperintendentur für die Hzm. Bremen und Verden sowie seit 1936 Sitz der Landessuperintendentur Stade.106

Patronat
Kirche, Blick in den südlichen Querhausarm, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1966

Kirche, Blick in den südlichen Querhausarm, Foto: Ernst Witt, Hannover, 1966

1231 klagte der Bremer Dompropst, das Stader Kloster St. Georg verletze sein Patronatsrecht über St. Wilhadi und die übrigen Stader Kirchen.107 1257 bestätigte der Bremer Ebf. Gerhard II. (amt. 1219–1258) u. a. das Patronat des Klosters St. Georg über die Kapelle sanctorum Cosme et Damiani.108 Nach Aufgabe des Klosters um 1550 eignete sich der Rat der Stadt das Patronat an und der Erwerb der ehemaligen Klostergüter „mit aller Gerechtigkeit“ im Jahr 1587 machte die Stadt auch formal zum Inhaber des Patronatsrechts.109 Laut Artikel 3 der Stader KO von etwa 1620/22 hatten die „obereltesten, elsten und sämptlichen juraten“ der Kirche Ss. Cosmae et Damiani die Macht „einen pastoren oder kaplan, welchen sie wollen, zu erwehlen, anzunehmen und einzusetzen“.110 Unter diesen Oberältesten, Ältesten und Juraten (oder Oberen, Ältesten und Juraten, wie es in der KO von 1652 heißt), ist ein Kirchspielkollegium zu verstehen, das anscheinend bestand aus „einem patrozinierenden Bürgermeister, den im Kirchspiel ansässigen Ratsherren und den mit der Verwaltung der Kirchengelder betrauten, aus den Bürgern gewählten Kirchgeschworenen“.111 Im Jahr 1824 wurde „das spezielle Patronat des Bürgermeisters aufgehoben […] und die Patronatsrechte dem ganzen Magistrat übertragen“ (Stadtverfassung, 1. September 1824).112 Seit 1865 bestand zur Wahl eines neuen Pastors ein Wahlkollegium, dass sich zusammensetzte „aus den evangelischen Mitgliedern des Magistrats, den Mitgliedern des Kirchenvorstandes der betreffenden Kirchengemeinde und einer der Zahl der Kirchenvorsteher gleichen Zahl von Gemeindegliedern als Wahlmännern“ (8. August 1865, Ordnung betreffend die Feststellung der kirchlichen Verhältnisse in der Stadt Stade).113 Die städtische Mitwirkung bei der Pfarrstellenbesetzung endete 1924.114

Kirchenbau
Kirche, Grundriss, 1934

Kirche, Grundriss, 1934

Backsteinbau mit Langhaus, Querhaus und dreischiffigem Chor mit geradem, dreigiebeligem Ostschluss, älteste Teile erbaut wohl Mitte des 13. Jh. (West- und Nordwand des Schiffs). Ostteil der Kirche leicht achsenverschoben; südliches Chorseitenschiff nach Osten verjüngt. Über dem Langhaus Satteldach mit Krüppelwalm im Westen, über Querhaus und Chor parallele Satteldächer, über den Querhausarmen mit Walm nach Westen. Stützpfeiler an Schiff und Chor. An der Nordseite des Langhauses sechs schmale Spitzbogenfenster, Südseite des Langhauses mit vier dreibahnigen Spitzbogenfenstern; an der Nordseite des Querhauses Portal mit Dreiecksgiebel, darin Inschrift: „Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses“, flankiert von zwei niedrigen Flachbogenfenstern, darüber drei Spitzbogenfenster, Westseite mit zweibahnigem Rundbogenfenster; Nordseite des nördlichen Seitenschiffs mit standerkerartigem Vorsprung und flach- bzw. rundgewölbten, mehrbahnigen Fenstern; an der Südseite des Querhauses Portal mit Kleeblattbogen und Inschrift „Ehre sei Gott in der Höhe!“, darüber dreibahniges Rundbogenfenster, links dreibahniges, rechts zweibahniges Rundbogenfenster, Westseite mit vermauertem Rundbogenfenster; Südwand des südlichen Seitenschiffes mit rund- bzw. spitzgewölbten, mehrbahnigen Fenstern; östliche Chorwand mit vier großen, mehrbahnigen Rundbogenfenstern, in den Giebeldreiecken Blendnischen sowie im mittleren ein Kreisfenster; Westwand mit rundbogigem Portal in Spitzbogennische. Im Innern verputztes, stuckverziertes Holztonnengewölbe im Schiff, Kreuzrippengewölbe in der Vierung, verputztes, stuckverziertes Holztonnengewölbe im mittleren Chor, flache Decken in Querhausarmen und Seitenschiffen des Chors; spitzbogige Vierungsbögen; weite Rundbögen zwischen Chor und Seitenschiffen; Holzwand zwischen Chor und nördlichem Seitenschiff (Gemeindesaal, Winterkirche); Eisengitter zwischen Chor und südlichem Seitenschiff (Gertrudenkapelle); seitliche Balusterbrüstungen zwischen Chor und Vierung; hölzerner Sakristeiverschlag im nördlichen Querhausarm; Orgelempore im Westen; Emporen in den Querhausarmen und Chorseitenschiffen. Baunaht zwischen Langhaus und dem achsenverschobenen Ostteil der Kirche lässt zwei Bauphasen vermuten, zunächst Bau des Langhauses und nach wohl nur kurzer Unterbrechung etwa in der zweiten Hälfte des 13. Jh. Bau des Querhauses und des Chors mit vermutlich geradem Ostabschluss; die Kirche erhielt damit einen kreuzförmigen Grundriss.115 Im 15. Jh. Seitenschiffe des Chors erbaut. 1622 Ostwand des Chors neu errichtet. 1650 Südwand neu errichtet. Wohl 1650 im Nordosten Anbau mit Treppe zu Empore errichtet. 1659 Kirche ausgebrannt (Stadtbrand). 1659–62 Wiederaufbau, Reparatur Vierungsgewölbe und Neubau der Dächer. 1727 Stuck an Langhausdecke erneuert. 1757–61 Sicherungsarbeiten an den Vierungspfeilern, Ringanker in der Vierung. 1860 Dacherneuerung. 1879 Portalvorbau an Südseite; Portalvorbauten im Norden und Westen ebenfalls 19. Jh. 1910 Neuausmalung (Otto Fischer-Trachau, Hamburg). 1910 Orgelempore nach Osten erweitert. 1952 Gemeindesaal unter Nordostempore eingerichtet. 1963–66 Sanierung, u. a. Treppenanbau an Nordostseite abgebrochen; Außenmauerwerk erneuert; Vierungspfeiler durch Zementverpressung gefestigt (führte zu Schädigung des Mauerwerks durch Bildung von Treibmineralien); Eisengitter zwischen Chor und südlichem Seitenschiff angebracht (Gertrudenkapelle); Kastengestühle im Chor abgebaut. 1972–75 Orgelempore wieder verkürzt (im Rahmen der Orgelrestaurierung). 1985–91 Außen und Innensanierung, u. a. West- und Ostfassade neu aufgemauert, Fundamente erneuert, Vierungspfeiler teilweise neu aufgemauert, Außenmauerwerk des Vierungsturms ersetzt.

Kirche, Nordseite des Langhauses

Kirche, Nordseite des Langhauses

Fenster

Im südlichen Querhausarm Fenster mit Glasmalerei (1662), in der Mitte Oval mit Hammer, Zange und gekrönter Schlange, gehalten von zwei Greifen, in den oberen Ecken Engelsköpfe, Inschriften: „1662“ und „Das Ambt der Gilde Wafen“ (bei Restaurierung falsch ergänzt, richtig: „Das Ambt der Schmiede Wafen“); Fenster 1861 wiederentdeckt und wieder eingesetzt.116 Figürliche Buntglasfenster in der Ostwand des Chors (1910, Franz Lauterbach, Hannover), im Rundfenster Inschriften: „Ein feste Burg ist unser Gott“ und „Gest[iftet] von Senator Borcholte“. Figürliches Buntglasfenster in der Ostwand des nördlichen Seitenschiffs (Gemeinderaum), Kreuzigungsszene, zwischen 1963 und 1966 erworben. Im südöstlichen Langhausfenster zwei farbige Glasbilder (1998, Andrea Schruck-Matthiolius und Max Icks, Willich), gewidmet dem Orgelbauer Arp Schnitger (1648–1719) und dem Organisten Vincent Lübeck (1654–1740), eingebaut 1999. Im Fenster rechts daneben zwei farbige Glasbilder (2007, Andrea Schruck-Matthiolius und Max Icks, Willich), figürliche Darstellungen von St. Cosmas und St. Damian; Fenster gestiftet von der St. Antonii-Bruderschaft. Ehemalige Fenster: Drei figürliche Glasbilder in den nördlichen Langhausfenstern (1915, Otto Fischer-Trachau), Paulus, Christus und Johannes Evangelist; bei Renovierung 1963–66 entfernt.117

Turm

Turm

Turm

Achteckiger Vierungsturm aus Backsteinmauerwerk, erbaut wohl im 15./16. Jh. (spätestens 1538), vielleicht allerdings bereits um 1300.118 Achteckiger, barocker Turmhelm (1682–84) aus bauchiger, eingeschnürter Zwiebel, Achteckgeschoss, offener Laterne, eingeschnürter Zwiebel und hoch ausgezogener Spitze, bekrönt mit Kugel und Wetterfahne (Jahreszahl: 1682). Kupferdeckung; vier Uhrziffernblätter am Achteckgeschoss des Turmhelms. Umlaufender Trauffries aus Rundbögen. Im Glockengeschoss an jeder Seite gekuppelte Schallöffnungen (Zwillingsfenster), unterschiedlich gestaltet. 1550 besaß der Turm einen Helm mit zwei Zwiebeln und einer offenen Laterne. Vor 1588 Turmhelm anscheinend ersetzt durch einfache Kuppel mit Laterne.119 1659 Turmhelm bei Stadtbrand zerstört. 1661 provisorisches Turmdach. 1682–84 Neubau des Turmhelms (Andreas Henne, Stade), „Henne errichtete einen Holzunterbau, bei dem sich die Dachschrägen und Zwiebeln nicht aus der Konstruktion ergeben, sondern frei nach harmonischen Gesichtspunkten gestaltet werden konnten“.120 Vor 1697 neue Turmuhr (Uhrmacher Hahlen, Hamburg), 1718 und 1724 repariert. Ende 19. Jh. neues Uhrwerk (J. F. Weule, Bockenem). 1963 statische Sicherung des Turms (Ringanker aus Stahlbeton). 1975/76 Turmsanierung, Bekrönung erneuert. 2013 Umbau im Innern, um Turm für Besucher*innen zugänglich zu machen.

Kirche, Nordwand des Langhauses

Kirche, Nordwand des Langhauses

Ausstattung

Zweistöckiger, architektonisch gestalteter Barockaltar (1674–77, Bildhauer Christian Precht, Hamburg); Holz, farbig gefasst (Farbfassung 1682, Gidion Moller, Hamburg; Reliefs und Figuren weißlich, Säulen rotbraun marmoriert, einige Vergoldungen, übrige Teile schwarz); im Mittelfeld geschnitztes, rundbogig geschlossenes Kreuzigungsrelief, flankiert von je zwei gedrehten Säulen mit korinthischen Kapitellen, die verkröpftes Gebälk mit flachbogigem Sprenggiebel tragen; vor und neben den Säulen geschnitzte Figuren der vier Evangelisten; vor dem Sprenggiebel zwei Engel, die Kartusche halten, ursprünglich mit Inschrift: „Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt“; auf den beiden Giebelstücken Engelsfiguren mit den Leidenswerkzeugen Christi; im oberen Feld geschnitztes Relief der Grablegung Christi, flankiert von zwei gedrehten Säulen mit korinthischen Kapitellen, die verkröpftes Gesims mit gebrochenem Volutengiebel tragen; seitlich der Säulen geschnitzte Figuren Moses (links) und Johannes des Täufers (rechts); als Bekrönung in der Mitte des Giebels Figur des triumphierenden Christus mit Siegesfahne; links und rechts je eine Putte mit Palmenzweig; in der Predella Abendmahlsrelief; vor dem Retabel schlichter Blockaltar mit Steinmensa; Altar gilt „als eines der Hauptwerke Prechts“121; 1841 Instandsetzung des Retabels und neue Farbfassung (E. Haverkampf, Stade), 1910 Restaurierung (Reinhold Ebeling, Hannover). – In der Gertrudenkapelle: Spätgotischer Gertrudenaltar (um 1500, Hamburger Arbeit), Flügelaltar mit geschnitzten, farbig gefassten Figuren sowie mit einem Marienschrein (Ende 15. Jh.) als Aufsatz; im Mittelschrein große Figur der hl. Gertrud, die eine kleine Kapelle in der Hand hält, Figur flankiert von vier kleineren, zweistöckig angeordneten Heiligenfiguren (links: hl. Margareta und (vermutlich) hl. Barbara, rechts: Anna selbdritt und hl. Katharina); in den Flügeln je sechs zweistöckig angeordnete Heiligenfiguren, vermutlich Apostelzyklus (einige Attribute fehlen); auf den Außenseiten der Flügel vier Gemälde mit Szenen aus dem Leben der hl. Gertrud (Gertrud verweigert Heirat; Bf. Amandus übergibt Gertrud das Kloster; Gertrud lässt sich von ihrer Mutter Iduberga das Haar schneiden; Gertrud rettet Schiffsbesatzung aus Seenot, Schiff als Hansekogge dargestellt); im Aufsatz geschnitzte Mondsichelmadonna mit kleinem Engel, auf den Flügelinnenseiten des Aufsatzes Inschrift: „Renovirt von der Brauerknechts-Geselschaft Anno 1843“ sowie 17 Namen, auf dem Boden Inschrift: „Renovirt von H. Meybohm 1843 1843“; Altar besaß ursprünglich wahrscheinlich zwei weitere Flügel; er stand ursprünglich in der Gertrudenkapelle vor dem Schiffertor, kam Ende des 17. oder Anfang des 18. Jh. in die Kirche St. Nicolai und nach deren Abbruch 1834 in die Kirche Ss. Cosmae et Damiani; das Flügelretabel steht auf einer neogotischen Predella auf einem holzverkleideten, kastenförmigen Altar; 1843 Restaurierung (H. Meybohm); 1951 Konservierung (Christian Buhmann, Hannover); 1965 Restaurierung (Erich Brüggemann, Winsen) 2012 konservatorische und restauratorische Maßnahmen (Blohm & Tillwick, Lüneburg).122 – Im Gemeindesaal: Schlichter Altartisch, Holz mit Steinmensa. – Am nordöstlichen Vierungspfeiler Kanzel mit Schalldeckel (1663, einige Teile möglicherweise älter, Jasper Schelen, Stade), Holz, farbig gefasst (Figuren weißlich, Säulen rotbraun marmoriert, einige Vergoldungen, übrige Teile schwarz); polygonaler Kanzelkorb, vor den Wandungen des Kanzelkorbs und des Kanzelaufgangs mehrere geschnitzte Figuren (u. a. Christus und die vier Lukas, Johannes, Matthäus und Markus), die einzelnen Felder getrennt durch Säulen; auf dem Rand des Schalldeckels Engelsfiguren mit den Leidenswerkzeugen Christi, in der Mitte siebenseitiger Baldachin auf sieben korinthischen Säulen, bekrönt mit Figur des triumphierenden Christus; Kanzel gestiftet von Heinrich Beckhoff und seiner Frau Margarethe Bornemann; sie befand sich ursprünglich am südöstlichen Vierungspfeiler, 1966 umgesetzt.123 – Taufe aus Marmor (1665), Balusterschaft aus schwarzem Marmor, bauchiges Becken aus rotbraunem, weiß gesprenkeltem Marmor; am oberen Wulst des Schafts vier Engelsköpfe aus Alabaster; vor dem Schaft drei Evangelistenfiguren aus Alabaster (Johannes, Markus und Matthäus), Lukasfigur verloren und durch eine Holzfigur des hl. Andreas ersetzt (um 1689/90, vielleicht Werkstatt Christian Precht, Hamburg; mittlerweile durch eine Kopie ersetzt); Taufe (und Taufkapelle) 1665 gestiftet von Ratsherr Dietrich Lüders und seiner Ehefrau Margarethe von Bargen; Taufe stand bis 1841 in Taufkapelle, dann vor dem Altar aufgestellt; Figuren zeitweise auf Konsolen an der Wand angebracht.124 – Relieftafel mit Kreuzigungsszene (zweite Hälfte 16. Jh.), Holz, farbig gefasst; bis 1834 in der Kirche St. Nicolai. – Relief „Christus und Nicodemus“ (1909, Hans Wülper, Hollern). – Bronzerelief (20. Jh.), musizierende Engel. – Kupferkreuz mit lilienförmigen Kreuzenden, ursprünglich Dachbekrönung. – Skulptur „Das Kreuz“ (Editha Weishaupt, Raku-Keramik), Geschenk der Künstlerin (2000).125 – Eisengitter zwischen Chor und südlichem Seitenschiff (um 1670), drei Flügelpaare, jeder Flügel mit zwei Feldern, darin Spirale mit Ranken und stilisierten Figuren, u. a. Hirsch und Einhorn; diente bis 1841 zur Abtrennung der Taufkapelle, später zeitweise an den Hauptportalen als Türflügel verwendet.126 – Ehemaliges Portal zum Baptisterium (um 1665), schwarzer Marmor, Halbsäulen aus buntem Marmor, Inschrift: „Matts. 28.19. Jesus sprach zu seinen Iüngern gehet hin und lehret alle Uolcker vnd tavffet sie im Namen des Vaters vnd des Sohns vnd des heiligen Geistes. Wer da glavbt vnd getavfft wird der wird selig wer aber nicht glavbt der wird verdampt werden“; oberhalb des Portals Tafel mit Stifterinschrift, schwarzer Marmor mit Sandsteinrahmen.127 – Steinernes Buch mit aufgemalten Psalmen (17. Jh.), ursprünglich über Südportal des Rathauses. – Magistratsprieche (18. Jh.), ursprünglich im nördlichen Querhausarm, jetzt unter der Orgelempore. – Prieche der Kaufleute und Schifferbruderschaft (wohl 19. Jh.), ursprünglich im nördlichen Querhausarm, jetzt in der Gertrudenkapelle. – Wappenschild von Pahlen (um 1670). – Epitaph für Valentius Löwenfels (†1670) und seine Frau Anna von Haren. – Epitaph für Jochim Christiani von Ehrenburg († 1695), nach altem Vorbild 1910 neu angefertigt (Hans Wülper, Hollern). – Epitaph für Samuel Christophori von Lissenhaim († 1711). – Grabplatten für Johann Christoph von Schultzen († 1750) und seine Ehefrau, geb. Baronesse von Mentzingen († 1754). – Zwei Gemälde (16. Jh., Öl auf Holz), Martin Luther und Philipp Melanchthon, Kopien nach Lucas Cranach dem Jüngeren; 1817 erneuert; bis 1834 in der Kirche St. Nicolai; 2012 Reinigung und Retusche (Blohm & Tillwick, Lüneburg). – Gemälde (1617, Bartholome Ackerman, Öl auf Holz), Christi Geburt; bis 1834 in der Kirche St. Nicolai; 2013 Restaurierung und Retusche (Blohm & Tillwick, Lüneburg).128 – Gemälde (1888, F. Bültzing, Stade, Öl auf Leinwand), Jesus heilt einen Lahmen. – Gemälde (Öl auf Leinwand), Erzengel Michael. – Gemälde (1725, B. Siemerding) Porträt P. Samuel Wilcke (amt. 1721–1751). – Kirchenlade (1604), Holzkiste mit Eisenbeschlägen, Inschriften: „Anno 1604“ und „St. Cosmae et Damiani Gottes-Casten Laden“. – Votivschiff „Hoffnung“ (1960, Werner Nikolay, 1998 für die Kirche hergerichtet von Gerhard Frankenstein), Viermastbark, Stiftung der Sparkasse Stade-Altes Land.129 – Kirchenmodell (1888). – Im Turmknauf: Silbernes Votivschiff (1793), einmastiger Ewer, Inschrift: „J[ohann] H[einrich] Dede p[ro] t[empore] Jurate 1793“, beigefügtes Pergament: „Da ich ein Schiffer bin, so kenn ich Wind und Sturm, er trifft den stärksten Mast, und auch den höchsten Thurm. So hat auch ein Orkan, der unsren Thurm berührte de Flügel krum gemacht, der deßen Spitze zierte. Allein, Gott sey gedanckt! der alles wohlgemacht. der Schade ist ersetzt, der Thurmbau ist vollbracht! Ich will dies kleine Schiff zur Ehre Gottes schencken und leg es in den Knopf, zum steten Angedencken. Ereignet sich der einst, der unverhoffte Fall, daß man ihn öffnen muß, so kann doch überall dies Schiff ein Zeuge seyn, daß ich bey dieser Gabe auch mein Juraten Amt nach Pflicht verwaltet habe“ Stade den 7. Sept[ember] 1793. Johann Heinrich Dede p[ro] t[empore] Jurate an der Cosmae und Damiani Kirche“.130 – Ehemalige Ausstattung: Bronzetaufe (1498, Ghoteje Klinghe), 1675 an die Kirche St. Pancratii abgegeben, 1733 nach Selsingen verkauft.131 – Expressionistisches Wandgemälde an der Nordwand (1921, Otto Fischer-Trachau, Hamburg), Kreuzigungsszene (Kriegergedächtnismal), 1941 restauriert und überarbeitet (nun mit einem „stark aufgenordeten Christus“),132 bei Renovierung 1963–66 entfernt (wegen schlechter Grundierung irreparabel beschädigt).133

Kirche, Blick zur Orgel, Foto: Ernst Witt, Hannover, August 1966

Kirche, Blick zur Orgel, Foto: Ernst Witt, Hannover, August 1966

Orgel

1489 Organist erwähnt (Rechnung)134, 1493 Orgel belegt (Copiar der Sworenschen Stiftung).135 1538 Arbeiten an der Orgel. 1591 Vertrag mit Orgelbauer Hans Scherer dem Älteren (Hamburg). 1606/07 Um- bzw. Neubau der Orgel, Antonius Wilde (Otterndorf), Rückpositiv und zwei Pedaltürme, vielleicht 28 II/P.136 1628 Orgelreparatur, Hans Scherer der Jüngere (Hamburg). 1635 Orgelreparatur, Orgelbauer aus Lübeck. 1656–58 Erweiterung der Orgel, ausgeführt von Hans Riege (Otterndorf). 1659 Orgel zerstört (Stadtbrand). 1660 Kauf eines Orgelpositivs von Kantor Thomas Selle (1599–1663) aus Hamburg, 7 II/–, 1697 stand das Positiv auf dem „Singe Chor“. 1713 repariert, Sohn des Nicolaus Hehne. 1781 verkauft.137 1668–73/75 Orgelneubau, ausgeführt von Berendt Hus (Glückstadt), unter Mitarbeit seines Gesellen Arp Schnitger, Disposition erstmals 1721 überliefert (mit einigen Irrtümern), Zustand 1732: 41 III/P (OW, BW, RP), mechanische Traktur, doppelte Springlade im Oberwerk, ansonsten Schleifladen; auf dem Gehäuse mehrere Skulpturen (u. a. David mit Harfe).138 1688 vier Dispositionsänderungen, Arp Schnitger (Hamburg), wohl auf Wunsch des Organisten Vincent Lübeck. 1727/28 Renovierung, Otto Dietrich Reichborn (Hamburg). 1781/82 Instandsetzung und Änderung der Disposition, Georg Wilhelm Wilhelmi (Stade), außerdem Empore verbreitert und Pedaltürme gekürzt.139 Wohl im 18. Jh. Glockenspiel eingebaut (45 Schalenglocken). 1837–41 Reparaturarbeiten, Georg Wilhelm (Stade). 1870 Umbau, Hinrich Röver (Stade), u. a. Rückpositiv versetzt (hinter den nördlichen Baßturm), Tonhöhe um einen Ganzton gesenkt, Dispositionsänderungen. 1910 Orgelempore nach Osten verbreitert und dadurch „Abstrahlungsverhältnisse des Werkes entscheiden verändert“.140 1917 zinnerne Prospektpfeifen zu Rüstungszwecken abgegeben. 1919 Prospektpfeifen aus Zink eingebaut, Furtwängler & Hammer (Hannover). 1948 Umbau, Paul Ott (Göttingen), Rückpositiv wieder separat aufgestellt; Glockenspiel nicht wieder spielbar gemacht. 1956 Manuale und Pedal erweitert (Zusatzladen). 1972–75 grundlegende Restaurierung und Rekonstruktion des Erbauungszustands, Jürgen Ahrend (Leer-Loga), 42 III/P (HW, BW, RP), mechanische Traktur, Spring- und Schleifladen; 30 Register sind vollständig original, fünf weitere teilweise. 1983 Glockenspiel restauriert, Jürgen Ahrend (Leer-Loga). 2015 erweiterte Wartung. Denkmalorgel. – Orgelpositiv, erbaut 1968/69 von Karl Lötzerich (Ippinghausen, Kassel), 3 I/-, mechanische Traktur, Schleifladen, Instrument ab 1982 im Gemeindehaus Bockhorster Weg, 1989 verkauft an die ev. Leonhards-KG Reutlingen. – Orgelpositiv im Gemeindehaus Bockhorster Weg, erbaut 1989/90 von Claus Sebastian (Geesthacht), 4 ½ I/–, mechanische Traktur, Schleifladen (transportable Truhenorgel).

Kirche, Ansicht von Osten, 1944, Grafik

Kirche, Ansicht von Osten, 1944, Grafik

Geläut

Zehn LG, I: h (Bronze, Gj. 1663, Hermann Benninck, Hamburg), Inschrift: „Eramus quinque, quas cum templo flamma perdidit, die XXVI Maii anni MDCLIX. Ego excineribus redux cum qvatuor sororibus, sono die X Septembris anni MDCLXIII“ (Wir waren fünf, die das Feuer zusammen mit der Kirche vernichtet hat am 16. Mai des Jahres 1659. Ich bin zurückgebracht aus der Asche, zusammen mit vier Schwestern. Ich erklinge am 10. September des Jahres 1663) und „Herman Benningk me fecit Hamburgi“ (Hermann Benninck aus Hamburg hat mich gemacht); II: cis’ (Bronze, Gj. 1959, Firma Rincker, Sinn), Inschriften: „Ehre sei Gott in der Höhe – Glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht“ und „Gegossen als Ersatz für die im Kriege 1942 eingeschmolzene Glocke – gestiftet von Cläre und Ernst Jung, Kaufmann und Reeder, Stadersand-Hamburg, 26. Mai 1959“; III: dis’, gleiche Inschrift wie I, im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben, nicht eingeschmolzen und später zurück in Stade; IV: e’, gleiche Inschrift wie I; V: fis’, gleiche Inschrift wie I (III–V Bronze, Gj. 1663, Hermann Benninck, Hamburg); VI: gis’’, Inschrift: „Ich weiß ein lieblich Engelspiel“; VII: ais’’, Inschrift: „Da ist all Leid zergangen“; VIII: h’’, Inschrift: „Im Himmelreich ist Freude viel“; IX: dis’’’, Inschrift: „Ist Freude viel ohn Endesziel“; X: fis’’’, Inschrift: „Dahin soll uns verlangen“ (Zimbelgeläut, VI–X Bronze, Gj. 1959, Firma Rincker, Sinn), die fünf Zimbelglocken sind verziert mit Reliefs musizierender Engel (Zimbel, Orgel, Harfe, Pauke und Trompete), entworfen von Bildhauer Gustav Nonnenmacher (Worms).141 Zwei SG, I: cis’ (Bronze, Gj. 1683, Otto Strufe), Inschrift: „Anno M DC LIX den XXVI Maii priori flammis ab sumta dei benedictione restituta. Anno MDC LXXXIII diei acnotis horas indico“ (Im Jahr 1659 am 16. Mai zerstörte das Feuer die Vorgängerin, mit Gottes Segen wiederhergestellt. Im Jahr 1683 zeige ich Tag und Nacht die Stunde an) und „In Gottes Nahmen bin ich geflossen, Otto Strufe hat mich gegossen“; II: h’ (Bronze, Gj. 1669, Hermann Benninck, Hamburg), Inschrift: „Vigilate qvia nescitis qua hora Dominus venturus sit. M XXIV V XLII“ (Seid wachsam, denn ihr wisst nicht zu welcher Stunde der Herr kommen wird. Mt 24,42) und „Herman Benningk me fecit anno 1669“ (Hermann Benninck hat mich 1669 gemacht). – Früherer Bestand: 1616 Glockenspiel erwähnt (ebenso 1657).142 1616 und 1623 eine „Apostell Klocke“ vorhanden. 1623 eine „Bede-Klocke“ vorhanden. Eine Glocke geborsten und umgegossen zu einer neuen Glocke (Bronze, Gj. 1649, Hermann Benninck, Hamburg). 1651 drei Glocken vorhanden, 1659 zerstört (Stadtbrand). Eine LG, wohl c’ oder cis’ (Bronze, Gj. 1663, Hermann Benninck, Hamburg), Inschrift: „Eramus quinque, quas cum templo flamma perdidit, die XXVI Maii anni MDCLIX. Ego excineribus redux cum qvatuor sororibus, sono die X Septembris anni MDCLXIII“ (Wir waren fünf, die das Feuer zusammen mit der Kirche vernichtet hat am 16. Mai des Jahres 1659. Ich bin zurückgebracht aus der Asche, zusammen mit vier Schwestern. Ich erklinge am 10. September des Jahres 1663) und „Herman Benningk me fecit Hamburgi“ (Hermann Benninck aus Hamburg hat mich gemacht); 1903 geborsten, umgegossen zu einer neuen LG, c’ (Bronze, Gj. 1904, Firma Radler, Hildesheim), im Zweiten Weltkrieg zu Rüstungszwecken abgegeben.

Weitere kirchliche Gebäude

Pfarrhaus I. – Pfarrhaus II. – Gemeindehaus Bockhorster Weg (Bj. 1983), gemeinsam genutzt mit Markusgemeinde. – Gemeindehaus Pastor-Behrens-Haus (Bj. 1981), gemeinsam genutzt mit Wilhadigemeinde.

Friedhof

Kleiner Friedhof bei der Kirche Ss. Cosmae et Damiani, erwähnt 1336 (cimiterium Sancti Cosme).143 1789 geschlossen. Südwestlich außerhalb der Altstadt kirchlicher Horstfriedhof, 1789 angelegt, FKap mit Glockenträger und Orgel (erbaut 1940 von Paul Ott, Göttingen, 7 I/P, mechanische Traktur, Schleifladen; 2012 instandgesetzt von Claus Sebastian, Geesthacht), Friedhof in Verwaltung des ev.-luth. Gesamtverbandes Stade. 2013 Gründung der Siegel-Stiftung zur Erhaltung des Horstfriedhofs (nichtrechtsfähige kirchliche Stiftung privaten Rechts in der Trägerschaft des Ev.-luth. Gesamtverbandes Stade). Städtischer Friedhof Geestberg (Stadtteil Hohenwedel), FKap. Friedhof Freiburger Straße, in Trägerschaft einer privaten Friedhofsgemeinschaft.

Liste der Pastoren (bis 1940)
Einweihung von sechs Glocken, 26. Mai 1959

Einweihung von sechs Glocken, 26. Mai 1959

Erste Pfarrstelle: 1529 Johann Hollmann. – Vielleicht 1554–1602 Osias Cordes, seit 1562 Senior Ministerii.144 – 1602–1626 Magister Johann Müller (Moller). – 1626–1630 Magister Michael Havemann. – 1632–1633 Johann Risler. – 1633–1651 Magister Michael Havemann. – 1652–1659 Michael Ragerus. – 1663–1668 Magister Johann Christoph Ottonis. – 1669–1683 Jakob Dieckmann. – 1683–1700 Dr. Samuel Baldovius. – 1700–1716 Magister Johann Schnedermann. – 1717–1721 Lic. Johann Hermann von Elswich. – 1721–1751 Samuel Wilcke. – 1751–1802 Johann Friedrich Jesaias Steffens. – 1805–1831 Johann Andreas Rodatz. – 1832–1843 Georg Gottfried Hinterthür. – 1858/59–1864 Johann Matthias Heinrich Voigt. – 1865–1904 Johann Friedrich Wilhelm Arnold Woltmann. – 1905–1908 Julius Karl Wilhelm Bode. – 1908–1912 Johann Georg Groenhoff. – 1913–1950 Konrad Karl Heinrich Friedrich Starcke.

Zweite Pfarrstelle: 1546–1554 Dietrich Stoelting. – 1555–1559 (?) Claus Schlichting. – 1570–1578 Claus Fredericks. – 1578–1582 Joachim Froelich. – 1582–1586 Magister Joachim Niemann (Neander). – 1586–1599 Magister Franz Niemann (Neander). – 1599–1602 Magister Johann Müller. – 1602–1645 Nikolaus Croeger. – 1645–1669 Jacob Dieckmann. – 1670–1684 Magister Nikolaus Cordes. – 1685–1693 Magister Johann Christoph Auerbach. – 1693–1699 Peter Vagt. – 1699–1746 Simon Hinrich Hinke. – 1746–1750 Samuel Schultze. – 1750–1769 Johann Arnold Asmuth. – 1769–1809 Ernst Daniel Beckstein. – 1819–1832 Johann Friedrich Moeser. – 1833–1858 Julius August Christoph Lunecke.145 – 1892–1897 Friedrich Christian Nebelung. – 1897–1903 Lic. Ernst Wilhelm Julius Rolffs. – 1903–1905 Julius Karl Wilhelm Bode. – 1905–1908 Johann Georg Groenhoff. – 1908–1913 Konrad Karl Heinrich Friedrich Starcke. – 1913–1934 Gustav Elias Berthold Karl Mohr. – 1935–1959 Hermann Eduard Theodor Ubbelohde.
Dritter Stadtprediger: 1855–1858/59 Johann Matthias Heinrich Voigt.146 – 1859–1862 Wilhelm Rodde (Gehülfsprediger an den Stadtkirchen).147 – 1862–1869 Karl Heinrich Theodor Borstelmann (Pfarrgehilfe an den Stadtgemeinden).148

St. Pancratii

1548 Dionysius … – 1549–1551 Wilhelm Sandphurd. – 1551–1554 Albert Dale (von Dalem). – 1555–1556 Joachim Niemann (Neander). – 1556–1562 Dr. Konrad Becker. – 1563–1570 Johann Ricken (von Arrien). – 1571–1576 Dietrich Sorbecke. – 1576–1585 Cosmas Froelich. – 1586–1627 Joachim Niemann (Neander). – 1627–1629 Magister Hinrich Bartels. – 1633–1658 Johann Risler. – 1658–1666 Dr. Johann Philipp Tonsor. – 1685–1691 Lic. Johann Hartmann Misler. – 1691–1697 Magister Ulrich Mente. – 1698–1703 Petrus Meyer. – 1704–1719 Friedrich Adolf Ludwig Langerhans.

St. Nicolai

Erste Pfarrstelle: 1523–1538 Johann Hollmann. – Um 1559 Martin Golssen. – 1549–1568 Johann Hollmann. – 1566/68–1596 Hermann Vespasius junior (Wepsen, Wopse).149 – 1596–1602 Magister Petrus Bertholdi. – 1602–1628 Magister Lorenz (Laurentius) Halenbec. – 1628–1639 Adolf Helt. – 1639–1641 Magister Martin Strackerjan. – 1641–1698 Magister Jakob Hackmann. – 1699–1725 Magister Johann Ernst Büttner. – 1719–1721 Friedrich Adolf Ludwig Langerhans. – 1725–1728 Hinrich Goebel. – 1728–1743 Magister Meinhard Plesken. – 1743–1778 Albert Jakob Kerstens. – 1778–1822 Johann Hinrich Voß. – 1821–1832 Georg Gottfried Hinterthür.

Zweite Pfarrstelle (1742 aufgehoben, 1743–1791 Kompastorat): – 15..–1548 Dierk Jürgens. – Um 1568 Johann Hollmann. – 15..–1571 Theodor Siemens. – 15..–1582 Engelbrecht Reinecke. – 1585 Johann Reiche. – 1600–1605 Jakob Helt. – 1606–1626 Johann Baptist Fabricius. – 1626–1628 Adolf Helt. – 1628 Ernst Cröger. – 1636–1638 Paul Wolter. – 1638–1639 Magister Martin Srackerjan. – 1640–1672 Georg Stolte. – 1672–1685 Dietrich Lüders. – 1685–1699 Johann Ernst Büttner. – 1699–1724 Lorenz (Laurentius) Oberndorff. – 1744–1746 Hinrich Woerdenhoff. – 1746–1767 Hermann Matthias Polemann. – 1768–1791 Johann Christoph Friedrich Schuenemann.

Angaben nach: Meyer, Pastoren II, S. 389–393 und III, S. 40 (mit Ergänzungen und Korrekturen)

Landeskirchliches Archiv Hannover (LkAH)

A 2 Nr. 1454–1455 (Pfarroffizialsachen); A 5 Nr. 835, 837, 839–841, 843 (Spec. Landeskons.); A 6 Nr. 7746–7755 (Pfarrbestallungsakten); B 18, Nr. 52, 89, 112–113, 278, 282, 383 (Orgelsachverständiger); L 5g Nr. 304, 302, 840 (LSuptur. Stade); N 162 (Nachlass Ernst-Viktor Rengstorf und Gisela Mohr); S 2 Witt Nr. 05, 16 (Fotosammlung); S 09 rep Nr. 2073 (Presseausschnittsammlung); S 11a, Nr. 7668, 7668a (Findbuch PfA).

Kirchenbücher

Taufen: ab 1660
Trauungen: ab 1660 (Lücken: 1811, 1812; unvollständig: 1813)
Begräbnisse: ab 1801 (Lücken: 1811–1813)
Kommunikanten: ab 1859 (unvollständig: 1944–1947; Zahlenregister seit 1948)
Konfirmationen: ab 1801

Taufen, Trauungen, Begräbnisse seit 1846, Kommunikanten seit 1859, Konfirmanden seit 1835 zusammen mit den Kirchenbüchern von St. Nicolai in Stade.

St. Pancratii

Taufen: 1685–1711
Trauungen: 1685–1708 (Lücken: 1696, 1699, 1703, 1705; unvollständig: 1697)
Begräbnisse: ab 1817 (Lücken: 1841–1871)

Später in den Kirchenbüchern von St. Nicolai in Stade.

St. Nicolai

Taufen: ab 1685
Trauungen: ab 1685
Begräbnisse: ab 1823
Kommunikanten: ab 1859
Konfirmationen: ab 1829

Literatur & Links

A: Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 203–204 (Nr. 276); Böcker/Golon, Orgel-Stadt, S. 49–57; Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 70–116; Dehio, Bremen/Niedersachsen, S. 1217–1220 und S. 1223–1224; Fock, Schnitger, S. 20–24; Hoffmann, Glauben, S. 34–35; Golon/Kröncke, Orgeln, S. 58–61; Meyer, Pastoren II, S. 389–391 und III, S. 40; Obenaus, Handbuch II, S. 1404–1414; Steiger, Gedächtnisorte II, S. 748–750; Zimmermann, Nordelbe, S. 84–85.
B: Das älteste Stader Stadtbuch von 1286, hrsg. vom Verein für Geschichte und Alterthümer zu Stade, 2 Bde., Stade 1882–1890 [online: Band 1, Band 2]; Else Alpers: St. Cosmaekirche Stade, Stade 1969; Dieter-Theodor Bohlmann: Ss. Cosmae et Damiani in Stade. Kleiner Führer durch die Kirche, Stade 2007; Jürgen Bohmbach (Red.): Stade. Von den Siedlungsanfängen bis zur Gegenwart (= Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv Stade 17), Stade 1994, bes. S. 543–568; Jürgen Bohmbach: Vorreformatorische Brüderschaften in Stade, in: Wirtschaft – Gesellschaft – Mentalitäten im Mittelalter. Festschrift zum 75. Geburtstag von Rolf Sprandel, hrsg. von Hans-Peter Baum, Rainer Leng und Joachim Schneider (= Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte 107), Stuttgart 2006, S. 531–538; Jürgen Bohmbach, Helmut Speyer (Hg.): Zur Hilfe verbunden. 550 Jahre St. Antonii-Bruderschaft zu Stade 1439–1989 (= Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv Stade 11), Stade 1989; Jürgen Bohmbach: 575 Jahre St. Pankratii-Brüderschaft in Stade. 1414–1989, Stade 1989; Jürgen Bohmbach: St. Pankratii-Brüderschaft von 1414 in Stade. Die älteste Brüderschaft der Hansestadt. 600 Jahre, Stade 2014; Heinrich Brambach: Kirchenregiment und Kirchenpatronat der Stadt Stade, in: Stader Archiv N. F. 21 (1931), S. 28–76; Christina Deggim: Niederländische Glaubensflüchtlinge in Stade, in: Dannenberg/Otte, Reformation, S. 267–305; Hans-Jürgen Döscher: Der „Fall Behrens“ in Stade – eine Dokumentation zum Verhältnis Kirche-Partei-Staat im Dritten Reich, in: Stader Jahrbuch 66 (1976), S. 103–144; Nils Werner Fritzel: Das kirchliche Leben der Stadt Stade zur Schwedenzeit, in: Stader Jahrbuch 62 (1972), S. 91–108; Lars Hellwinkel: „Mein ganzes künstlerisches Streben gipfelte im Wandbild“ – Das verschwundene Weltkriegsdenkmal in St. Cosmae von Otto Fischer-Trachau (1921), in: Stader Jahrbuch 108 (2018), S. 189–194; Sigrid Regina Koch: Die langfristige Kirchenpolitik Hitlers beleuchtet am „Fall Behrens“ in Stade, in: Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte 85 (1987), S. 253–291; Julius August Christoph Lunecke: Reformation der Stadt Stade und die neue Einrichtung des dortigen St. Johannes-Klosters, in: Vaterländisches Archiv des Historischen Vereins für Niedersachsen 8 (1842), S. 51–71 [online]; Arend Mindermann: Die Stader Brüderschaften in der Reformationszeit, in: Dannenberg/Otte, Reformation, S. 249–266; Heinrich Reincke: Stade in der Frühzeit der Reformation, in: Stader Jahrbuch 56 (1966), S. 9–12; Ida-Christine Riggert-Mindermann: Letzte Blüte einer früheren Klosterkirche – Die Stader St. Georgskirche im späten 16. Jahrhundert, in: Dannenberg/Otte, Reformation, S. 307–319; Ursula Schwanitz-Roth: Die ev.-luth. Kirche St. Cosmae et Damiani in Stade, Stade 1992; Hans Wohltmann: Die Geschichte der Kirchen in Stade, in: Zeitschrift der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte 41 (1936), S. 56–78; Helmut Winter u. a.: Die Huß-Orgel in Stade. St. Cosmae (= Orgel-Studien 1), Hamburg 1979; Bernhard Wirtgen: Kirche und Spital St. Nicolai zu Stade, in: Mitteilungen des Stader Geschichts- und Heimatvereins 22 (1947), Nr. 3, S. 10–11; Heinrich Wittram: Anfänge und Auswirkungen der Reformation in Stade 1522–1551, in: Jahrbuch der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte 81 (1983), S. 51–73; Heinrich Wittram: Auswirkungen der Erweckungsfrömmigkeit auf das evangelisch-kirchliche Leben in Stade 1820–1860, in: Die Herzogtümer Bremen und Verden und das Land Hadeln in späthannoverscher Zeit (1848–1866). Untersuchungen und Berichte zu den Lebensverhältnissen einer hannoverschen Provinz in der Zeit des Nachmärz, hrsg. von Heinz Joachim Schulze, Stade 1981, S. 117–131; Hans Wohltmann: Vom großen Brand in Stade und von der Weihe der neuen St. Cosmaeglocken, in: Mitteilungen des Stader Geschichts- und Heimatvereins 34 (1959), S. 75–78; Hans Wohltmann: Die Geschichte der Stadt Stade an der Niederelbe, Stade 1956.
Internet: Bildindex der Kunst & Architektur: Kirche und Pfarrhaus; Denkmalatlas Niedersachsen; Nomine (Norddeutsche Orgelmusikkultur in Niedersachsen und Europa): Orgel.

GND

(2109937-6, Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Cosmae-Nicolai Stade}; 7737035-1, Sankt Cosmae et Damiani (Stade)

Weitere Bilder

Fußnoten

  1. Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 54.
  2. MGH SS rer. Germ. N. S. 9, S. 160 [Digitalisat]; UB Stade, Nr. 1. Siehe auch https://www.geschichtsquellen.de/werk/4529, 22.11.2022. Zum Normannenüberfall siehe Gerrit Aust, in: Bohmbach, Stade, S. 33 ff.
  3. Torsten Lüdecke, in: Bohmbach, Stade, S. 97.
  4. Zum Folgenden: Bohmbach, Stade, S. 45 ff.
  5. Regesten Ebf. Bremen I, Nr. 281.
  6. Sudendorf, UB I, Nr. 19.
  7. 1181: MGH DD F I.4 814 [Digitalisat]. 1202: UB Hannover, Nr. 2; Pischke, Landesteilungen, S. 12 ff.
  8. UB Stade, Nr. 27. Heinz-Joachim Schulze vermutet, Heinrich der Löwe habe Stade um 1168 Stadtrechte verliehen (Bohmbach, Stade, S. 66). Insgesamt zur Entwicklung als Stadt: Bohmbach, Stade, S. 109 ff.
  9. Hansisches UB I, Nr. 368.
  10. UB Stade, Nr. 47.
  11. UB Stade, Nr. 53.
  12. Bohmbach, Stade, S. 130 f.
  13. Siehe https://recherche.smb.museum/detail/1718815, https://recherche.smb.museum/detail/1718817 und https://recherche.smb.museum/detail/1718818.
  14. Bolland, Elbkarte (Beilage); Staatsarchiv Hamburg, 720-1/1_126-05 = 1568.1 (Stade auf Bild 6); weitere Digitalisate.
  15. Siehe https://doi.org/10.11588/diglit.16956#0144.
  16. Abb.: Deggim, Abb. 7 (S. 294 f.).
  17. Siehe http://digital.slub-dresden.de/id393898350/295. Insgesamt zu Ansichten der Stadt: Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 27 ff.
  18. LkAH, L 5g, Nr. 302 (Visitation 1961).
  19. Zu den Notgrabungen im Bereich des Gräberfelds in den Jahren 1979 und 1981 vgl. Torsten Lüdecke, in: Bohmbach, Stade, S. 91 ff.
  20. Adam von Bremen, Kirchengeschichte, S. 93 (siehe dazu: https://www.geschichtsquellen.de/werk/24). Zur Geschichte der Kirche Ss. Cosmae et Damiani vgl. knapp Schwanitz-Roth, S. 1 ff.
  21. UB St. Georg Stade, Nr. 1 und Nr. 17.
  22. Vgl. zu dieser Urkunde Riggert-Mindermann, St. Georg, S. 11 ff.
  23. Zum Kloster vgl. Dolle, Klosterbuch III, S. 1366 ff. Siehe auch Niedersächsische Klosterkarte.
  24. UB St. Georg Stade, Nr. 1 bzw. Nr. 17.
  25. Stader Stadtbuch I, S. 8, Nr. 25. Vgl. auch ebd., S. 119, Nr. 442: „ad ecclesiam sanctorum Cosme et Damiani“.
  26. Stader Stadtbuch II, S. 242, Nr. 982. Ebd., S. 289, Nr. 1179.
  27. RG Online, RG II 01896, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/2/1896, 23.11.2022.
  28. UB St. Georg Stade, Nr. 352. Vgl. auch ebd., Nr. 389 (1421) und Nr. 430 (1446).
  29. Nach Wohltmann, Geschichte, S. 69, wurde Ss. Cosmae et Damiani 1372 erstmals als Kirche bezeichnet.
  30. UB St. Georg Stade, Nr. 422.
  31. Pratje, Religionsgeschichte II,1,2 (Fernere Beylagen), Nr. 14 (S. 31). Schwanitz-Roth, S. 7.
  32. Vgl. dazu auch Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 84; Hennecke/Krumwiede, Kirchen- und Altarpatrozinien I, S. 54.
  33. UB St. Georg Stade, Nr. 71.
  34. UB St. Georg Stade, Nr. 366.
  35. RG Online, RG IV 06570, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/6570, 23.11.2022; RG Online, RG IV 14654, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/14654, 23.11.2022.
  36. RG Online, RG IV 14656, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/4/14656, 23.11.2022; RG Online, RG VIII 02468, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/8/2468, 23.11.2022.
  37. RG Online, RG VIII 05973, http://rg-online.dhi-roma.it/RG/8/5973, 23.11.2022.
  38. Schwanitz-Roth, S. 7.
  39. UB St. Georg Stade, Nr. 476.
  40. UB St. Georg Stade, Nr. 484.
  41. Vgl. knapp Bohmbach, Stade, S. 143 ff.
  42. Zur Geschichte des Klosters: Dolle, Klosterbuch III, S. 1370 ff. Siehe auch Niedersächsische Klosterkarte.
  43. Dolle, Klosterbuch III, S. 1377 ff. Siehe auch Niedersächsische Klosterkarte.
  44. Dolle, Klosterbuch III, S. 1382 ff. Siehe auch Niedersächsische Klosterkarte.
  45. Vgl. zu Stader Bruderschaften: Bohmbach, Brüderschaften, S. 531 ff.; Bohmbach, Stade, S. 146; Bohmbach, 575 Jahre; Bohmbach, St. Pankratii-Brüderschaft; Bohmbach & Speyer, S. 73 ff.; Mindermann, S. 249 ff.
  46. Bohmbach, Brüderschaften, S. 531.
  47. Obenaus, Handbuch II, S. 1405.
  48. Zum Folgenden vgl. Wittram, Anfänge, S. 54 ff.; Dannenberg/Schulze, Geschichte III, S. 26 ff.; Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 44 ff.; Wittram, in: Bohmbach, Stade, S. 543 ff.; Wolters, Reformationsjahrhundert, S. 53 ff.
  49. UB St. Georg, Nr. 531.
  50. Vgl. Krause, „Hollmann, Johann“ in: Allgemeine Deutsche Biographie 12 (1880), S. 759–760 [Online-Version].
  51. UB St. Georg Stade, Nr. 541. Siehe auch Schwanitz-Roth, S. 7.
  52. Wittram, Anfänge, S. 60.
  53. Wittram, Anfänge, S. 60 f. Regest der Stiftungsurkunde: UB St. Georg Stade, Nr. 484. Urkunde von 1541: Pratje, Religionsgeschichte II,2, Nr. 22 (S. 47).
  54. Mindermann, S. 256 ff. Vgl. auch Wittram, in: Bohmbach & Speyer, S. 100: Zwischen 1540 und 1648 gehörten der St. Antonii-Bruderschaft „in nicht geringer Zahl sowohl evangelische als auch katholische Theologen (Pastoren, Klosteräbte und Prioren), ferner Laien-Pröpste und Dompröpste“ an.
  55. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 46 und 50 f.
  56. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 51 (Art. 2).
  57. Wittram, Anfänge, S. 69
  58. Riggert-Mindermann, S. 314.
  59. Deggim, S. 267 ff.; Riggert-Mindermann, S. 317.
  60. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 47.
  61. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 47.
  62. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 48.
  63. Wittram, in: Bohmbach, S. 547.
  64. Obenaus, Handbuch II, S. 1406.
  65. Brambach, S. 31; Wittram, in Bohmbach, Stade, S. 547.
  66. Brambach, S. 35.
  67. Zit. in: Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 87.
  68. Zu P. Havemann vgl. Bei der Wieden/Lokers, Lebensläufe II, S. 128 ff.
  69. Schwanitz-Roth, S. 9.
  70. Schwanitz-Roth, S. 9.
  71. Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 87.
  72. Wohltmann, Geschichte, S. 66.
  73. LkAH, L 5g, Nr. 302 (Visitation 1969).
  74. Obenaus, Handbuch II, S. 1407 ff.
  75. Vgl. insgesamt Wittram, Auswirkungen, S. 117 ff.
  76. Zum Folgenden: Brambach, S. 64. Die lückenlose Reihe der ersten Prediger bei Meyer, Pastoren II, S. 389 f., ist fehlerhaft.
  77. Brambach, S. 66; Hannoverscher Staatskalender 1856, S. 618. In Kirchliche Chronik Stade bleibt P. Voigt unerwähnt.
  78. Brambach, S. 65 f.; Cordes, Kirchengemeinden, S. 14 ff.
  79. Wittram, in: Bohmbach, Stade, S. 553.
  80. Wittram, in: Bohmbach, Stade, S. 555 ff.
  81. Wittram, in: Bohmbach, Stade, S. 557; Lohmann, Landkreis, S. 244. LkAH, S 1 H III, Nr. 818, Bl. 146. P. Mohr predigte anfangs „mit dem Parteiabzeichen auf dem Talar“, Lohmann, Landkreis, S. 237. Nach eigener Aussage verließ P. Mohr Stade, weil er sich „den Aufgaben, die [der] dort herrschende, wüste Kirchenkampf an mich stellte, nicht mehr gewachsen fühlte“, LkAH, L 5g, Nr. 193 (Visitation 1940). Vgl. auch LkAH, N 162.
  82. LkAH, S 1 H III, Nr. 818, Bl. 146.
  83. KABl. 1934, S. 88.
  84. LkAH, S 1 H III, Nr. 818, Bl. 161. Ausführlich: Döscher, S. 104 ff.; Koch, S. 253 ff. Zu Behrens vgl. auch Lohmann, Landkreis, S. 334 ff.; BLO I, S. 43 f. [.pdf online]; Bei der Wieden/Lokers, Lebensläufe I, S. 43 ff.
  85. LkAH, S 1 H III, Nr. 818, Bl. 161.
  86. LkAH, S 1 H III, Nr. 818, Bl. 162v. P. Starcke und P. Ubbelohde hatten zunächst darum gebeten, den Fragebogen nicht ausfüllen zu müssen, da „wir durch eine wahrheitsgetreue Darstellung der Stader kirchengeschichtlichen Vorgänge jener Jahre den Superintendenten belasten würden und dass man uns so den Vorwurf der Denunziation eines Amtsbruders machen könnte“, ebd., Bl. 166.
  87. LkAH, S 1 H III, Nr. 818, Bl. 216. Am Anfang des Schreibens heißt es: „Wir sagen nichts dagegen, wenn man von Staats wegen den Einfluss der Juden in unserem öffentlichen Leben zurückdrängt oder die Ehen zwischen Juden und Nichtjuden verbietet. Aber unerträglich ist es, wenn man den Juden durch Massnahmen, die über die ihnen durch Gesetze gezogenen Schranken hinausgehen, das Leben in Deutschland unmöglich und zur Hölle macht, wenn man sie geschäftlich und gesellschaftlich boykottiert, wenn man sie in einer Zeitschrift, die man wirklich nur als Schmutzblatt bezeichnen kann, die aber von den Jugendlichen, ja von den Kindern, von unseren Konfirmanden eifrig gelesen wird, täglich mit Schmutz bewirft oder sie sonst vor dem deutschen Volke verhöhnt und verächtlich macht. Das ist gegen die einfachsten Grundsätze der Menschlichkeit und erst recht des Christentums.“
  88. Lohmann, Landkreis, S. 273.
  89. Obenaus, Handbuch II, S. 1413.
  90. KABl. 1947, S. 46 f.
  91. KABl. 1948, S. 42.
  92. LkAH, L 5g, Nr. 302 (Visitation 1951). KV und Pfarramt St. Cosmae-Nicolai hatten der Visitation durch Sup. Crusius zugestimmt, um „ihren grundsätzlichen Friedenswillen zu dokumentieren nach den spannungsvollen Zeiten des Kirchenkampfes“, vgl. ebd. (Visitation 1961).
  93. KABl. 1965, S. 8.
  94. Allgemein: Cordes, Gemeindepartnerschaften, S. 38 ff.
  95. LkAH, L 5g, Nr. 302 (Visitation 1983).
  96. Siehe: https://www.staderflotte.de/, 01.12.2022.
  97. KABl. 2011, S. 66.
  98. KABl. 2011, S. 204 ff.
  99. KABl. 1948, S. 42; KABl. 1965, S. 8.
  100. KABl. 1930, S. 119; KABl. 1956, S. 145 f.
  101. KABl. 1999, S. 264.
  102. Hodenberg, Stader Copiar, S. 24.
  103. Brambach, S. 40.
  104. KABl. 1939, S. 22.
  105. Wittram, in: Bohmbach, Stade, S. 557.
  106. Otte, Landessuperintendenten, S. 245 ff.
  107. UB St. Georg Stade, Nr. 8.
  108. UB St. Georg Stade, Nr. 16 und Nr. 17.
  109. Pratje, Abhandlungen VI, Nr. 66 (S. 205 ff.); Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 45 f. Insgesamt zum Patronat: Brambach, S. 28 ff.
  110. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 51 (Art. 3).
  111. Sehling, Kirchenordnungen 16. Jh. Bd. 7,1, S. 48 und S. 49. Vgl. auch Brambach, S. 41 f. Einige Angaben zum Inhalt der KO von 1652 bei Pratje, Abhandlungen VI, S. 13 ff.
  112. Brambach, S. 61.
  113. Brambach, S. 67.
  114. Wittram, in: Bohmbach, Stade, S. 556 f.
  115. Zur Baugeschichte: Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 84 ff.; Schwanitz-Roth, S. 5 ff. Bei Erneuerung der Ostwand 1988 konnten keine Spuren einer Apsis festgestellt werden, vgl. ebd., S. 5.
  116. Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 103.
  117. Schwanitz-Roth, S. 11 f.
  118. Schwanitz-Roth, S. 6: „Es ist jedoch auch denkbar, daß das Turmoktogon schon um 1300 zusammen mit der Vierung errichtet wurde. Denn die Vierungspfeiler sind nicht, wie bisher angenommen, zur Verstärkung später ummantelt worden, und das Viereck der Vierung geht bruchlos durch gemauerte überleitende Dreiecke (Pendentifzwickel) in das Achteck des Turmes über.“
  119. Schwanitz-Roth, S. 8 (nach den Stadtansichten von Weigel bzw. Braun/Hogenberg).
  120. Schwanitz-Roth, S. 10. Vertrag über den Neubau des Turmhelms im Stadtarchiv Stade, vgl. Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 88.
  121. Schwanitz-Roth, S. 20.
  122. Schwanitz-Roth, S. 28 ff.
  123. Schwanitz-Roth, S. 22.
  124. Aye/Kronenberg, Taufbecken, S. 203 f.; Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 93 f.; Schwanitz-Roth, S. 25 ff.
  125. Bohlmann, S. 28 f.
  126. Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 97 f.
  127. Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 95.
  128. Steiger, Gedächtnisorte II, S. 748 ff.
  129. Bohlmann, S. 32.
  130. Schwanitz-Roth, S. 46.
  131. Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 93.
  132. Zit. bei Heillwinkel, S. 193.
  133. Schwanitz-Roth, S. 11 f.; Ausführlich: Hellwinkel, S. 195 ff.
  134. Böcker/Golon, Orgel-Stadt, S. 55.
  135. Zum Folgenden: Winter u. a., S. 5 ff.; Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 93, S. 101; Böcker/Golon, Orgel-Stadt, S. 49 ff.; Kröncke, Historische Orgeln, S. 59 ff. Fock, Schnitger, S. 24 f.
  136. Vertrag zit. bei Winter u. a., S. 6.
  137. Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 102; Böcker/Golon, Orgel-Stadt, S. 51.
  138. Disposition 1721: Friederich Erhard Niedtens Musicalischer Handleitung Anderer Theil/ Von der Variation des General-Basses, samt einer Anweisung/ wie man aus einem schlechten General-Bass allerley Sachen/ als Præludia, Ciaconen, Allemanden, &c. erfinden könne. Die Zweyte Auflage/ verbessert/ vermehrt/ mit verschiedenen Grund-richtigen Anmerckungen/ und einem Anhang von mehr als 60. Orgel-Wercken versehen durch J. Mattheson, Hamburg 1721, S. 197 f. [online]. Disposition 1732: Winter u. a., S. 13.
  139. Vgl. die Abb. 5 und 6 bei Winter u. a., S. 30 f.
  140. Kröncke, Historische Orgeln, S. 59; Vgl. Abb. 7 bei Winter u. a., S. 32.
  141. Schwanitz-Roth, S. 45. Die Inschrift ist ein Vers aus einem Lied von Heinrich Laufenberg (1391/99–1460).
  142. Zum Folgenden: Clasen/Kiecker/Kiesow, KD Stadt Stade, S. 115.
  143. Stader Stadtbuch II, S. 242, Nr. 982. Vgl. auch ebd., Nr. 1048 (1337), Nr. 1179 (1339).
  144. Wittram, in: Bohmbach & Speyer, S. 103.
  145. Bei Meyer, Pastoren II, S. 390, ab 1843 als erster Prediger geführt; in der Kirchliche Chronik Stade 1842/43 ff. findet sich jedoch kein Hinweis auf eine entsprechende Beförderung, auch nicht in seinem Nekrolog (Kirchliche Chronik Stade 1857/58, S. 10).
  146. Brambach, S. 66; Hannoverscher Staatskalender 1856, S. 618.
  147. Kirchliche Chronik Stade 1858/59, S. 9.
  148. Kirchliche Chronik Stade 1861/62, S. 5.
  149. Zu Hermann Wepse senior und junior vgl. Elfriede Bachmann: Von den Anfängen bis 1866, in: Bremervörde. Bilder aus der Geschichte einer Stadt, hrsg. von der Stadt Bremervörde, Bremervörde 1987, S. 9–129, S. 36 f.